AUS DEM GEMEINDERAT

Die fünf Nadelbäume am Sportplatz in Griesstätt dürfen bleiben

Hartplatz in Griesstätt
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Die Nadelbäume (einer ist in der oberen linken Bildecke zu sehen) verursachen unter anderem eine Vermoosung des Hartplatzes in Griesstätt. Zunächst diskutierte das Gremium über eine Fällung und Ersatzbepflanzung. Am Ende entschied man doch einhellig: Die Bäume bleiben.

Die Bäume dürfen bleiben, das war das Ergebnis einer Diskussion im Gemeinderat in Griesstätt. Die fünf Nadelbäume am Hartplatz verursachen Vermoosung und Verschmutzungen. Das bedeutet etwa Rutschgefahr und einen hohen Pflegeaufwand des Platzes. Im Raum stand, sie zu entfernen und Ersatz anderswo zu pflanzen.

Griesstätt – Fünf Nadelbäume am Sportplatz beschäftigten den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Diskutiert wurde dabei allerdings weniger der zu Beginn angedeutete Sicherheitsaspekt bezüglich Nutzung des Hartplatzes, sondern die Art einer möglichen Ersatzpflanzung sowie deren grundsätzliche Notwendigkeit.

Am Ende stand schließlich der einstimmige Beschluss: Die Bäume bleiben.

Rutschgefahr und Pflegeaufwand

Bei einer vorangegangenen Begehung mit der Schulleitung war laut Sitzungsleiter, Zweiter Bürgermeister Anton Strahlhuber (GfuG), zunächst festgestellt worden, dass die Bäume mit ihrem Schatten und dem Nadelabwurf für Vermoosung und Verschmutzung des von der Schule mitgenutzten Hartplatzes verantwortlich seien.

Eine Fällung als Lösung

Dies bedeute sowohl mehr Pflegeaufwand als auch erhöhte Rutschgefahr. Eine Fällung der Bäume könnte bei dieser Sachlage das Problem lösen helfen, wurde erwogen.

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Der im Anschluss um Stellungnahme gebetene Referent für Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten, Martin Hofmeister (Grüne), und die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt hatten daraufhin gemeinsam ein O.K. signalisiert, allerdings unter der Voraussetzung, entsprechende Ersatzpflanzungen würden vorgenommen, um den ökologischen Wert der Bäume auszugleichen – und zwar dreifach. Diese müssten aber nicht an Ort und Stelle ersetzt werden, wurde ausdrücklich betont.

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Mit diesen Stellungnahmen konfrontiert, schieden sich allerdings die Geister im Gremium.

6000 Euro Kosten zu hoch?

Während Lorenz Freiberger (GfuG) vor allem die Kosten von geschätzten 6000 Euro für die Maßnahme missfielen und er deshalb für Verschiebung und Angebotsprüfung eintrat, störte Jakob Ametsbichler (GfuG) das Verhältnis von 1:3 der Ersatzpflanzung.

Dies umzusetzen, könnte auch im Bereich des geplanten neuen Kindergartens für Probleme sorgen, meinte er. Schließlich gäbe es im Außenbereich genug Möglichkeiten Bäume zu pflanzen. Helmut Schuster (BfG) sah keine Notwendigkeit, die Bäume zu fällen.

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Keiner wisse, was mit dem Hartplatz in Zukunft werde. Mehr Grün in der Gemeinde sei aber auch gut. Die 15 Bäume sollten nach einer Fällung ersatzweise auch für mehr Biodiversität sorgen, ergänzte dazu Martin Hofmeister (Grüne).

Nachdem Jürgen Gartner (GfuG) für eine Nachpflanzung im Bereich der Sportanlagen jede Haftung des Sportvereins für Schäden an den neuen Bäumen durch Sport- und Freizeitaktivitäten abgelehnt hatte, wollte Christian Graf (GfuG), wenn überhaupt, Ersatzpflanzungen mit wertvolleren Bäumen und diese im Bereich des neuen Kindergartens angesiedelt sehen. Auch kleine Bäume werden mal groß, warf er in die Gesprächsrunde ein.

Beschluss erfolgte doch einstimmig

Schließlich näherte man sich im Gremium der Meinung von Martin Fuchs (BfG) an, der daran erinnerte, dass seit Jahren Grünordnungspläne in der Gemeinde nicht korrekt umgesetzt worden seien. Deren Behandlung sollte man sich erst mal annehmen, bevor man wieder ein neues Projekt anstoße.

Die abschließende Abstimmung fiel entsprechend aus: 14:0 für den Erhalt der fünf Bäume zwischen Sport- und Hartplatz.

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