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Ungewöhnliche Tierliebe

Der „teuerste Sperling der Welt“ lebt in Isen

Auf den Arm nehmen lässt sich Sperling „Flori“ von Gabriele Gaube anstandslos. Der Spatz verdankt der Vogelfreundin sein Leben.
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Auf den Arm nehmen lässt sich Sperling „Flori“ von Gabriele Gaube anstandslos. Der Spatz verdankt der Vogelfreundin sein Leben.

Dass man beim Einkaufen auf den Hund des Ladenbesitzers trifft, ist nichts Neues. Im Sanitätsgeschäft von Gabriele Gaube in Isen allerdings wird der Kunde von einem frechen Sperling begrüßt.

von Anne Huber

Isen – Im vergangenen Sommer hatte Geschäftsinhaberin Gaube den Haussperling gefunden. „Er muss aus dem Nest gefallen sein und hatte kaum Federn“, erinnert sie sich. Doch der kleine Spatz musste nicht nur mit Spezialnahrung aufgepäppelt werden; sein Oberschenkel war auch gebrochen.

„Flori“ teilt sein Zuhause mit Hund und Katz

Mehrmals ist Gaube deshalb mit dem kleinen Vogel zu einer Vogeltierärztin nach Unterhaching gefahren, um ihn operieren zu lassen. „Sein Beinchen ist nicht ganz korrekt zusammengewachsen, was ihn aber nicht stört“, sagt sie. „Inzwischen ist er vermutlich der teuerste Sperling der Welt.“

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Dass ausgerechnet Gaube sich des kleinen Vogels angenommen hat, war für das Tier ein großer Glücksfall. Denn die Ladenbesitzerin aus Isen ist eine Vogelexpertin, die gerne auch von der Wildvogelabteilung des Tierheims in Riem kontaktiert wird. In ihrem Garten steht eine Voliere, in der sie junge Krähen aufzieht. Auch eine verletzte Misteldrossel hat sie schon einmal wieder gesund gepflegt.

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Im Moment teilt sich „Flori“, wie Gaube den Sperling getauft hat, sein Zuhause mit drei Katzen, zwei Hasen und einem Hund. Auch der Hund und eine Katze sind nicht ganz gesund und brauchen eine spezielle Behandlung. „Gesunde Tiere kann jeder halten“, meint Gaube.

Flori wird behautsam ausgewildert

Behalten wird sie „Flori“ freilich nicht. Wenn es warm genug ist, will die Tierfreundin beginnen, ihn behutsam auszuwildern. Schon jetzt gewöhnt sie den Spatz an andere Vögel, stundenweise kommt er in einen Käfig innerhalb der Krähenvoliere.

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Bis dahin assistiert der kleine Spatz gelegentlich im Laden. „Die Leute sind entzückt, wenn er sich auf ihre Schulter setzt und halten dann beim Ausmessen ganz still“, erzählt Gaube. Ist der kleine Sperling müde, kuschelt er sich in Gaubes Armbeuge, wenn sie am Computer arbeitet. Gar nicht leiden kann der zahme Sperling, wenn Gaube in den Nebenraum geht. Dann flattert er gleich hinterher.

Frei fliegen darf der gefiederte Freund im Laden und im Haus

Frei fliegen darf er nicht nur im Sanitätsgeschäft, in ihrer Wohnung hat „Flori“ das ganze Badezimmer für sich. Auch die Autowerkstatt ihres Mannes besucht der Sperling regelmäßig, um sich immer wieder auf Schulter oder Kopf seiner Lieblingsmenschen niederzulassen.

Einen Vogel ausnahmsweise auf dem Kopf

„Mein Mann sagt, manche haben einen Vogel im Kopf, ich hab meinen auf dem Kopf“, sagt Gabriele Gaube und lacht.

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