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Abstimmungsprobleme der Baufirmen

Die Bauarbeiten für das Wasserburger Museumsdepot stocken

Verwaiste Baustelle: Am Herder geht nicht‘s weiter.
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Verwaiste Baustelle: Am Herder geht nicht‘s weiter.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Der Neubau des Museumsdepots, das zurzeit größte Projekt des städtischen Hochbauamts, ist ins Stocken geraten. Abstimmungsprobleme zwischen den Baufirmen sind der Grund.

Wasserburg – Der Kran steht still, Arbeiter sind nicht zu sehen: Am Herder, wo Anfang März Bürgermeister Michael Kölbl zusammen mit Museumsleiterin Sonja Fehler den Spatenstich vorgenommen haben, tut sich momentan nichts – sehr zum Bedauern von Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann. Mit dem Ablauf der Baumaßnahmen ist sie „nicht zufrieden“.

Freigabe vom Statiker liegt noch nicht vor

Bei den am Bau beteiligten Firmen habe es „Abstimmungsprobleme“ gegeben, sagte sie unserer Zeitung auf Nachfrage. Gehakt hat es offenbar an der Koordination von Bauabschnitten – sprich: Bereitstellung des Ortbetons und Fertigbauteilen.

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„Die offizielle Freigabe vom Statiker liegt mir noch nicht vor“, so Herrmann. „Wir warten täglich drauf, und wenn es so weit ist, gehen die Fertigteile in Produktion.“ Bis diese Teile auf der Baustelle seien, dauere es aber noch zwei, drei Wochen.

Zeitplan ist unhaltbar

Welche Auswirkungen diese Verzögerung auf den Terminplan hat, kann Herrmann erst Mitte oder Ende August beurteilen.

Nach bisherigem Stand sollen die Baumaßnahmen zum Ende des erstes Quartals 2022 abgeschlossen sein. „Das werden wir aber nicht schaffen“, räumt die Stadtbaumeisterin ein. „Es wird wohl erst im zweiten Quartal soweit sein, das ist realistisch.“

Exponate müssen dringend ins Depot

Dabei gibt sie zu verstehen, dass die Zeit drängt: Die fürs Depot gedachten Schätze – die Rede ist von tausenden Exponaten aus der Historie von Wasserburg – seien zurzeit nicht sachgerecht untergebracht.

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Wenn im Sommer 2022 das Gebäude dann endgültig fertig ist, kann das Archivgut der Stadt aber nicht gleich einziehen.

Depot wird vor Bestückung entfeuchtet

Das Depot müsse erst entfeuchtet werden, berichtete die Stadtbaumeisterin bei einer früheren Gelegenheit. Dann werden die einzulagernden Objekte gereinigt und restauriert, bevor sie einziehen. Auf jeden Fall wird es Jahre dauern, bis alle Regale und die Galerie des Gebäudes mit seinen 1300 Quadratmetern Nutzfläche gefüllt sind.

Das Depot soll 3,7 Millionen Euro kosten, etwa eine Million Euro erwartet die Stadt nach Angaben von Kämmerer Konrad Doser als Zuschuss aus drei Töpfen: vom Freistaat, von der bayerischen Landesstiftung und von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern.

Noch im Sommer 2020 waren die Stadträte erzürnt, weil bei einigen Gewerken eine Kostensteigerung zustande kam. So musste man statt mit 3 Millionen mit rund 3,7 Millionen Euro in die Planung gehen.

Bürgermeister Michael Kölbl sagte ein halbe Jahr später zur Zeitung, eine Kostenexplosion sei nicht zu erwarten. Zudem habe sich eine Überarbeitung der Ausschreibung gelohnt.

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