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VIELE INVESTITIONEN GEPLANT

Der Schonstetter Haushalt ist mit 6 Millionen Euro Gesamtvolumen ungewöhnlich hoch

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  • VonMartin Voggenauer
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Einstimmig hat der Schonstetter Gemeinderat den Haushalt für dieses Jahr verabschiedet. Er hat ein außergewöhnlich hohes Gesamtvolumen von gut sechs Millionen Euro. Denn heuer sind gewaltige Investitionen geplant, zum Beispiel für das neue Feuerwehrhaus.

Schonstett – Bei den Investitionen nannte Kämmerer Marco Binder allein 960.000 Euro für den Neubau des Feuerwehrhauses in diesem und weitere 651.000 Euro im nächsten Jahr.

Der Verwaltungshaushalt umfasst eine Höhe von 2.429.000 Euro, der Vermögenshaushalt beträgt 3.650.000 Euro. In den Folgejahren wird sich der Haushalt wieder annähernd halbieren, prognostizierte Kämmerer Binder in seinem Haushaltsbericht. Er war umfassend im Finanzausschuss des Gemeinderates vorberaten worden.

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Eine Haushaltsdebatte gab es deshalb nicht.

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Einige Investitionen, die im Etat stehen, betreffen bereits abgeschlossene oder kurz vor der Beendigung stehende Maßnahmen – etwas für den Regenwasserkanal mit 511.300 Euro sowie für die Schmutzwasserleitung mit 383.300 Euro für das Baugebiet Schonstett Süd sowie die Einrichtung beziehungsweise den Umbau des Dorfladens mit 124.450 Euro.

65.000 Euro für Waldkindergarten

Die Verlegung der Hauptstraße beim Gewerbegebiet ist mit 207.000 Euro, die Überarbeitung des Brandschutzkonzepts für den Kindergarten mit 37.500 Euro sowie die Einrichtung einer Waldkindergartengruppe mit 65.000 Euro veranschlagt, teilt der Kämmerer im Gemeinderat mit. Für den Geh- und Radwegbau sind von Schonstett zum Gewerbegebiet 42.000 Euro und von Murn nach Amerang 31.500 Euro vorgesehen, heißt es in seinem Bericht.

Die Erstellung des Glasfaseranschlusses am Rat- und Schulhaus schlage mit 37.900 Euro, die Anlage eines Spielplatzes im Baugebiet mit 31.000 Euro zu Buche. Die Sanierung des Auslaufes am Schönungsteich der Kläranlage koste 70.000 Euro und für die Sanierung des Regenwasserkanalnetzes seien 100.000 Euro vorgesehen. Letztere wird den Haushalt in den Folgejahren belasten – auch für 2022 und 2023 sind dafür jeweils 100.000 Euro eingestellt, berichtete Binder.

Schulden wachsen auf 1.597.000 Euro an

Diese und weitere Maßnahmen werden den Schuldenstand nach seinen Angaben von 766 850 Euro Ende vergangenen Jahres auf dann 1,597 Millionen Euro hochkatapultieren.

Die Pandemie bremst

Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt setzen sich zusammen aus der Einkommenssteuerbeteiligung in Höhe von 750.000 Euro, der Umsatzsteuerbeteiligung mit 92.000 Euro, der Gewerbesteuer mit 450.000 Euro, aus Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb mit 576.000 Euro, der Grundsteuer A und B mit 121.000 Euro sowie Zuweisungen und der Schlüsselzuweisung mit 177.000 Euro sowie einer Zuführung vom Vermögenshaushalt in Höhe von 172.000 Euro.

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Aufgrund der guten Steuerkraft in den Vorjahren sinken die Zuweisungen um 120.000 Euro gegenüber dem Vorjahr und auch die Pandemie verursacht „Bremsspuren“ bei der Gewerbesteuer mit einem minus 18 Prozent gegenüber 2020. Bei der Einkommenssteuerbeteiligung erwartet die Kämmerei gegenüber 2019 einen Rückgang von fünf Prozent.

Grundstücke für Einheimische

Der Vermögenshaushalt wird „gespeist“ von Investitionszuweisungen in Höhe von 610.000 Euro, der Veräußerung von Anlagevermögen (Grundstücke für Einheimische) von 452.000 Euro, Beitragseinnahmen von 35.000 Euro und sonstige Zuschüsse von 59.000 Euro.

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Aus der Rücklage sollen etwa eine Million Euro entnommen werden, so Binder. Es sei eine Kreditaufnahme in Höhe von 960.000 Euro geplant.

Größter Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt ist die Kreis- und Verwaltungsgemeinschafts-Umlage mit 965.000 Euro, wobei letztere mit einem kräftigen Anstieg um annähernd 23.000 Euro nun mit 206.400 Euro zu Buche schlägt. Dagegen fällt die Gewerbesteuerumlage mit 58.000 Euro fast bescheiden aus.

Zinsen machen 16.000 Euro aus

Für Zuweisungen und Zuschüsse sind 693.000 Euro und für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand 557.000 Euro zu „berappen“. Fürs Personal werden 139.000 Euro und für Zinsen 16.000 Euro ausgegeben. Die Mindestrücklage beträgt am Ende dieses Jahres 23.700 Euro, die allgemeine Rücklage 519.950 Euro.

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Die Kassenlage im Vorjahr war äußerst positiv, man verfügte beständig über ein Guthaben von einer Million Euro und mehr – dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme. Die Steuersätze bleiben unverändert und betragen bei der Grundsteuer A 310 von Hundert und bei der Grundsteuer B sowie der Gewerbesteuer 320 von Hundert.

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