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Busverkehr im Halbstundentakt

Der Wasserburger Stadtbus wird schneller und komfortabler

Haltestelle Marienplatz: Beim Frühlingsfest gibt es sie in der Regel übergangsweise schon.
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Haltestelle Marienplatz: Beim Frühlingsfest gibt es sie in der Regel übergangsweise schon.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Der Wasserburger Stadtbus gibt Gas: Er fährt ab Februar 2022 im Halbstundentakt. Doch er soll nicht nur schneller werden, sondern auch komfortabler: Deshalb werden auch die Haltestellen einer Schönheitskur unterzogen. Der Bauausschuss beschloss einstimmig Sanierungen. Das sind die Pläne.

Wasserburg – Die Vergabe an ein Busunternehmen ist erfolgt, es klappt mit dem vom Stadtrat gewünschten Halbstundentakt, berichtete Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) im Ausschuss. Wer den Zuschlag erhalten hat, werde er demnächst bekannt geben, teilte Kölbl mit.

Nur zwei Standorte sind barrierefrei

Die Stadt will in diesem Zusammenhang die Bushaltestellen aufhübschen. 55 gibt es in Wasserburg, 23 fährt der Stadtbus an. Doch nur zwei davon sind barrierefrei: der Busbahnhof in der Altstadt und am Bahnhof Reitmehring. An den anderen Haltestellen hapert es auf mehrfache Weise: Die Hochborde, die ein stufenloses Ein- und Aussteigen ermöglichen, sind zwar oft vorhanden, weisen aber nicht die Mindesthöhe von 18 Zentimetern auf.

Die Aufstellflächen für den Bus sind zum Teil zu klein, es fehlen Dächer als Witterungsschutz, die Lage im Straßenraum ist nicht immer optimal. Es gibt also noch viel zu tun, damit der Stadtbus nicht nur schneller wird, sondern auch komfortabler für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Dabei denkt die Stadt nicht nur an Bürger mit Behinderung, sondern auch an Mütter und Väter, die einen Kinderwagen oder Buggy schieben – und an ältere Menschen, die sich schwer tun, große Abstände zwischen Straße und Einstieg in den Bus zu überwinden.

Haltestellen Badria und Priener Straße sind noch 2021 dran

Die größten Probleme gibt es beim Badria, an der Priener Straße stadteinwärts, an der Ponschabaustraße beidseitig, beim Wohnheim des Inn-Salzach-Klinikums, an der Kirche St. Konrad, an der Watzmannstraße und an der Max-Emanuel-Kapelle Richtung Bahnhof.

Der Bauausschuss beschloss einstimmig, die Haltestellen Badria und Priener Straße noch 2021 umzubauen. Die Haushaltsmittel sind bereits vorhanden.

An der Priener Straße (zwischen den beiden Kreiseln) wird stadtauswärts mangels Bedarf kein Häusl aufgestellt, stadteinwärts schon. Hier wird der Hochbord auf die notwendigen 18 Zentimeter erhöht. Die Kosten dieser und weiterer Maßnahmen an dieser Stelle betragen etwa 60.000 Euro.

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Auch die Haltestelle am Badria wird ein Wartehäuschen bekommen. Außerdem lässt die Stadt den Standort umfangreich sanieren. Ein Baum muss weichen. Gesamtkosten: 95 000 Euro.

In einem schlimmen Zustand befindet sich die Haltestelle am Wohnheim in Gabersee. Hier ist die Situation laut Ingenieurbüro besonders schwierig. Der Weg zur Haltestelle ist in einem schlechten Zustand, auch die Rampe zur Unterführung. Von einer möglichen Verlegung der Haltestelle Richtung Reitmehring nahm der Ausschuss Abstand. Die beiden Haltestellen sollen sich genau gegenüberliegen – zur besseren Orientierung für Ortsfremde.

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Fast 500.000 Euro wird die „Mordsbaustelle“, so der Planer, verschlingen. Doch der Bauausschuss legte den Finger noch in eine andere Wunde: Seit Jahren kämpft die Stadt bei den zuständigen Behörden darum, dass der Bus auch direkt von der Bundesstraße aus über das Gelände des Bezirks den Haupteingang des neuen Großklinikums anfahren darf – bisher erfolglos.

Christian Stadler, Fraktionsvorsitzender der Grünen, Friederike Kayser-Büker, Fraktionsvorsitzende von SPD und Linker Liste, und Wolfgang Schmid für die Fraktion von CSU-Freie Wähler-Wasserburger Block, sowie Norbert Buortesch (Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg-ÖDP) machten ihrem Unmut Luft. Hier will die Stadt weiter Druck machen, es sei nicht hinnehmbar, hieß es einhellig. Buortesch forderte in diesem Zusammenhang für die jetzt zu sanierenden Bushaltestellen an der B 304 eine Temporeduzierung auf 70 und ein Überholverbot. Auch hierfür will sich die Stadt stark machen.

Marienplatz: Betrieb auf Probe verschoben

Der Ausschuss verschiebt jedoch den Probebetrieb für eine Haltestelle am Marienplatz – unter anderem, weil die Pandemie derzeit dafür sorgt, dass der Bus weniger genutzt wird. Der Ausschuss will die Umstellung auf den Halbstundentakt außerdem abwarten. Während der Anfangsphase des Neustarts soll nicht experimentiert werden.

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Außerdem gilt es für diese zentrale Haltstelle in der Stadtmitte noch zahlreiche Überlegungen zu treffen: Es geht um Kombinationslösungen mit dem Heiserer- und dem Max-Emanuel-Platz sowie der Tränkgasse. Die genaue Situierung für den Probebetrieb im Bereich rund um den Marienplatz soll jedoch im Herbst entschieden werden. Barrierefrei sollen die Arkaden erreicht werden, so das Ziel, das Kayser-Büker jetzt in der dritten Wahlperiode ansteuere, sagte sie sichtlich genervt..

Ticketverkauf hält auf

Wirtschaftsreferent Christoph Klobeck (CSU) sieht für die Verbesserung des Stadtbusses noch einen weiteren zu bedienenden Hebel: den Ticketverkauf im Bus. Er halte den Betrieb auf, störe die Schnelligkeit.

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