Dickes Plus bei der Gewerbesteuer in Ramerberg

57,5 Prozent mehr Gewerbesteuer als erwartet kann die Gemeinde Ramerberg für das Jahr 2019 verbuchen.
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57,5 Prozent mehr Gewerbesteuer als erwartet kann die Gemeinde Ramerberg für das Jahr 2019 verbuchen.

Der Gesamthaushalt für das Jahr 2019 fällt in der Gemeinde Ramerberg größer aus, als erwartet. Im Ansatz war man von 4,5 Millionen ausgegangen, erreicht wurden aufgerundet 4,7 Millionen.

Ramerberg – Das teilte Maximilian Brockhoff, Leiter der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Rott, in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit, als er den Rechenschaftsbericht vorstellte. Der Verwaltungshaushalt beinhaltet 2,4 Millionen, der Vermögenshaushalt umfasst 2,2 Millionen. Die Schlussrechnung wurde einstimmig gebilligt.

Die Rücklageentnahme fiel für das vergangene Jahr niedriger aus, als erwartet, stellte Brockhoff zudem heraus: Statt der veranschlagten 1,6 Millionen Euro, habe man nur 1,3 Millionen benötigt. Der Zuführungsbetrag zur allgemeinen Rücklage betrug exakt 315 244,64 Euro. Der Stand der allgemeinen Rücklage (Soll) betrug zum 31.12.2019 insgesamt rund 1,1 Millionen Euro.

Verkehrsüberwachnung rechnet sich nicht

Die Gewerbesteuer verzeichnete ein dickes Plus im Jahresbericht: 57,5 Prozent mehr Einnahmen als erwartet. 141 726 Euro konnte die Kommune verbuchen. Dementsprechend hoch fiel allerdings auch die Gewerbesteuerumlage aus, die die Gemeinde an Bund und Land zu zahlen hat: Statt 18 000 Euro mussten 30 608 Euro gezahlt werden.

Die Kommunale Verkehrsüberwachung, so geht aus dem Rechenschaftsbericht hervor, rechnete sich 2019 für die Gemeinde nicht wie erhofft: Statt der erwarteten Einnahmen von 20 000 Euro wurden es nur 9 657 Euro.

Löschwassertank wurde nicht beschafft

Es habe einige Maßnahmen im Vermögenshaushalt gegeben, die zwar im Haushalt geplant waren, aber nicht durchgeführt wurden, erinnerte Brockhoff. Der neue Löschwassertank für 30 000 Euro wurde demnach noch nicht beschafft und die Kindergartenplanung, bei der man nicht so weit kam, wie man eigentlich gedacht hatte, sparte erst einmal mal 50 000 Euro in der Gemeindekasse. Für die Erschließung des Gewerbegebiets Sendling mit Wasser und Abwasser wurden jeweils zwei Haushaltsausgabereste in Höhe von jeweils 93 000 Euro gebildet, die 2019 noch nicht gebraucht wurden.

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Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt fiel um 133 621 Euro höher aus, als erwartet, insgesamt waren es 300 921 Euro. Die Liquidität war im gesamten Haushaltsjahr 2019 gegeben. Der in der Haushaltssatzung eingeräumte Kassenkredit brauchte nicht in Anspruch genommen werden.

Die Kennzahlen im Überblick

Grundsteuer A: 13 667 Euro

Grundsteuer B:100 390 Euro

Gewerbesteuer: 141 726 Euro

Einkommensteuerbeteiligung: 875 759 Euro

Personalausgaben:182 679 Euro

Gewerbesteuerumlage: 30 608 Euro

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