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Zu hohe Inzidenzwerte

Die Wasserburger Gastronomie öffnet nicht am 10. Mai

Peter Fichter muss weiter mit der Gesellschaft der Puppen vorliebnehmen. Richtige Gäste darf er noch immer nicht bewirten.
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Peter Fichter muss weiter mit der Gesellschaft der Puppen vorliebnehmen. Richtige Gäste darf er noch immer nicht bewirten.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Enttäuschte Gesichter bei den Wasserburger Wirten: Sie können am Montag, 10. Mai, noch nicht ihre Biergärten und Außenterrassen öffnen. Dabei hatten sie in den vergangenen Tagen viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt.

Wasserburg – Anfang der Woche war in Wasserburg kurzzeitig die Hoffnung aufgekeimt, dass Gaststätten nach sechseinhalb Monaten des Lockdown die Öffnung ihres Außenbereichs am Montag wieder erlaubt wird – die Staatsregierung hatte entsprechende Lockerungen angekündigt. Doch am Freitag war klar: Aus dem Neustart wird wegen der Inzidenzzahl nichts.

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Nach den Corona-Bestimmungen muss der Wert über mehrere Tage stabil unter 100 liegen, zuletzt lag er wieder etwas höher. Alle Vorbereitungen für die schnelle Wiederaufnahme des Gastbetriebs waren also für die Katz. Die Gastronomen müssen also noch warten.

Geputzt und Mitarbeiter einbestellt

Peter Fichter, Inhaber des Stechl-Kellers am Marienplatz, hatte sich schon mächtig auf das nahende Ende des Lockdowns gefreut. „Mir san euphorisch“, sagte er noch am Donnerstag mit leuchtenden Augen. Nach sechseinhalb Monaten Lockdown wollte er endlich wieder Gäste empfangen, für Leben in der Stadt sorgen.

Stolz zeigt Wirt Enzo de Tursi seinen Impfpass. Er ist bereit für Gäste.

Die ganze Woche machte er seinen Betrieb nach dem langen Winter wieder blitzeblank, und er schleppte jede Menge Getränke und Lebensmittel heran – sein Team sollte sich ja am Montag wieder wie gewohnt an die Arbeit machen.

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20 Kräfte hatte er für den Schichtbetrieb in der kommenden Woche mobilisiert, nur zwei Mitarbeiter hatten sich während der Lockdown-Phase von ihm getrennt. Auch an einige hundert Schnelltests hat Fichter gedacht. Im Winter hatte er mit einer Installation für Aufsehen gesorgt: Vier fein gekleidete Puppen platzierte er auf seiner umglasten Terrasse, um für die Belange der in seinen Augen vernachlässigten Wirte zu demonstrieren.

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Ein trüber Anblick: die leere Terrasse bei Enzos Pizzera „Adria“ an der Roten Brücke.

Enzo de Tursi, Inhaber der Pizzeria „Adria by Enzo“, hat schon von vornherein mit Skepsis auf eine mögliche Öffnung am Montag geblickt. „Ich bin immer vorbereitet, es geht ja nur darum, ein paar mehr Tische und Stühle draußen aufzustellen“, sagte er am Freitag. Seine tägliche Arbeit komme er auch während des Lockdowns nach. „Ich habe mich mental nie reduziert, sonst hätte ich schon lange aufgeben müssen.“

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Er räumte ein, fest angestellte Mitarbeiter verloren zu haben, doch davon will er sich nicht beirren lassen. Er müsse, wenn es soweit ist, eben selber verstärkt anpacken. Aufgeben sei trotz der schwierigen Lage für ihn keine Option: „Ich mache weiter, ich bin ein Gastronom durch und durch.“

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