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Regentschaft verlängert

Die St. Wolfganger Apfelkönigin regiert zwei weitere Jahre

Apfelkönigin Raphaela I. Müller darf zwei weitere Jahre regieren
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Apfelkönigin Raphaela I. Müller darf zwei weitere Jahre regieren
  • VonHermann Weingartner
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Da die vergangenen beiden Jahre für die Apfelkönigin Raphaela I. coronabedingt ein Reinfall waren, wurde ihre Regentschaft in St. Wolfgang verlängert. Der Gartenbauverein schließt mit der Verkaufsaktion am kommenden Samstag, 27. November, die Saison ab.

St. Wolfgang – Es lief besser als letztes Jahr, aber auch heuer schränkte Corona wieder einige Aktivitäten des Gartenbauvereins St. Wolfgang ein: So resümierte Vorsitzender Rudi Brand im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung. So wird’s auch dieses Jahr nichts mit einem gemütlich geplanten Jahresabschluss des Gartenjahres im Armstorfer Gasthaus Hagl. Die Veranstaltung am 30. November ist abgesagt.

Insgesamt müsse man aufgrund der Pandemiesituation und der wetterbedingt geringeren Obsternte zufrieden sein mit dem Gartlerjahr, sagte Brand. Die Mitgliederzahl liege erfreulich konstant etwas über 700.

„Großartiger Einsatz“ der Jugendleiterin

Stolz ist die Führung des zweitgrößten St. Wolfganger Vereins auf die große Jugendgruppe mit über 80 eifrigen Nachwuchsgartlern. Für den Erfolg sei maßgeblich Jugendleiterin Andrea Hammer verantwortlich, die mit ihrem „großartigen Einsatz“ die Jugend fürs Garteln begeistert. Letztes Jahr mussten fast alle Aktivitäten abgesagt werden. Heuer hatten es die Kinder und Jugendlichen „leichter“, weil zumindest vom Sommer bis Herbst vieles wieder möglich war.

Ausfallen musste dagegen erneut der traditionelle Gartlertag, zu dem stets zwischen 2.000 und 3.000 Besucher aus der ganzen Region strömten, bedauerte Brand. Als Ersatz wurde im kleinen Rahmen erneut ein gut besuchter Obst- und Gartenmarkt veranstaltet.

Rückblick: Wahl der strahlenden Apfelkönigin

Weithin bekannt ist St. Wolfgangs Gartenbauverein nicht nur wegen seines Gartlertags und eigenen Apfelköniginnen, sondern vor allem auch wegen der leistungsstarken Bandobstpresse und automatischen Saftabfüllers samt Erhitzer im Vereinsheim.

Krauteinschneiden beendet das Vereinsjahr der St. Wolfganger Gartler (von links): Martin Bürger, Agnes Lang, Jakob Kellner, Maria Bürger und Florian Ober.

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Ende Oktober wurde die Presssaison nach 19 Presstagen im Zweischichtbetrieb von sieben bis 17 Uhr beendet, berichtete Brand. Täglich seien zwischen 40 und 50 Leute auch aus Nachbarlandkreises mit ihrem Obst gekommen. Immer wieder werde man gelobt, weil die Organisation „so gut läuft und es fast zu keinen Wartezeiten kommt“.

Aus dem Obst wurden täglich je nach Menge zwischen 2 500 und 5 000 Liter frischer Apfelsaft gepresst. Die Mengen seien heuer etwas weniger gewesen, weil viele Bäume nicht so viel Obst trugen.

Zur letzten Aktion im Jahreslauf hatten sich mehrere Vereinsmitglieder im Vereinsheim getroffen. Dort wurden rund 420 Kilogramm Kraut „eingeschnitten“ und in zwanzig kleine Tonfassl abgefüllt. „Die Leut ham scho drauf g‘wart“, sagte Brand, denn die Krautfassl sind ein Renner.

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Viele davon waren vorbestellt, einige für Vereinsmitglieder und der Rest wird im örtlichen Regio-Markt verkauft. Und am Vereinsheim gibt’s am Samstag, 27. November, nochmal eine Verkaufsaktion. Da wird der Apfelsaft aus dem Jahr 2020 aus unbehandeltem Obst der Vereinsstreuobstwiese verkauft. Pasteurisiert habe der Saft in den fünf und zehn Literboxen nichts von seiner Qualität verloren.

Regentschaft von Raphaela I. verlängert

Traurig war das Gartlerjahr erneut für die Apfelkönigin Raphaela I. Müller. Die Armstorferin war im Oktober 2019 ins Amt gekommen – und dann kam schon Corona und damit keine Einsätze mehr. Normal vertritt die Produktkönigin den St. Wolfganger Apfel und die Region etwa bei der Grünen Woche in Berlin, wird zum Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten oder auch in Südtirol zu großen Apfelfesten eingeladen.Eigentlich wäre nun ihre Amtszeit vorbei gewesen, sagte Brand, weil sich Raphaela I. aber weiter als Apfelkönigin zur Verfügung stellte und gerne noch diese Zeit erleben wolle, wurde ihre Regentschaft bis 2023 verlängert.

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