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Großer Abschied für eine „Institution“

20 Jahre war Ludwig Krug Revierförster: Der Wasserburger Waldflüsterer geht

Der Blick ging oft nach oben in die Wipfel der Bäume: Revierförster Ludwig Krug (rechts) im Gespräch bürger Bürgermeister Michael Kölbl (links) und dem Leiter des Liegenschaftsamtes, Robert Mayerhofer.
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Der Blick ging oft nach oben in die Wipfel der Bäume: Revierförster Ludwig Krug (rechts) im Gespräch bürger Bürgermeister Michael Kölbl (links) und dem Leiter des Liegenschaftsamtes, Robert Mayerhofer.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Im Wald ist er in seinem Element. Hier findet er die Aufgaben, die ihn erfüllen. Doch Ende November tritt Revierförster Ludwig Krug (65) nach 20 Jahren als Betreuer des 200 Hektar großen Waldbestands der Stadt Wasserburg und der Heiliggeist-Spitalstiftung in den Ruhestand.

Wasserburg – Stadt und Stadtrat bescherten Ludwig Krug am Montagabend, 11. Oktober, einen großen Abschied. Bürgermeister Michael Kölbl würdigte Krug als „Institution“. Vor dem Festessen – Rehragout im Huberwirt – ging es freilich erst einmal raus in die Natur: Nahe dem Weiler Dobl in der Gemeinde Babensham führte Krug die knapp 20 Gäste durch ein 15 Hektar großes Waldstück, wo er all das, was man über Bäume wissen muss, anschaulich erklären konnte.

Krug hat den Stadtwald robust gemacht

Themen wie der Umbau in Richtung artenreicher Mischwald, das Verjüngungsverfahren, die Entwicklung des Holzpreises, der Schaden durch Sturm, Käfer und Wildverbiss – all das kam bei der Begehung ausführlich zur Sprache. An ihr nahmen neben dem Bürgermeister dessen Stellvertreter Werner Gartner und Edith Stürmlinger, Verantwortliche der Stadtverwaltung sowie zahlreiche Stadträte teil.

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Mit dabei war auch Krugs Chef Marius Benner, Bereichsleiter im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Sie alle erlebten einen Förster, der sein Fachwissen leicht verständlich, kurzweilig und humorvoll vermittelte.

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„Der Wald ist ein mächtiger Faktor in der Klimadiskussion“, sagte Krug. Und vom Stadtwald könne man viel lernen: „Er ist enorm vielschichtig.“ Der Stadtwald wurde unter Krug umgebaut in einen Mischbestand, der robuster ist als die frühere Monokultur. Krug ist Diplomforstingenieur, studiert hat er in den 70er Jahren in Weihenstephan.

„Wald ist eine Herzensangelegenheit“

In seiner Festansprache dankte Kölbl dem scheidenden Betriebsleiter in den Wasserburger Waldungen für dessen „überdurchschnittliches Engagement“ bei der Bewirtschaftung und dafür, dass die Zusammenarbeit mit ihm stets problemlos und herzlich geklappt habe. „Diese Aufgabe war für Krug Auftrag, eine Selbstverständlichkeit. Und auch eine Herzensangelegenheit.“ Er habe eine Vision gehabt.

Frische Luft als Ausgleich zum Büro

Unter dem Gelächter der Zuhörer zitierte Kölbl die Worte, mit der der künftige Ruheständler einst seine Arbeit beschrieb: „Die erfrischende Waldluft hat mir oft die Kraft gegeben, die zunehmende Komplexität der Verwaltungsprozesse zu vergessen, und sie hat mir erlaubt, einfach mal wieder Förster sein zu dürfen.“

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Neben den Lobesworten gab es für Krug auch Geschenke: Unter anderem ein Wasserburg-Bild aus der Sammlung Joa und einen Gutschein für einen Rundflug. Sichtlich bewegt sagte der Geehrte: „Der Wald, das war seit jeher der Ort für meinen Traumberuf.“ Er habe vor, „in geringem Umfang“ weiter für die Stadt Wasserburg zu arbeiten. Zunächst einmal wird er seinen Nachfolger einarbeiten - Tobias Büchner aus Babensham, der am 1. Dezember sein Amt antritt.

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