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Deponie ja, aber...

Die Deponie bei Odelsham kann nach Ansicht der Regierung von Oberbayern gebaut werden. Allerdings muss die Firma Zosseder Bedingungen erfüllen.

Babensham/Wasserburg - Die geplante Deponie der Klasse DK I für mineralische Reststoffe wie etwa Bauschutt, Aushubmaterial und Aschen auf einer Fläche von etwa 7,4 Hektar in Odelsham beurteilt die Regierung von Oberbayern landesplanerisch grundsätzlich positiv. Sie fordert laut einer Pressemitteilung aber zugleich Maßgaben insbesondere zu Belangen von Natur und Landschaft, von Wasser- und Forstwirtschaft sowie des Verkehrs zu berücksichtigen. Ziel der von der Zosseder GmbH geplanten Deponie ist es, die Entsorgungssituation im Landkreis Rosenheim und den umliegenden Landkreisen zu verbessern.

Die Fläche für die geplante Deponie befindet sich unmittelbar an der B304 und ist von Waldflächen umgeben. Im Westen und Norden führt die Ortsverbindungsstraße nach Odelsham vorbei.

Die Kläranlage der Stadt ist etwa 100 Meter Luftlinie entfernt. Das Deponievolumen soll etwa 580.000 Kubikmeter betragen. Für die Deponieverfüllung ist ein Zeitraum von 14 Jahren angesetzt.

Die Regierung von Oberbayern hatte im August 2010 das Raumordnungsverfahren eingeleitet und die Stellungnahmen von 22 Behörden, Institutionen und Kommunen eingeholt und geprüft. Die Pläne für die Deponie lagen unter anderem auch in der Stadt Wasserburg aus. Die Regierung gibt jetzt aus landesplanerischer Sicht grünes Licht für das Projekt - sofern es bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Zur Nachfolgenutzung der Deponie ist ein standortgerechter Mischwald mit natürlich vorkommenden Baumarten ohne Tiefwurzler aufzuforsten. Zum Schutz des Grundwassers soll ein Fassungsschacht beziehungsweise Puffertank errichtet werden.

Um den Ortsteil Odelsham vor Staub- und Lärmimmissionen zu schützen, sollte die Zu- und Abfahrt zur geplanten Deponie über den Anwandweg südlich der B304 erfolgen. "Dazu ist der Anwandweg verkehrlich so zu ertüchtigen, dass eine gefahrlose Begegnung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Lkws, Fahrradfahrern und Spaziergängern problemlos möglich ist", so die Regierung.

Schon eine Weile genehmigt ist ein Sondermülllager der Firma Zosseder am Burgfrieden. In einem der kleineren Gebäude des ehemaligen Wacker-Geländes wird Sondermüll in hermetisch geschlossenen Behältnissen gelagert. Für den benachbarten Lebensmittelbetrieb besteht keine Gefahr.

Bei der damaligen Beratung im Bauausschuss der Stadt war die wesentliche Frage, was wäre wenn doch einmal etwas passiere. Friederike Kayer-Büker hatte Bedenken, dass die Feuerwehr nicht entsprechend gewappnet sein könnte. Da konnte allerdings Ausschussmitglied Wolfgang Schmid, Feuerwehrler in Reitmehring, die Kollegen ganz schnell beruhigen: Beide Wehren, Wasserburg und Reitmehring, haben die entsprechende Ausbildung und Ausrüstung, denn beide großen Molkereien arbeiteten zur Reinigung mit Säuren und Laugen.

syl

Rubriklistenbild: © dpa

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