Der Handel sieht sich vorbereitet

Mit der zweiten Corona-Welle kommen die Hamsterer wieder – auch nach Wasserburg

Erneut eine begehrte Ware: Das Klopapier, denn mit den steigenden Corona-Zahlen kommen auch die Hamstereinkäufe wieder.
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Erneut eine begehrte Ware: Das Klopapier, denn mit den steigenden Corona-Zahlen kommen auch die Hamstereinkäufe wieder.

Leere Regale, Menschen, die suchend von Supermarkt zu Supermarkt fahren. Das Szenario kennen wir noch vom Beginn der Corona-Pandemie. Jetzt werden bereits wieder Hamsterer in den Geschäften rund um Wasserburg gesichtet. Besteht Grund zur Sorge? Der Handel sagt: „Nein.“

Von Sophia Huber

Wasserburg – „Klopapier. Wo gibt es noch Klopapier?“ Wer sich jetzt in die Zeit von März und April zurückversetzt fühlt, war wohl entweder in der letzten Zeit nicht einkaufen oder hatte einfach Glück. Denn es geht schon wieder los. Kaum steigen die Corona-Zahlen, sind sie wieder da: die Hamsterer.

Manche erzählen sich schon die ersten Horrorgeschichten über leer geräumte Regale und einen Klopapier-Engpass. Denn das Ziel der Hamsterer hat sich nicht verändert, wieder wollen sie Klopapier, Konserven und Nudeln.

Edeka stellt keine Veränderungen fest

Ein kurzer Blick in die Wasserburger Supermarktregale zeigt jedoch: Noch ist die Lage entspannt. Toilettenpapier gibt es genügend Auch eine Sprecherin von Edeka Südbayern erklärt, dass keine flächendeckenden Veränderungen im Einkaufsverhalten der Kunden festgestellt werden. Aber erste Lücken sind trotzdem zu erkennen..

Eine Verkäuferin vor Ort bestätigt den Verdacht. „Es geht schon wieder los“, sagt sie, „Die Leute hamstern wieder.

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Nicht nur Klopapier sei das Ziel. „Auch Konserven und Nudeln. Alles, was haltbar ist.“ Nachbestellungen mussten sie ebenfalls schon tätigen. Restriktionen auf den Einkauf gebe es aber noch keine.

Doch nicht nur Supermärkte sind betroffen: Auch in Drogeriemärkten, wie dem Müller-Markt, ist der Ansturm auf die Regale größer als sonst. „Die Menschen kaufen wieder mehr“, bestätigt auch hier eine Kassiererin. Noch haben sie nicht nachbestellen müssen, aber das sei sicher nur noch eine Frage der Zeit.

Kein Verständnis für Hamstereinkäufe

Verständnis für die Hamsterer hat niemand. „Wir bekommen genügend Ware“, erklärt eine der Verkäuferinnen kopfschüttelnd. Das Hamstern mache in ihren Augen wenig Sinn. Edeka Südbayern sieht ebenfalls keinen Grund für Vorratseinkäufe. „Wir können auch weiterhin eine ausreichende Versorgung mit allen Produkten des täglichen Bedarfs sicherstellen.“

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