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Die Wasserburger Skateanlage nimmt Gestalt an: So könnte sie aussehen

Der neue Entwurf der Anlage. Rechts im Bild ist die geplante Terrasse mit Treppe. Die beiden Wände vorne und links sollen mit einer „grünen Fassade“ gestaltet werden. Außen an der Rückwand plant der Verein, Griffe für eine Boulderwand zu installieren.
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Der neue Entwurf der Anlage. Rechts im Bild ist die geplante Terrasse mit Treppe. Die beiden Wände vorne und links sollen mit einer „grünen Fassade“ gestaltet werden. Außen an der Rückwand plant der Verein, Griffe für eine Boulderwand zu installieren.
  • Sophia Huber
    vonSophia Huber
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Die Wasserburger Jugend darf sich auf einen neuen Skatepark freuen. Jetzt steht der Entwurf. Die Wasserburger Zeitung stellt ihn vor..

Wasserburg – Bei 800 Arbeitsstunden hat Chris Wiesbeck, Vorsitzender des Vereins „Movinn Forward“, aufgehört zu zählen. Diese Zeit hat er in die Planung des Entwurfs der neuen Skateanlage an der Badria-Halle gesteckt. Nun liegt er dem Haupt- und Finanzausschuss vor.

Dabei legen Wiesbeck und Luis Naka, Beauftragter für Kommunikation und Integration des Vereins, vor allem Wert auf die Feststellung: „Wir sind ein Kulturverein.“ Sport zu fördern, sei nur ein Bestandteil von dem, was sie mit ihrem Verein und dem neuen Skatepark erreichen wollen.

Von 450 auf 730 Quadratmeter

Entsprechend diesem Grundsatz soll auch die neue Anlage gestaltet werden. Denn „Movinn Forward“ möchte, dass sich beim Park in der Nähe der Badria-Halle nicht nur Skater wohlfühlen, auch Familien und Kletterbegeisterte dürfen hier gerne vorbeikommen.

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Um dieses Ziel zu verwirklichen, möchte „Movinn Forward“ das Gelände vergrößern. Dafür soll ein Stück des Hangs am vorderen Ende der derzeitigen Anlage abgetragen und in das Areal integriert werden. Zudem ist geplant, den Bereich zum Parkplatz hin zu verbreitern „Damit kommen wir von 450 auf 730 Quadratmeter“, erklärt Wiesbeck.

Statt des Abhangs soll eine Terrasse mit Getränkeautomat entstehen. „Irgendwann wollen wir dort Konzerte veranstalten“, erklärt Wiesbeck.

Skatepool mit besonderem Merkmal

Für Menschen, die das Klettern dem Skaten vorziehen, plant der Verein eine Boulderwand ein. Dafür sollen an der Rückwand entsprechende Griffe angeschraubt werden, Matten können ebenfalls ausgelegt werden, wenn es nötig ist. „Wir sind da mit dem Alpenverein im Gespräch“, sagt Wiesbeck.

Aber natürlich wird der neue Skatepark auch seinem Namen gerecht: Mehrere „Ramps“ wollen Wiesbeck und seine Mitstreiter einbauen, und einen Skatepool, der mit einer kleiner Öffnung befahren werden kann. „Das gibt es in einem Umkreis von 100 Kilometer nur einmal.“

Pachtvertrag mit der Stadt gilt ab Mai

Insgesamt werden für die Anlage etwa 3,5 Tonnen Baustahl und 130 Kubikmeter Beton benötigt. „Wir wissen, das ist nicht klimaneutral“, erklärt Wiesbeck. Um diesem negativen Einfluss auf die Umwelt wenigstens etwas entgegenwirken zu können, will „Movinn Forward“ deshalb eine grüne Fassade mit Pflanzen an den restlichen Wänden des Skatparks bauen. „Da suchen wir noch Personen oder Vereine, die uns da helfen können.“

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Die Neugestaltung soll mit 200 000 Euro von der Stadt finanziert werden. 20 000 Euro sind als Eigenbeteiligung geplant.

Für die Umsetzung und Instandhaltung des Areals, geht der Verein einen Pachtvertrag mit der Stadt ein. Dieser gilt wahrscheinlich ab Mai. Anfang nächsten Jahres ist der Baubeginn geplant. Zehn Wochen Bauzeit seien im Moment angesetzt, erklärt Wiesbeck. Als Bauleiter ist Maxi Häring im Gespräch, ein Münchner, der bereits an mehreren Skateanlagen mitgewirkt hat.

„Holzramp“ bis zum Baubeginn

Bis dahin müssen aber erst die alte Anlage abgetragen und der Platz geräumt werden. Trotzdem möchte der Verein den Skateboardfahrern in Wasserburg etwas bieten: Eine „Holzramp“ mit Terrasse ist übergangsweise auf dem Gelände geplant. Sie soll die Möglichkeit zum Skaten und für Konzerte bieten. „Natürlich nur, wenn es die Infektionslage erlaubt“, erklärt Wiesbeck.

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Wettbewerb für Skater

Als Zeitvertreib bis zur Fertigstellung der „Holzramp„ bietet der Verein unter Leitung von Vereinsmitglied Luis Naka einen digitalen Wettbewerb mit dem Namen „Jumping over Corona“ an. Dabei können sich die Skater aus Wasserburg und Umgebung per Video messen und herausfinden, wer den höchsten Ollie schafft – ein grundlegender Trick beim Skateboard fahren. Der Sportler versucht hier, mit seinem Board so hoch wie möglich vom Boden abzuspringen. Der Welt-Rekord liegt bei derzeit 114 Zentimetern. „Mit dem Wettbewerb können wir vielleicht die Zeit im Lockdown und das Warten auf die neue Anlage verkürzen“, erklärt Naka. Interessierte können ihre Videos per Videoplattform/Instagram bis zum 5. Juni einsenden.

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