Die Rotter Abc-Schützen nehmen die Regeln an

In gespannter Erwartung: die Rotter Erstklässler vor dem Einzug in ihre Schule.
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In gespannter Erwartung: die Rotter Erstklässler vor dem Einzug in ihre Schule.

Rott – Es ist ein aufregender Tag. Alles ist neu und ungewohnt für die 49 Abc-Schützen, die in der Rotter Grundschule das erste Mal die Schulbank drücken – in besonderen Zeiten.

Paul Vogel aus Lengdorf ist mit seinen sechs Jahren einer der Abc-Schützen. Er ist stolz, kein Kindergartenkind mehr zu sein, sondern ein Schüler, also „ein Großer“. Auf die Frage, wie es ihm mit Maske und Händewaschen geht, antwortet er: „Mei, des is halt so.“ Paul kennt dies schon aus dem Kindergarten.

Aufgeregt versammeln sich Paul und seine Mitschüler frühmorgens im Pausenhof, die Schultüte fest an sich gedrückt. Schulleiterin Manuela Strobl begrüßt jedes Kind einzeln mit einer Sonnenblume.

Die Schule bemüht sich, den Start trotz vieler Corona-Regeln nett zu gestalten. Die Zweitklässler haben ein Begrüßungslied einstudiert, das von Bettina Zimmermann auf der Gitarre begleitet wird.

Heuer dürfen die Kinder nur von ihren Eltern begleitet werden und nicht wie sonst von der ganzen Verwandtschaft. Für die Eltern gilt die Maskenpflicht, die Schüler im Grundschulunterricht sind davon befreit. Wenn die Grundschüler aber ihren Platz verlassen, müssen auch sie ihre Maske tragen.

Nach der Einstimmung gehen Paul und seine Klassenkameraden mit ihren neuen Lehrerinnen Brigitte Zimmermann und Corinna Baumann-Schadly in ihre Klassen 1a und 1b. Der sonst übliche Elternkaffee muss ausfallen – ebenso wie der Segnungsgottesdienst in der Pfarrkirche. Stattdessen gibt es im Innenpausenhof eine kirchliche Segnung mit Pfarrvikar Herbert Weingärtner und Gemeindereferentin Elvira Hillenbrand. Dann ist für die neuen Erstklässler der erste Schultag schon wieder vorbei.

Die Kinder haben in Rott ein aufregendes Jahr vor sich. Bis zu den Herbstferien werden sie noch in der alten Grundschule bleiben. Dann heißt es Umziehen in die Container. Der Abbruch der alten Schule beginnt.

Pauls Vater Markus Vogel sagt, der erste Schultag war ein angenehmer Vormittag, die Schule habe ihn schön gestaltet. Er stört sich nicht daran, dass die Maske getragen werden muss. Dies sei schließlich bereits Teil des Alltags.

Viele Eltern begrüßen den wieder gehaltenen Präsenzunterricht an den Schulen und nehmen die Corona-Auflagen dazu an. Der Schrecken aus dem abgelaufenen Schuljahr sitzt noch tief, als die Schüler zu Hause waren und von ihren Eltern abwechselnd betreut und zum Lernen angehalten werden mussten. Das will keiner noch einmal durchmachen, so die einhellige Meinung beim Schulstart in Rott.

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