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Freiheit oder Heirat?

Das Wasserburger Theater Herwegh spielt die Sommerkomödie „Mirandolina“

Profis und Amateure führen im Sommer gemeinsam das Theaterstück „Mirandolina“ rund um Wasserburg auf.
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Profis und Amateure führen im Sommer gemeinsam das Theaterstück „Mirandolina“ rund um Wasserburg auf.

Jörg Herwegh hat die turbulente Komödie „Mirandolina“ von Carlo Goldoni in das Bayerische übersetzt. Im Sommer wird das Stück nun rund um Wasserburg aufgeführt. Wovon die Geschichte handelt, erfahren Sie hier.

Babensham – Jörg Herwegh vom Theater Herwegh in Wasserburg hat Carlo Goldonis Komödien-Klassiker „Mirandolina“ von 1752 in das Bayerische übertragen. Sechs Profis (unter anderem Christine Garbe, Markus Fisher sowie Anna März) spielen mit sechs Amateur-Spielern aus der Region.

Die Männer begehren die schöne Wirtin Magdalena. Jung, ledig und Besitzerin eines florierenden Gasthofs ist sie. Die Männerwelt umwirbt die temperamentvolle Frau. Magdalena genießt es, aber heiraten will sie auf keinen Fall. Sie liebt ihre Freiheit und wartet in aller Ruhe auf den Mann ihrer Wahl. Diese Einstellung mag heute völlig normal sein, aber die Geschichte spielt im Jahr 1778. Eine emanzipierte Frau passt so gar nicht in die Konventionen dieser Zeit.

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Das bayerische Kurfürstentum geht unsicheren Zeiten entgegen. Der Adel genießt viele Rechte aus vergangenen Zeiten, doch das aufstrebende Bürgertum fordert mehr Macht. Bayerns Souveränität ist in Gefahr, da die neu regierende Pfälzer Linie der Wittelsbacher einen spektakulären Deal mit den Österreichern plant.

Der hektische Betrieb der „Hubertushöhe“ lässt keine Zeit für politische Überlegungen. Allein der wunderliche Stammgast Stadlmeier macht sich in seiner Bierlaune Gedanken über die Politik. Die bürgerlichen Honoratioren füllen den Biergarten, die Zimmer des Gasthofs sind von Adligen belegt. Ein Fürst von hohem Stand, aber niederem Vermögen, und ein neureicher Graf machen Magdalena hartnäckig den Hof. Der Graf schenkt ihr wiederholt wertvollen Schmuck, den Magdalena so geschickt annimmt, dass sie keine Verpflichtungen eingeht.

Spannung spitzt sich zum Ende zu

Graf und Fürst verwickeln den Ritter, einen verschlossenen Gast von niederem Adel, in ein angeregtes Gespräch über die Vorzüge der Frauen, besonders der Wirtin Magdalena. Nach einer unglücklichen Liebe hält sich der Ritter von den Frauen fern. Er verachtet ihre Falschheit. Um seine Haltung zu bestärken, raunzt er Magdalena in beleidigendem Ton an.

Für diese Unverschämtheit will sich Magdalena rächen: Der Ritter soll sich so in sie verlieben, dass er ihr wie ein Schoßhündchen hinterherläuft. Der Plan geht auf, aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Kellner Fabrizio, der Magdalena liebt und von ihrem verstorbenen Vater als ihr Ehemann bestimmt war, und zwei Schauspielerinnen, die sich als noble Damen ausgeben, mischen mit. Behält Magdalena die Zügel in der Hand?

Haager Stammspieler treten ebenfalls auf

Die Premiere findet am Donnerstag, 14. August, um 20 Uhr im Schlosshof in Haag statt. Weitere Aufführungen gibt es dort von 15. bis 17. August. Bei regnerischem Wetter zieht die Truppe in den Haager Bürgersaal um. Erfahrene Stammspieler der Haager Bühne tauchen in kleinen, witzigen Auftritten auf.

Für die drei Wochenenden vom 21. Juli bis 7. August wechselt das Ensemble in das idyllische Amphitheater im Mehrgenerationen-Garten in Babensham.

Das Theater Herwegh hat mit Absicht in dieser Zeit der Preiserhöhungen die Ticketpreise gesenkt, um ein Zeichen zu setzen.

Weitere Informationen unter www.theater-herwegh.de oder unter 0162/7400887 bei Constanze Baruschke-Herwegh. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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