Vergünstigungen in vielen Bereichen

Bilanz ein Jahr nach dem Start: Der Wasserburg-Pass hat sein Ziel erreicht

Mehr Bürger sollen den Wasserburg Pass nächstes Jahr beantragen, das wünscht sich Gerlinde Scheitzeneder vom Amt für Soziales.
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Mehr Bürger sollen den Wasserburg Pass nächstes Jahr beantragen, das wünscht sich Gerlinde Scheitzeneder vom Amt für Soziales.
  • Sophia Huber
    vonSophia Huber
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Der Wasserburg-Pass feiert Geburtstag. Ein knappes Jahr ist es nun her, seit der Familienpass Wasserburg in den Wasserburg Pass umgewandelt wurde. Grund genug einmal nachzufragen, hat es sich denn gelohnt? Gerlinde Scheitzeneder vom Amt für Soziales in Wasserburg beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja.

Wasserburg – „Wir hatten zwar nicht die Explosion an Anträgen, wie wir erhofft und vielleicht auch erwartet haben, aber ich bin trotzdem zufrieden“, sagt Scheitzeneder. Vor allem die Entwicklung der Anträge durch Einzelpersonen sei positiv. „Die Einführung des Wasserburg Passes hatte das Ziel die Angebote für Einzelpersonen zu erweitern und das haben wir erreicht.“ Insgesamt wurden 78 Pässe von Einzelpersonen beantragt, Tendenz steigend.

Vergünstigungen sind attraktiv

Für seine Besitzer bietet der Pass Vergünstigungen unter anderem in den Bereichen Schule, Kultur und Gesundheit. Er kann einkommensunabhängig beantragt werden, wenn Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, dem Wohngeldgesetz oder Asylbewerberleistungesetz bezogen werden oder ein Kind mit Schwerbehinderung im Haushalt lebt. Eine einkommensabhängige Beantragung ist möglich, wenn dieses einen bestimmten Wert nicht übersteigt.

„Was mich besonders gefreut hat, sind die vielen einkommensunabhängigen Anträge“, so Scheitzeneder. „Insgesamt kommen wir damit auf 460 Pässe.“

Einschränkungen durch die Pandemie

Durch die Pandemie habe auch der Arbeitskreis des Wasserburg Pass und das Amt für Soziales Einschränkungen erlebt. „Bisher haben sehr viele Familien den vergünstigten Eintritt ins Badria genutzt, das war dieses Jahr natürlich nicht oder nur eingeschränkt möglich.“ Der Mangel an Kulturveranstaltungen habe sich auch in den Antragszahlen niedergeschlagen. „Die Anzahl an Familien, die den Pass beantragt haben, hat dieses Jahr stagniert.“

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Scheitzeneder vermutet, dass dafür auch die fehlende Werbung verantwortlich ist. „Normalerweise gehen wir immer in die Schulen, zum Beispiel zu den Elternabenden und verbreiten unser Angebot. Das ging dieses Jahr nicht.“ Generell seien viel weniger Bürger zu ihr ins Sozialamt gekommen. „Zum Teil war hier gar nichts mehr los.“

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Trotzdem, Scheitzeneder blickt positiv auf das erste Jahr des Wasserburg Passes zurück. „Die neuen Angebote, die wir hinzugefügt haben, wurden gut angenommen.“ Insbesondere der Zuschuss für Personalausweise, der Zuschuss bei Verhütungsmitteln, die Zuzahlungsbefreiung für Medikamente und die Jahreskarte für den Wasserburger Stadtbus traf auf große Resonanz. „Da haben wir auch schon überlegt, ob man die Bahn mit in das Angebot aufnimmt, aber beschlossen ist noch nichts.“

Aufruf: Beantragen Sie den Pass!

Generell hieße es jetzt erst einmal abwarten. „Wegen der Pandemie und dem eingeschränkten Angebot ist es schwierig für uns nachzujustieren und eventuell neue Angebote aufzunehmen. Wir wissen einfach nicht, wo der Bedarf ist.“ Scheitzeneder hofft, dass dies im nächsten Jahr klarer sein wird. „Natürlich wollen wir den Wasserburg Pass immer besser machen und so viele Bedürfnisse wie möglich abdecken.“

Darum hofft sie, dass der Wasserburg Pass nächstes Jahr von noch mehr Bürgern beantragt wird. „Je mehr Menschen den Antrag stellen, desto besser können wir werden.“ Anträge für nächstes Jahr könnten auch schon jetzt gestellt werden. „Unsere Nachricht ist, die Menschen sollen den Pass trotz allem beantragen. Es gibt viele Leistungen, die wir auch in Pandemiezeiten bieten können.“

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