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FÜR DEN „UNRUHESTAND“

Dem Seniorenclub „Soyen60plus“ ist Kaffeeklatsch allein zu wenig

„Kommt alle her“: Wie ein Reiseleiter ruft Peter Rummel, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Soyen, seine unternehmungslustige Gruppe zusammen.
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„Kommt alle her“: Wie ein Reiseleiter ruft Peter Rummel, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Soyen, seine unternehmungslustige Gruppe zusammen.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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„Soyen 60plus“, was muss man sich darunter vorstellen? Ein eingetragener Verein ist es schon mal nicht. Nein, es ist eine bunt gemischte Gruppe unternehmungslustiger Menschen, die gerne gemeinsam eine interessante und schöne Zeit verbringen.

Soyen – Peter Rummel, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Soyen, selbst inzwischen 70plus, kennt die Vorlieben seiner wachsenden „Fangemeinde“.

Kaffeeklatsch allein ist zu wenig

Im Dezember 2012 wurde er für das ehrenamtliche Amt der Gemeinde vereidigt. Damals startete er mit einer Gruppe von neun Interessierten regelmäßige Treffen. Doch, Senioren nur zum Kaffeeklatsch zusammenzubringen, war Rummel von Anfang an zu wenig. Sein Ziel war stets, Menschen, die sich anschließen möchten, Interessantes zu bieten.

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Bis zu seiner Rente war er Verkaufsberater im Außendienst in der Reifenbranche. Er weiß also genau, wie man andere Menschen begeistert. Doch zunächst startete er erst einmal bescheiden: Mit dem Bürgerbus der Gemeinde Soyen führte die erste Reise in den botanischen Garten in München. Doch kontinuierlich wuchs das Interesse an seinen Ausflugsangeboten. Es sprach sich schnell rum, dass diese Fahrten Spaß machen – auch außerhalb von Soyen, erinnert sich Rummel.

Bald erarbeitete der engagierte Beauftragte jeweils ein komplettes Jahresprogramm mit verschiedenen Zielen, mit Wanderungen, Ausflügen oder auch Betriebsbesichtigungen. Der Bürgerbus reichte schnell nicht mehr aus: Die vielen Teilnehmer füllten bald einen Reisebus.

Peter Rummel fungiert als Bindeglied zwischen Behörden und Senioren

„Viele werden sich noch gern an die letzte Fahrt zum Schloss Grünwald und anschließend zum Bavaria-Filmstudio in Geiselgasteig unmittelbar vor der Pandemie erinnern. Das sind Erlebnisse, die für viele, die alleine sind, unmöglich wären. Gemeinsam aber geht’s. Da schaffen wir uns schöne Erlebnisse“, freut sich Rummel.

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Absolutes Highlight waren für ihn die Zwei-Tages-Ausflüge mit Besichtigung des Baumwipfelpfades im Bayerischen Wald oder des Bauernhausmuseums Glentleiten. „Jeweils mit einem perfekt ausgearbeiteten Programm, bei dem ich mich auch auf die fachkundige Unterstützung des Reiseunternehmens Rothmaier voll und ganz verlassen konnte“, schwärmt er noch heute.

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Doch auch politisch bleiben die Senioren in Soyen auf dem Laufenden: Dreimal im Jahr lud der Seniorenbeauftragte in den Soyener Rathaussaal ein, um über Wichtiges und Aktuelles zu informieren, oft auch mit Referenten zu den jeweiligen Themen. Auch „Neues“ vom Landratsamt wie etwa ein „Wegweiser für Senioren“ oder eine „Notfallmappe“ wurden vorgestellt und verteilt. Peter Rummel fungiert bei Bedarf auch gerne als Bindeglied zwischen Behörden und Senioren und wird immer wieder mal zum echten Problemlöser. Ortsansässige Unternehmer nahmen auch sehr gerne das Angebot an, ihre Firma und deren Geschichte den Anwesenden vorzustellen.

Der „Soyen 60plus“-Treff am letzten Mittwoch im Monat ist seit Jahren Tradition – außer bei Corona. Jeweils ab 14 Uhr trifft man sich in gemütlicher Runde. Das dient zum einen der Kontaktpflege aber auch zur Sammlung neuer Ideen – und zur Freude des Seniorenbeauftragten, mit stets wachsender Beteiligung. So waren es laut seiner privaten Aufzeichnungen zu Beginn im Jahr 2016 etwa 14 Personen, im Jahr 2019 dagegen im Durchschnitt 32 Besucher monatlich, die zu diesen Treffen kamen.

Erstes Treffen im „Haus am See“

Endlich kann nach langer Corona-Pause wieder ein Treffen stattfinden: Das erste Wiedersehen findet am Mittwoch, 28. Juli, ab 14 Uhr im „Haus am See“ in Soyen statt. „Die neuen Pläne werden vorgestellt, jeder Interessierte kann sich informieren“, kündigt Rummel an.

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Mit Leidenschaft setzt er sich für die Senioren ein. Die wachsende Teilnehmerschar bei seinen Veranstaltungen beweist, dass sein Engagement geschätzt wird. Das motiviere ihn, genau so intensiv weiterzumachen und seinen „Senioren“ ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern, verrät er. Dankbar ist er auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Verwaltung. „Das klappt hervorragend“, lobt er.

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