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Kinovorhang öffnet sich im Bürgersaal

Die Idee zur „Biennale Bavaria international“ ist in Haag entstanden

Freuen sich auf das Festival: Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch, Schauspielerin Johanna Bittenbinder, Kameramann Stefan Biebl und Kurator Joachim Kurz (von links).
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Freuen sich auf das Festival: Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch, Schauspielerin Johanna Bittenbinder, Kameramann Stefan Biebl und Kurator Joachim Kurz (von links).
  • VonLudwig Meindl
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Die internationale „Biennale Bavaria“ ist eröffnet. Viermal hebt sich dabei auch im Haager Bürgersaal der Kinovorhang. Hier im Ort entstand auch die Idee zum Festival durch den Haager Peter Syr.

Haag – „2018 verfasste ich zu einem entsprechenden Festival das Konzept“, erzählt er. Es sollte ein Filmfestival sein, das nicht nur Filme zeigt, sondern sich auch generell mit passenden Themen befasst. Er war es damals, der den Heimatbegriff vorgab und die Idee zum „Festival des Neuen Heimatfilms“ prägte. Syr begründet das damit: „Seit einigen Jahren hat sich der Umgang mit Heimat im Film stark gewandelt.“ So gebe es inzwischen eine neue realistische Sichtweise im Film. Das geschehe oft mit Humor, aber auch mit gebührender Ernsthaftigkeit. Als aktuelle Beispiele aus dem Programm nennt er „Herbstmilch“ von Joseph Vilsmeier und „Beckenrand Sheriff“ von Markus H. Rosenmüller. Ein internationales Festival, das diesen Trend abbildete, habe es vorher kaum gegeben.

Wichtig war für Syr, „dass so ein Festival nicht schon wieder in einer der Metropolen stattfindet“. Ein kleinerer Ort wäre inhaltlich viel besser geeignet, könnte aber ein Festival in dieser Dimension nicht stemmen. „So kam ich auf die Idee, es in einer ganzen Region zu etablieren. Das Festival sollte in Mühldorf, Altötting, Burghausen, Trostberg, Wasserburg und natürlich in Haag stattfinden.“

Nach Gesprächen mit der Bürgermeisterin Sissi Schätz und dem Altbürgermeister von Mühldorf und damaligen Landtagsabgeordneten, Günther Knoblauch, gründete er einen Verein, um die Idee zu realisieren. „Ottfried Fischer war übrigens sofort dabei und wurde Gründungsmitglied“, erzählt er.

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Die Kommunen hätten sich in ihrer Bereitschaft anfangs eher zögerlich verhalten. Syr schlug den Beitrag von einem Euro pro Einwohner vor. „Meine Sammeltour zu den Stadt- und Gemeinderäten hatte einen durchschlagenden Erfolg. Mit der Zeit fanden sich auch zahlreiche Sponsoren.“

Mit der Umsetzung zeigt sich der Ideengeber zufrieden: „Man kann heute sagen, dass die ‚Biennale Bavaria International‘ ein sehr stattliches und qualitativ hochwertiges Spitzenprogramm hervorgebracht hat. Nicht ohne Grund haben unsere Landtagspräsidentin Ilse Aigner und der Luxemburgische Außenminister Jan Asselborn die Schirmherrschaft übernommen.“

Programmhefte liegen im Rathaus, im Bauernmarkt, im Hofcafé und im Laden vom Milchwerk Jäger aus. Das Kino in Haag findet im Bürgersaal statt. Die Eintrittspreise liegen bei 8,50 Euro und ermäßigt 6,50. Syr blickt bereits positiv in die Zukunft der Veranstaltung: „Sollte sich die ‚Biennale Bavaria International‘ 2023 fortsetzen lassen, wovon wir ausgehen, kann man sagen, dass in Haag ein Festival seinen Anfang nahm und dass dann auch unser Ort international ins Rampenlicht rückt.“

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