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Interview mit Bürgermeister Robert Aßmus aus Griesstätt

Die Themen in Griesstätt reichen von Glasfasernetz bis Friedhofsunkraut

Bürgermeister Robert Aßmus aus Griesstätt wünscht sich für seine Gemeinde, dass alle an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten, auch wenn unpopuläre Maßnahmen mal durchgesetzt werden müssen.
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Bürgermeister Robert Aßmus aus Griesstätt wünscht sich für seine Gemeinde, dass alle an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten, auch wenn unpopuläre Maßnahmen mal durchgesetzt werden müssen.

In Griesstätt konnte heuer wegen Corona keine Bürgerversammlung in der Schulturnhalle stattfinden. So gab es auch keine spontanen Fragen aus der Bürgerschaft. Wir baten Bürgermeister Robert Aßmus (parteilos) deshalb stellvertretend um Stellungnahme zu aktuellen Gemeindethemen.

Griesstätt – Ein ereignisreiches Jahr 2021 geht in der Gemeinde Griesstätt zu Ende. Bürgermeister Robert Aßmus (parteilos) bezieht Stellung zu aktuellen Gemeindethemen:

Die Versorgung mit schnellem Internet hat, was den Ausbau des Glasfasernetzes betrifft, die Gemeinde selbst in die Hand genommen. Was waren die Gründe hierfür?

Robert Aßmus: Der ursprüngliche Plan, das bayerische Zuschussprogramm zu nutzen, hätte nur einem potentiellen Netzbetreiber genutzt und der Gemeinde kein Mitspracherecht ermöglicht. Deshalb wurde das Bundesförderprogramm bevorzugt, bei dem die gesamte Infrastruktur in Händen der Gemeinde bleiben konnte. So wird das Netz jetzt nur vermietet und es besteht keine Abhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen eines Netzbetreibers.

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Die Glasfaserverkabelung ist derzeit in vollem Gange. Wie geht es in den nächsten Monaten weiter?

Aßmus: Der Hauptverteiler (POP) für das Gemeindegebiet wird im Ecker-Garten entstehen, etwa da, wo der überdimensionale Notenschlüssel bis vor kurzem stand. Des Weiteren werden jetzt zügig die Außenbereiche nach vorgegebenen Clustern angefahren, Richtung Edenberg beginnend. Wenn die Ressourcen der Baufirma es ermöglichen, werden die Rohre auch anderswo zeitgleich verlegt. Zwischenzeitlich werden die Hausbegehungen durchgeführt.

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Wie stellt sich der Bürgermeister die künftige Nutzung des Ecker-Gartens vor?

Aßmus: Die Nutzung, vor allem in einem Gesamtpaket zusammen mit dem Ecker-Stadel, erweist sich immer noch als schwierig. Die verschiedenen Interessen, der Denkmalschutz und letztlich finanzielle Erwägungen ermöglichen derzeit keine konkreten Planungen.

Die Forderung, Begegnungsstätten für Jung und Alt im Ortskern zu schaffen, wird immer wieder diskutiert. Welche realistischen Möglichkeiten bieten sich hier an?

Aßmus: Wir haben ein Sportgelände, drei Spielplätze und den Bolzplatz an der Bussardstraße, wo auch eine Boccia-Bahn möglich wäre. Die Nutzungsmöglichkeiten im Ecker-Garten sind derzeit wegen diverser Interessen noch offen.

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Corona bestimmt auch das Vereinsleben im Ort. Welche Probleme stehen im Vordergrund und wie kann die Gemeinde hier helfend eingreifen?

Aßmus: Vor allem die wegen Corona reduzierten Zusammenkünfte und eingeschränkte Wettkampf- und Trainingsmöglichkeiten behindern das Vereinsleben vor allem da, wo Räumlichkeiten genutzt werden müssen. Vonseiten der Gemeinde wollen wir deshalb bei Auflagen möglichst zurückhaltend bleiben und im Zweifelsfall gemeinsam nach Lösungen suchen.

Durch den Ankauf des ehemaligen Sparkassengebäudes im Ortskern hat sich dessen Nutzung verändert. Wie schaut diese künftige aus?

Aßmus: Die vermietete Wohnung im ersten Stock wird auch weiter wie bisher genutzt. Die ehemaligen Geschäftsräume sind zwischenzeitlich umgebaut und werden nach erteilter Betriebserlaubnis, voraussichtlich ab Januar, zusammen mit zwei zusätzlich aufgestellten Containern eine Krippengruppe des Kindergartens neu bezogen.

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Der Belag auf der vor Jahren vom THW errichteten Behelfsbrücke über die Murn wurde zwischenzeitlich erneuert. Wie wird dieser Übergang wohl in einigen Jahren ausschauen?

Aßmus: Da die Behelfsbrücke nicht gekauft werden kann und der offizielle Vertrag für die Nutzung im Juli 2022 ausläuft, hoffen wir, zunächst nochmals um ein Jahr verlängern zu können. Danach ist die Errichtung einer Brücke ohne Zwischenpfeiler und unter Berücksichtigung der weiteren Funktionsfähigkeit des Wehres beabsichtigt.

Der neue Nahverkehrsplan sieht eine Busanbindung der Gemeinde bis Aßling und damit an den MVV-Bereich vor. Wie wirkt sich das auf Griesstätt aus?

Aßmus: Die mögliche Anbindung der Gemeinde an den MVV und die damit verbundene erleichterte Erreichbarkeit der Nachbargemeinde Rott hat viele Vorteile, zum Beispiel, wenn mal schnell eine Bahnanbindung gewünscht wird oder der Einkauf auf dem Rotter Bauernmarkt auf dem Programm steht. Auch ein möglicher Arztbesuch oder Einkauf beim Griesstätter Discounter würden für Rotter erleichtert. Ziel bleibt aber auch noch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Richtung Endorf.

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Das Unkraut auf dem Friedhof war in den letzten Jahren immer wieder ein Problem. Wie wird dieses künftig möglichst dauerhaft gelöst?

Aßmus: Die letzten Male ist der Bauhof eingesprungen. Offen ist, ob die Arbeiten künftig an eine Firma vergeben werden. Die Heißdampfbehandlung hat sich nicht bewährt. Auf der Tagesordnung bleibt das Thema jedenfalls, da auch eine Änderung der Friedhofsatzung wegen möglicher Gebühren für die Unkrautbeseitigung noch diskutiert werden muss.

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Welches ist der größte Wunsch, der dem Bürgermeister beziehungsweise der Gemeinde im kommenden Jahr erfüllt werden könnte oder sollte?

Aßmus: Oben an steht für mich der Friede in der Welt und das Ende von Corona. Im Bereich der Gemeinde wünsche ich mir, dass alle an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten, auch wenn unpopuläre Maßnahmen mal durchgesetzt werden müssen. Es wäre alles einfacher, wenn sich alle lieb haben würden.

Red.

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