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AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Die Dorfmitte von Lappach soll schöner werden

Im Ortszentrum vom Lappach entstehen auf zwei Bauparzellen keine Häuser, sondern eine zentraler Dorfplatz.
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Im Ortszentrum vom Lappach entstehen auf zwei Bauparzellen keine Häuser, sondern eine zentraler Dorfplatz.
  • VonHermann Weingartner
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Nicht unumstritten ist die seit 2018 bereits mehrfach im Gemeinderat St. Wolfgang diskutierte Schaffung einer Dorfmitte für den Ortsteil Lappach. Der Bauausschuss hat jetzt dazu ein Bauleitfahren in der vergangenen Verfahrensrunde abgeschlossen.

St. Wolfgang –Die 1. vereinfachte Änderung des Bebauungsplans „Lappach-Mitte“ wurde in der jüngsten Sitzung nach Abwägung behördlicher und privaten Einwendungen einstimmig als Satzung beschlossen. Der Geltungsbereich des seit 2012 rechtskräftigen Bebauungsplanes ist als Mischgebiet ausgewiesen, mit ursprünglich fünf Bauparzellen auf Gemeindegrund gegenüber der Dorfwirtschaft „Obermaier“, mitten im Ort. Drei davon seien verkauft, zwei noch unbebaut. Das wurde im Rahmen der Abwägung der Stellungnahmen erläutert. Über die Verwertung der leeren Parzellen gibt’ es im Gemeinderat zwei Positionen: Verkaufen und gemeindliche Einnahmen erzielen oder eine Neugestaltung der Fläche als Ortsmitte.

Mit dem Satzungsbeschluss wird nun ein Dorfmittelpunkt geschaffen

Die Mehrheit im Gemeinderat, wie auch Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW), sprach sich für einen zentralen Platz in Lappach aus und damit auf den Verzicht von zwei Bauplätzen. Wie Gaigl im Bauausschuss bei der Bewertung der Abwägungen vortrug, werde in einer schriftlichen Stellungnahme eines Grundstückskäufers erklärt, das Grundstück sei zur Wohnbebauung erworben worden. Die Festsetzungen im Bebauungsplan entsprächen nicht einem Bebauungsplan mit der Überschrift „Mischgebiet“.

Grundzüge jetzt ganz anders

Der aktuelle Entwurf verändere die Grundzüge der ursprünglichen Planung erheblich. Einer geplanten Änderung des Bebauungsplans „Lappach-Mitte“ als „Mischgebiet“ würde keinesfalls zugestimmt. Begründung sei, dass das Grundstück zum Wohnen in einem Wohnumfeld erworben wurde und nicht in einer angrenzenden, öffentlichen Parkanlage.

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Dieser Einspruch der Grundstückseigner richte sich gegen die gemeindliche Planung von Parkplätzen und Plätzen zum Aufstellen von Festzelten, berichtete Gaigl. Hingewiesen werde, dass es in Lappach bereits genügend Parkplätze gebe. Und wer zudem eine grüne Ortsmitte wolle, der schaffe keine Parkplätze. Diese Stellungnahme wurde lediglich zur Kenntnis genommen. Der Bebauungsplan weise den Geltungsbereich als Mischgebiet aus, so Gaigl. Erst nach seiner Bekanntmachung im Juli 2012 sei der Grunderwerb erfolgt, die Festsetzung damit bekannt. Mit der neuen Planung würden die Grundstückseigentümer nicht schlechter gestellt, weil ein Spiel- oder Parkplatz im Mischgebiet zulässig sei. Einen weiteren privaten Hinweis folgte der Bauausschuss einstimmig, wonach die Kosten der Änderung nicht auf die Eigentümer der drei bereits bebauten Parzellen umgelegt werden. Die Umgestaltung der Fläche zur Dorfmitte werde aus dem gemeindlichen Haushalt finanziert.

Mit mehr Häusern steigt auch die Zahl der Kinder im Ort

In der Stellungnahme der Abteilung „Bauen und Planungsrecht“ im Landratsamt Erding wird bemängelt, dass in Bezug auf flächensparende Bauleitplanung größte Bedenken bestünden. Gefordert wurde, das Abrücken von einer Einzelhausbebauung genau zu begründen. In der Abwägung wurde formuliert, dass drei von fünf Bauplätzen bebaut seien. Mit der Planänderung soll nun die Ortsmitte gestärkt werden. Weil in unmittelbarer Nähe weitere zwölf Häuser errichtet wurden, steige die Zahl der Kinder.

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Ziel der Gemeinde sei es nun auch einen bislang fehlenden Kinderspielplatz anzubieten. Und weiter reagiere man auf fehlende Parkplätze rund um den Gemeindefriedhof und Filialkirche.

Die Untere Immissionsschutzbehörde wies darauf hin, dass wegen der nur wenige Meter vom geplanten Kinderspielplatz entfernten Bebauung erfahrungsgemäß mit Lärmbeschwerden zu rechnen sei, vor allem wenn Jugendliche den Platz nützten. Die Gemeinde habe dann für ordnungsgemäße Nutzung zu sorgen.

Der Lärm ist zu dulden

Der Lärm durch Nutzung der Stellplätze zum Kirchen- oder Friedhofsbesuch sei zu dulden. Wenn es sich aber um einen öffentlichen Parkplatz handle, bedürfe es einer immissionsschutzfachlichen Beurteilung. Die Hinweise wurden zur Kenntnis genommen.

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Nach dem aktuellem Gestaltungsplan für den Dorfplatz von Landschaftsarchitekt Max Bauer aus Wörth sollen dort auf den freien Baugrundstücken ein kleiner Spielplatz und über zehn Parkplätze entstehen. Abschließend wurde der geänderte Bebauungsplanentwurf des St. Wolfganger Ingenieurbüros Thomas Seisenberger mit den Abwägungen vom Gemeinderat einstimmig als Satzung beschlossen.

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