Der 22. Gartlertag in St. Wolfgang wird auf nächstes Jahr verschoben

St. Wolfgangs Apfelkönigin Raphaela Müller (vorne) ohne Zepter und Krone beim Arbeitseinsatz in der Streuobstwiese.
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St. Wolfgangs Apfelkönigin Raphaela Müller (vorne) ohne Zepter und Krone beim Arbeitseinsatz in der Streuobstwiese.

Corona hat den Jahresplan des Gartenbauvereins St. Wolfgang durcheinandergewirbelt. Statt dem Gartlertag gibt es einen Obst- und Gemüsemarkt. Für das Saftpressen musste ein Hygienekonzept entwickelt werden. Die Jugend wurde gebremst und auch die elfte St. Wolfganger Apfelkönigin Raphaela I. Müller konnte bislang das heimische Obst und den Verein nicht repräsentieren.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – Der Vorstand vom Gartenbauverein St. Wolfgang habe mehrere Themen diskutiert, berichtete Gartlerchef Rudi Brand im Gespräch mit unserer Zeitung. So wurde beschlossen, den 22. Gartlertag auf nächstes Jahr zu verschieben. Die Veranstaltung am Schulgelände und in der Goldachhalle, mit bis zu 2000 Besuchern, durchzuführen wäre wegen Corona organisatorisch unmöglich gewesen. Als Ersatz werde es am 3. Oktober, „einen kleinen Obst- und Gemüsemarkt“ im Vereinsheim der Gartler geben, kündigte Brand an. Dort werde es nur Marktstände des Gartenbauvereins geben. Nur die eigenen Produkte, wie etwa Obst aus der Streuobstwiese, verschiedene Apfelprodukte, Sauerkraut oder Gemüse aus dem eigenen Vereinsgarten der Kinder- und Jugendgruppe, werden angeboten. Die Pflanzentauschbörse werde nicht fehlen und sollten es die Platzverhältnisse zulassen, könnten noch weitere Marktinteressenten aus der Gemeinde St. Wolfgang, ausschließlich mit eigenem Obst, Gemüse oder Folgeprodukten dazukommen.

Viel Redebedarf

„Viel Redebedarf“ habe es zum Obstpressen gegeben, berichtete Brand. Die Gartler betreiben in ihrem Vereinsheim eine Bandobstpresse mit Erhitzer und automatischer Abfüllanlage. Die Leute kommen inzwischen von weit her. Geplant sei, so Brand, am Freitag, 28. August, die Press-Saison zu starten. Zum Hygienekonzept gehöre unter anderem, dass das Press- und Abfüllpersonal Mund- und Nasen- oder Gesichtsschutz trägt. Das Pressgut müssen die Anlieferer, nach Anmeldung, selbst in den Pressraum bringen. Ob auch Trauben und Quitten angeliefert werden können, werde noch entschieden, so Brand.

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