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GROßBAUSTELLE

Der Burgherr von Wasserburg ist zufrieden

Hoch gelegener Arbeitsplatz: das Dach der Burg. G
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Hoch gelegener Arbeitsplatz: das Dach der Burg. G
  • vonKarlheinz Günster
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Früher fertig als gedacht und wahrscheinlich auch noch billiger als prognostiziert: Das ist eine gute Nachricht von Wasserburgs historisch bedeutendster Baustelle: der Burg. Ein Baustellenbesuch.

Wasserburg – Von außen fällt vor allem das neu eingedeckte Dach auf, dafür sind eigens Biberschwanzziegel gebrannt worden, erklärte Rudi Schiller für die Kreishandwerkerschaft Rosenheim, die das Gebäude 2005 gekauft hatte und seit 2015 renoviert. Der Zimmerermeister mit eigenem Betrieb in Soyen ist Kreishandwerksmeister und technischer Leiter dieser Baustelle.

Die Kreishandwerkerschaft habe auch Glück mit den Betrieben gehabt, die seien alle aus der Region; zudem habe die Kreishandwerkerschaft Synergien genutzt, ergänzt Diana Krichbaumer vom Architekturbüro Rieger aus Kraiburg. Denn Spengler-, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten übernahm eine einzige Firma.

500 Jahre alter Dachstuhl birgt Überraschungen

1,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant, derzeit liege die Bauherrin um acht Prozent unter den Kosten, erklärt Schiller. Doch abschließend könne man diese Bilanz noch nicht festklopfen, denn bei einer solchen Baustelle mit einem 500 Jahre alten Dachstuhl und noch älteren Mauern gebe es immer wieder Überraschungen; so auch auf dem dreigeschossigen Dachboden, der früher Getreide beherbergte. Dieses war zu schwer und forderte vor Jahrzehnten schon einmal eine Stabilisierungsmaßnahme. Jetzt habe man das Thema wieder aufgegriffen und Balken abgestützt und dabei auch feucht gewordene Hölzer ausgetauscht und teilweise verkleidet.

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Das alte Holz war unbehandelt, somit fiel kein Sondermüll an. Von der aktuellen Rohstoffknappheit sei die Kreishandwerkerschaft glücklicherweise verschont geblieben, so Schiller, die Lage in diesem Bereich habe sich erst später verschärft. Corona sei auch kein Thema gewesen, es gab keine Erkrankung und daher keine Ausfälle. Lediglich beim Austausch mit dem Denkmalschutzamt habe man improvisieren müssen und mangels Besuchsmöglichkeiten vor Ort dann laufend Berichte nach München geschickt.

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69 Plätze für Senioren gibt es beim Mieter, dem Betreuungszentrum Leitmannstetter. Davon sind 19 aufgrund der Bauarbeiten nicht belegt. In diesem Bereich sind die Räume saniert worden. Fenster wurden erneuert oder ausgebessert, wobei die Bestrebung war, möglichst viel originalgetreu zu erhalten. Vorhandene Fenster, erklärte Diana Krichbaumer vom Architektenbüro, habe man teilweise mit Dichtungen versehen können und für eine bessere Dämmung auch einmal zum Kastenfenster mit einem zweiten Flügel auf der Innenseite umgebaut. Fünf Bäder sind neu, alles ist behindertengerecht zugänglich, und auch die Anforderungen des Brandschutzes sind erfüllt, berichtet der Bauherr.

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Maler sind noch außen und innen zugange, sodass im August die Räume wieder benutzbar sein sollen. Die Aussicht aus einem der Zimmer mit dem Inn im Vordergrund und der einmaligen Übersicht sucht seinesgleichen.

1,5 Millionen Euro für Dach und Fassade

Die Kosten von 1,5 Millionen Euro für die aktuellen Maßnahmen an Dach und Fassade werden voraussichtlich nicht überschritten. Die Städtebauförderung legt 90 000 Euro dazu, die Stadt selber 60.000 Euro, und aus dem Entschädigungsfonds des Denkmalschutzes kommen 756.000 Euro, teilt die Kreishandwerkerschaft mit.

Aktuell in Arbeit auf der Wasserburger Burg : der Teil des Daches mit den hellroten neuen Ziegeln.
Rudi Schiller und Diana Krichbaumer besprechen Arbeitsschritte.
War wohl der Dachdecker: „Im 17. Oktober Dach ausgebessert, Walter Mörwald 1902, Wasserburg am Inn.“
Ein fast fertiges Zimmer mit herrlicher Aussicht. auf den Inn.
Balken auf dem Dachstuhl werden mit Eisenwinkeln entlastet.

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