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Zwischen Lesungen, Region18 und Baukastenfilmfest

Die einen sammeln Briefmarken und Schmetterlinge – Künstlerin Marie Theres Relin sammelt Kinostars auf dem Land

Große Freude im Priener Kino: Schauspieler Dimitri Abold, Schauspielerin Gisela Schneeberger, Kinobetreiberin Martina Engel, Marie Theres Relin, Kinobetreiber Mike Engel, Produzentin Julia Rappold, Regisseur Marcus H. Rosenmüller (von links).
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Große Freude im Priener Kino: Schauspieler Dimitri Abold, Schauspielerin Gisela Schneeberger, Kinobetreiberin Martina Engel, Marie Theres Relin, Kinobetreiber Mike Engel, Produzentin Julia Rappold, Regisseur Marcus H. Rosenmüller (von links).

Manche sammeln Schmetterlinge, andere Briefmarken, Ehemänner, alte Socken und ich, ich sammle Stars und Kinos. Das sagt Künstlerin Marie Theres Relin. Die Tochter von Maria Schell lebt in Wasserburg und unterstützt befreundete Künstler, Kinobetreiber und Kinos.

Wasserburg – Wobei es sich bei meinen Stars wunderbare Menschen handelt, die das Herz am rechten Fleck und nichts von Diven-Allüren haben. Menschen mit Herzensbildung, die hochprofessionell sind. Freunde.

Meine Woche war voll gepackt mit diesen Menschen. Erst hatte ich eine wirklich wunderschöne Lesung mit dem einmaligen Robert Atzorn und seiner Frau Angelika. Den Sonntag darauf eine weitere Lesung mit der wunderbaren Monika Baumgartner. Region18, holte diesmal die Stars vom Land in die Stadt. Mein Baukastenfilmfest schaffte den Sprung in die Hauptstadt, Museum Lichtspiele, dem ältesten Kino Münchens. Und dank Monika Baumgartner fand auch dort zum ersten Mal mein Charity-Inklusionsprojekt „Kino Frauen aller Kulturen“ statt, sie spendete zehn Vorstellungen und wir konnten starten. Selbst sind die Frauen!

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Sehr berührende Momente, als Frauen unterschiedlichster Nationen auf das Kino zukamen und viele erhitzte Gesichter mit großen Augen nach der Vorstellung – die meisten von ihnen waren noch nie im Kino. Kino ist doch mehr als nur Filme zu zeigen!

Besuch in Prien

Und in dieser zeitintensiven Woche, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, meine liebe Freundin Gisela Schneeberger zu überraschen. Sie kam mit ihren Team zu Besuch in Mikes Kino in Prien und schwups, schon saß ich im Auto. „Beckenrand Sheriff“ die neue turbulente Komödie von Markus H. Rosenmüller. Dort angekommen war die Freude groß. Mit Gisela Schneeberger verbindet mich viel, denn sie war der Anfang meiner Idee „Stars aufs Land“ zu holen. 2017 zeigte ich in Stadtkino Trostberg den Fernsehfilm „Maria Magdalena“. Mein Exgatte Franz Xaver Kroetz hatte die damals 23-jährige für sein hochkarätig-besetztes Stück entdeckt und für die Hauptrolle engagiert. Seitdem verbindet uns eine enge Freundschaft. Herrlich, so ein Überraschungsbesuch. Freude pur. Auch wunderbar, Kinobetreiber Mike und Martina Engel nach dem langen Kinoentzug wiederzusehen!

Ausgelassene Stimmung

Im voll besetzten Kino betreten die Stars die Bühne und es menschelt. Der vielfältige Marcus H. Rosenmüller alias Rosi erzählt wie es zur rasanten Komödie kam. Für „Trautmann“ habe er zehn Jahre gebraucht, für den „Beckenrand Sheriff“ gerade mal zwei. Das gute Drehbuch von Marcus Pfeiffer und Produzentin Julia Rappold haben ihn schnell überzeugen.

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„Ich hab Dir zwar versprochen, Dich nie wieder damit aufzuziehen,“ sagt Rosi urbairisch und vertraut zu Kinochef Mike, der seinen Film „Sommer der Gaukler“ gelinde gesagt bescheiden fand, „aber als ich unseren Hauptdarsteller Milan Peschel fragte, die Rolle zu übernehmen, sagte der just wegen diesem Film zu, eben weil er den so toll fand.“

Lacher beim Publikum, es herrscht ausgelassene Stimmung bevor der Film losgeht.

In die Klamaukkiste gegriffen

Rosi hat tief in die französische Klamaukkiste à la Louis de Funès gegriffen, um überspitzt die kleine Wirklichkeit und Geschichte eines Freibads aufzeichnen – gedreht wurde im Waldkraiburger Waldbad. Er selbst sei früher, wenn er nicht schlafen konnte, ins Freibad gegangen. Dank der plätschernden Geräusche quietschender Kinder und Freude am Beckenrand, konnte er den erholsamen Schlaf nachholen.

Auch ich kann mich erinnern, wie wichtig mir in meiner Kindheit das Badria in Wasserburg war, ich hatte sogar 1978 in dem Werbespot zur Eröffnung mitgewirkt. Und dann das Prienavera, es waren immer besondere Tage im Schwimmbad, von den Pommes bis zur ersten großen Liebe alles dabei.

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Die große Liebe wächst auch bei Dimitri Abold, der sehr einfühlsam einen nigerianischen Flüchtling spielt. Großartig aber, wie immer, Gisela Schneeberger als adrett bissige Bürgermeisterin. „Die Maske hat sich an Hannelore Kohl orientiert“, verrät sie mir. Unter dem Deckmäntelchen spießiger Freundlichkeit mimt sie gekonnt Macht und Korruption der Politik. Das Publikum dankt mit anderthalb Stunden herzlichem Lachen.

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Ich liebe Kino, den magischen Raum! Beglückt fahre ich wieder heim, im Gepäck zwei Zusagen für mein Baukastenfilmfest: Gisela Schneeberger und Marcus H. Rosenmüller werden uns die Ehre geben. Juhu! Vorerst aber erwarten wir in Mikes Kino am 24. Oktober 2021 um 11 Uhr zur Lesungs-Matinee Robert und Angelika Atzorn. (red)

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