Die Wasserburger Löwen wetzen wieder die Krallen

Freuen sich, dass es endlich wieder losgeht: Abteilungsleiter Kevin Klammer und Trainer Michael Kokocinski.
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Freuen sich, dass es endlich wieder losgeht: Abteilungsleiter Kevin Klammer und Trainer Michael Kokocinski.

Endlich wieder spielen: Die Wasserburger Löwen sind erleichtert und wollen bald wieder jubeln. Doch der Neustart birgt auch Probleme.

Von Winfried Weithofer

Wasserburg – Endlich dürfen die Amateurfußballer wieder im Wettkampf antreten: Ab dem 19. September werden im Freistaat wieder Liga- und Pokalspiele ausgetragen – die wegen Corona vor fast einem halben Jahr unterbrochene Saison wir-d also fortgesetzt. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigten sich Kevin Klammer, Leiter der Fußball-Abteilung des TSV 1880 Wasserburg,, und der Löwen-Trainer Michael Kokocinski erleichtert über die Entscheidung der Staatsregierung.

„Wir haben uns im Verein alle gefreut, dass es wieder losgeht“, sagt Klammer. Die vergangenen Monate seien oftmals zermürbend gewesen. „Jetzt sind wir glücklich, auch wenn viel Arbeit auf uns zukommt, aber wir kennen jetzt unseren Spielplan“, sagt der 25-Jährige.

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Der erste Gegner für den TSV 1880 Wasserburg wird in der Bayernliga Süd nach langer Pause die zweite Mannschaft von Jahn Regensburg am 19. September sein. „Wir brauchen den Wettkampf“, betont Klammer. „Wir brauchen Spiele, bei denen es um etwas geht.“ Am 25. oder 26. September steht das Pokalmatch gegen die SpVgg Hankofen an, am 2. Oktober geht es in der Liga gegen den TSV Landsberg weiter.

Dass das Spiel gegen Regensburg auswärts stattfindet, betrachtet Klammer als Gelegenheit, zu beobachten, wie in Regensburg die organisatorischen Fragen gelöst, sprich: wie die erwarteten 400 Zuschauer coronagerecht im Stadion verteilt werden. Natürlich mache sich der TSV bereits über die Herausforderungen bei den Heimspielen Gedanken. Klammer verweist darauf, dass der Verein bei den diversen Testspielen schon Erfahrungen gesammelt habe. „Wir werden das hinbekommen. Der Fußballplatz bietet ja viel Platz, um die Abstandsregeln einhalten zu können.“ Maskenpflicht gebe es nicht. Freilich will er wegen der Beschränkung der Zuschauerzahl eine Erhöhung der Eintrittspreise nicht ausschließen. „Man muss darüber nachdenken.“ Zu manchen Liga-Spielen würden mehr als nur 400 Zuschauer kommen wollen – und dann würde der Verein einen Verlust erleiden. Bisher kostet das Ticket in Wasserburg acht Euro, ermäßigt sechs Euro. Immerhin kommt ein großer Anteil der Einnahmen aus den Heimspielen der Löwen.

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Was die Fitness der Spieler betrifft, ist Trainer Kokocinski optimistisch. „Die Spieler sind motiviert.“ Natürlich gab es nach der langen Pause einen Trainingsrückstand, räumt der 35-Jährige ein, es müsse zum Beispiel noch an der Spritzigkeit gearbeitet werden. Aber: „Die sind alle hungrig. Ich habe schon ihre strahlenden Augen gesehen, als sie erfahren haben, dass die Saison wieder weitergeht.“

Einen Aufstieg in die Regionalliga ist nach seinen Worten noch drin: „Die Möglichkeit besteht durchaus“, sagt Kokocinski, der zusammen mit Niki Wiedmann das Löwen-Trainig leitet. Pipinsried sei als Tabellenführer zwar fast nicht mehr einzuholen, aber der TSV könnte die Relegation schaffen, wenn er den zweiten Platz hält – und aufsteigen. So oder so: Der Amateurfußball feiert ab nächste Woche in Bayern seine Wiederauferstehung. Es darf gejubelt werden.

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