WASSERBURGER FINANZEN

Das sind die etwas anderen Haushaltszahlen aus Wasserburg

  • Heike Duczek
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Über 200 Seiten umfasst der Wasserburger Haushalt. Tausende Zahlen sind hier vermerkt – darunter viele, die auf den ersten Blick wenig spektakulär erscheinen – und doch viel aussagen über die Entwicklung der Stadt. Ein paar Beispiele aus dem Bericht von Kämmerer Konrad Doser.

Wasserburg58 Millionen Euro umfasst der Gesamtetat im Jahr 2021 – verglichen mit dem Haushalt 2002 sind das 24 Millionen Euro mehr. Vor 21 Jahren betrug das Gesamtvolumen34 Millionen Euro.

Von 2011 bis 2020 hat die Stadt durchschnittlich jährlich etwa9,88 Millionen Euro Gewerbesteuer eingenommen. Im ersten Corona-Jahr waren es sogar 14 Millionen, im zweiten Corona-Jahr hat die Kämmerei 11 Millionen Euro veranschlagt.

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Die voraussichtliche Einkommenssteuerbeteiligung 2021 wird mit 8 Millionen Euro im Etat prognostiziert.

1,9 Millionen Euro beträgt die freie Spitze für Investitionen – rund 13 Prozent der geplanten Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro.

Die wichtigsten Investitionen: 2,5 Millionen Euro stehen im neuen Haushalt für den Bau des Zentraldepots, 750.000 Euro für den Start der Stadtmauersanierung. 2,5 Millionen Euro sind für Grundstückskäufe vorgesehen. Etwa 1 Million Euro fließen in die Erneuerung von Kanal und Straße Am Fröschlanger. 450000 Euro werden noch in die Sportanlage am Badria investiert. 313.000 Euro gehen in die Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage in Reitmehring. 269.000 Euro sind für die Digitalisierung der Schulen vorgesehen.

Auch das steht im Haushaltsplan: Wasserburg ist Standesamtsbezirk für die Nachbarorte Albaching, Amerang, Babensham, Edling, Eiselfing, Pfaffing und Soyen sowie Greisstätt und Rott/Ramerberg. Die Gesamteinwohnerzahl beträgt in diesem Bereich 44 000. Wasserburg selber hat 12.796 Einwohner und eine Fläche von 18,8 Quadratkilometern.

Die zwei Grund- und die Mittelschule in Wasserburg besuchten im vergangenen Jahr 751 Kinder und Jugendliche.

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2020 haben wegen Corona – nur2342 Gäste das Städtische Museum besucht – 2019 waren es über 5119.

Das Stadtarchiv bietet 2000 laufende Meter Archivgut – eine Sammlung, die bis ins Jahr1339 zurückgeht. Darunter sind mindestens 5000 mittelalterliche und frühneuzeitliche Pergamenturkunden.

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Die städtische Bibliothek verzeichnete 2019 über 167.000 Ausleihen.

Die Stadt ist verantwortlich für den Bauunterhalt von 80 kommunalen Gebäuden, rund 70 Kilometern Straßen und Wege und bei rund 90 Kilometern Kanalleitungen. 400.000 Euro sind allein 2021 für die Sanierung der Rampe veranschlagt.

7,757 Millionen Euro sind 2021 für Personalkosten im Haushalt vorgesehen.

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