Die Flurneuordnung in Reichertsheim geht weiter

Über die bevorstehende Flurneuordnung im Bereich Kronberg haben Thomas Kronast und Isabell Hoffmann vom Amt für Ländliche Entwicklung den Gemeinderat informiert. Der erste Bauabschnitt ist mittlerweile abgeschlossen.

Reichertsheim – Die Flurneuordnung Reichertsheim II laufe schon seit vielen Jahren, mittlerweile sei der erste Bauabschnitt im Bereich Dachberg weitestgehend abgeschlossen worden, so Kronast. Da die Asphaltierung teilweise nicht den Vorgaben entsprochen habe, seien noch Restarbeiten zu erledigen. Insgesamt kostete die Flurneuordnung Dachberg etwa eineinhalb Millionen Euro.

Die Planungen für den Straßenbau und die Landschaftspflege-Maßnahmen in Kronberg wurden erarbeitet. Nach umfangreichen Klärungen konnten bereits viele Vereinbarungen geschlossen werden. Durchschnittlich alle 200 Meter eine Bodenprobe durchgeführt. Die Verantwortlichen hoffen, kein belastetes Material vorzufinden. Die Ausschreibungen werden wohl noch im Herbst durchgeführt. Mit dem Beginn der Asphaltierungen ist im Frühjahr 2021 zu rechnen. Die notwendigen Ausgleichsflächen gehen nach Angaben von Kronaste zunächst an die ALE und nach Abschluss der Flurneuordnung an die Gemeinde über.

6,4 Kilometer Straße saniert

Insgesamt werde man etwa 6,4 Kilometer Straßen neu asphaltieren, das Volumen betrage etwa 4,2 Millionen Euro. Diese würden zu 80 Prozent vom Land gefördert. Die restlichen 20 Prozent teilen sich nach Kronast Angaben die Gemeinde und die Teilnehmer der Flurneuordnung Kronberg zu gleichen Teilen.

Kronast ging auch auf die laufende Maßnahme „Dorferneuerung Reichertsheim“ ein. Hier steht die Neuwahl des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft an, die wegen Corona bisher nicht durchgeführt werden konnte. Sobald die Vorgaben es erlauben, wird das Amt für Ländliche Entwicklung hierzu einladen. Erst nach Wahl des neuen Vorstandes werden Weichenstellungen der Weiterentwicklung des Ortes Reichertsheim, insbesondere die Überplanung des Rampl-Areals, in Angriff genommen.

Mehr Grün durch Flurbereinigung

Isabell Hoffmann stellte die neue Aktion „mehr Grün durch Flurbereinigung“ vor. Sie ermögliche es Privatpersonen, Vereinen und der Gemeinde, für alle im Rahmen der Flurneuordnung geschaffenen Ausgleichsflächen Unterstützung beim Erwerb von heimischen Pflanzen zu erhalten. „Das Setzen und die Pflege ist Sache des Eigentümers“, so Hoffmann. Für Privatpersonen gelte eine Obergrenze von 1000 Euro. Beschlüsse wurden nicht gefasst. kg

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