Zusätzliche Kita-Gruppe: Der Engpass bei der Kinderbetreuung in Pfaffing ist behoben

Evi Berger und Anna-Marie Reuter (rechts) richten die Zimmer für den zusätzlichen Kinderbetreuungsraum ein. Die Lösung ist auf drei Jahre ausgelegt.
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Evi Berger und Anna-Marie Reuter (rechts) richten die Zimmer für den zusätzlichen Kinderbetreuungsraum ein. Die Lösung ist auf drei Jahre ausgelegt.
  • vonKarlheinz Günster
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Innerhalb weniger Monate gelang es der Gemeinde Pfaffing, eine zusätzliche Kindergartengruppe ins Leben zu rufen. Bis zuletzt wurde noch eingeräumt, bereits am Montag, 28. September, soll der Betrieb starten.

Pfaffing – Erfreut und erleichtert ist Bürgermeister Josef Niedermeier. Denn dieser Engpass in der Kinderbetreuung erwartete ihn gleich zu Beginn seiner neuen Amtszeit. Weil keine verbindliche Antwort aus dem Ordinariat zur Sanierung mit Vergrößerung des bestehenden katholischen Kindergartens vorliegt, war die Gemeinde in der Pflicht und musste eine Zwischenlösung finden. Zur Diskussion stand unter anderem eine Variante mit Containern oder ein Waldkindergarten, der jedoch in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar ist. Als Favorit stellte sich die Schule heraus. Denn dort verfügt das Dachgeschoss über einen Zugang, lediglich die Außentreppe ist als Fluchtweg zu verlängern, das war die erste Möglichkeit.

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Zusammen mit Planer, Schule, Hort, Mittagsbetreuung, Kindergarten und Gemeindeverwaltung sind mehrere Varianten durchgespielt worden, erklärte Bürgermeister Niedermeier vor Ort. Letztlich blieb der Werkraum übrig, denn der verfügt auch über einen extra Eingang. Ursprünglich sollte der Werkraum in den Dachboden ausweichen, fand aber mittlerweile einen anderen Platz. Nun sind an dessen Stelle vier Räume für 20 Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren in einer Mischgruppe entstanden. All das ging in kurzer Zeit mit schneller Abstimmung untereinander, freut sich der Bürgermeister, der dabei auch auf die Unterstützung des Gemeinderates bauen konnte.

Gemeinde hat jetzt einen eBay-Account

Viele Arbeiten hat aufgrund der ausgelasteten Firmen der Bauhof erledigen können. Gesucht wird allerdings noch eine Fachkraft, die seien „sehr schwer zu finden“ bekommen, weiß Evi Berger vom Kindergarten, die zusammen mit Anna-Marie Reuter Möbel im Gruppenraum und im sogenannten Entdeckerraum einrichtet. Für sie ist diese Zeit „bissl chaotisch, aber das wird schon“, zeigt sie sich zuversichtlich. Das Dachgeschoss wird trotzdem genutzt, aber später. Jetzt ist dort ein Ablageort für Ausrangiertes, dass über den Winter leer zu räumen ist, „die Gemeinde hat jetzt einen eBay-Account“, erklärt Bürgermeister Niedermeier. Damit wird vieles davon, Möbel oder Spiele, verkauft. Damit ist der Weg frei für eine Ganztagsschule, deren Kommen in den nächsten Jahren absehbar ist und die in Form eines Lernhauses als neues Konzept vorgesehen ist.

Auch im katholischen Kindergarten geht es weiter, denn den Ausbau mit Sanierung ersetzt diese Maßnahme nicht, sondern ist erst einmal auf drei Jahre ausgelegt.

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