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Nahversorgung für Reichertsheim

Der Dorfladen Ramsau ist „ein Geschenk für die ganze Gemeinde“

Die Ramsauer und Reichertsheimer sind glücklich über die Nahversorgung durch ihren Dorfladen. Unser Bild zeigt Verkäuferin Fanny Mangstl in ihrem Element.
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Die Ramsauer und Reichertsheimer sind glücklich über die Nahversorgung durch ihren Dorfladen. Unser Bild zeigt Verkäuferin Fanny Mangstl in ihrem Element.
  • VonAnna Wimmer
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„Bisher haben wir so viel geschafft, so dass wir uns von Corona nicht unterkriegen lassen“, sagt Christian Gäßl, Vorstand der Dorfladen-Genossenschaft Ramsau, bei der Generalversammlung. Trotz der Pandemie sei 2020 der Umsatz gestiegen und der Jahresabschluss verzeichnet einen Gewinn von 4759 Euro.

Von Anna Wimmer

Reichertsheim – Liebend gern kaufen die Betreuten der Wohngemeinschaften der Stiftung Ecksberg in Reichertsheim selbst im Ramsauer Dorfladen ein. Wegen des Pandemiegeschehens ging das im Jahr 2020 nicht immer, so dass die Mitarbeiter des Ladens die Sammelbestellungen zusammen stellten.

Das Jahr 2020 war für den Laden auch eine Herausforderung, doch der Umsatz ist gestiegen und im Jahresabschluss ist ein Gewinn von 4759 Euro verzeichnet. Dies war Thema auf der Generalversammlung der Dorfladen-Genossenschaft Ramsau im Gasthaus Baumgartner. Aus dem Aufsichtsrat berichtete Christian Gäßl.

Betreute der Stiftung sind treue Kunden

Gerade die Wohngemeinschaften der Stiftung Ecksberg in Ramsau haben wegen Corona alle Lebensmittel im Dorfladen eingekauft – und sind wichtige Kunden.

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Im Bericht der Vorstandschaft gab Martha Huber erst einen Rückblick und erläuterte, dass die Verkäuferinnen seit Corona die Bestellungen der Wohngemeinschaften bekamen und zusätzlich zur normalen Arbeit alles zusammensuchten und bereit stellten.

Nun dürfen auch die Betreuten wieder zum Einkaufen im Dorfladen dabei sein und die Gruppen kaufen wieder viel hier selbst ein. Huber betonte, wie diszipliniert die Kunden mit Blick auf Corona mit Masken und Abstand weiterhin seien.

Verkaufsteam sucht Verstärkung

Die Inventur konnte deshalb Anfang Januar in zwei Tagen durchgezogen werden und war entspannter, so dass sie weiterhin so ablaufen soll.

Highlights waren 2020 coronabedingt nicht möglich. Jetzt könnte der Kaffeeklatsch je nach Platz wieder im Laden einkehren, so Huber. Das Personal aufzustocken, ist der Genossenschaft schon länger ein Anliegen, denn die Verkäuferinnen arbeiten immer länger als sie vorhaben. Wegen Personalmangels war im August der Laden nachmittags geschlossen und im Oktober ist am Freitagnachmittag zu. Ziel sei jedoch die bisherigen Öffnungszeiten beizubehalten und Verstärkung für das Team zu finden.

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Auch Neukunden werden unter den neuen Einwohnern Ramsaus geworben, denn so eine Nahversorgung im Dorf zu haben, sei ja nicht selbstverständlich. Im vergangenen Jahr waren es drei neue Mitglieder in der Genossenschaft, bis dato sind sie auf sieben gestiegen. Bargeldloses Bezahlen ist nun ebenfalls möglich.

„Ein großer Dank geht ans Team, denn jede Verkäuferin ist sehr engagiert, motiviert und zusätzlich ehrenamtlich aktiv und alle halten gut zusammen“, so Vorstand Martha Huber. Ebenso dankte sie Geschäftsführerin Monika Peckmann, „die viel Energie in den Laden steckt, viele Ideen hat, bei der alle Fäden zusammenlaufen“ Diese Frau stemme auch viel an Verantwortung. Auch allen ehrenamtlichen Helfern dankte sie – von den Kuchenbäckerinnen, den Fahrdienstleistenden. „Natürlich auch Maria für das Einsortieren von Lieferungen, Angelika und Bärbel für die äußere Gestaltung, Hedda für das Bücherregal, Sepp für seinen Hausmeisterdienste sowie allen Kunden, darunter vielen Handwerkern, dem Sportverein und dem Kloster.“

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Martha Huber appellierte: „Unterstützt den Dorfladen weiterhin, so dass es ihn in zehn, 20, 30 Jahren immer noch gibt.“ Sie betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat.

Im Anschluss entlastete die Versammlung den Vorstand und den Aufsichtsrat jeweils einstimmig. „Ohne euren Einsatz würde es den Dorfladen nicht geben“, so Aufsichtsrat Christian Gäßl, „wir können uns glücklich und können die ehrenamtliche Arbeit nicht hoch genug schätzen“.

Als Dividende ein Stück Butter

Bürgermeister Franz Stein schloss sich dem an und bezeichnete den Dorfladen als „echtes Geschenk auch für die ganze Gemeinde“. Stein leitete die Wahlen, dabei wurden Monika Peckmann, Martha Huber und Steffi Duschl jeweils einstimmig als Vorstand wiedergewählt. Für den Aufsichtsrat schied turnusgemäß Julia Hampl aus und wurde einstimmig wiedergewählt.

Christian Gäßl sagte, „bisher wurde so viel geschafft, man darf sich von Corona nicht unterkriegen lassen“. Jeder Anwesende erhielt als kleine Dividende ein Stück Butter.

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