Das Saisonende im Bauernhausmuseum Amerang ist da

Dr. Claudia Richartz (rechts), die örtliche Leiterin des Bauernhausmuseums Amerang, verabschiedet sich bei der Museumswirtin Annette Hertreiter und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.
+
Dr. Claudia Richartz (rechts), die örtliche Leiterin des Bauernhausmuseums Amerang, verabschiedet sich bei der Museumswirtin Annette Hertreiter und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.

Eine außergewöhnliche Museumssaison endete am vergangen Wochenende im Bauernhausmuseum Amerang. Corona hat vieles durcheinander gebracht.

Amerang – Seit Mitte Mai besichtigten zahlreiche Besucher die historischen Gebäude. Das Freilichtmuseum war für Familien mit Kindern ein attraktives Ausflugsziel, um sich im Gelände zu bewegen und die pädagogischen Angebote zu nutzen.

Als in den Sommermonaten im Freien erste Veranstaltungen möglich waren, konnte das Museum wieder einige Ferienprogramme und offene Werkstätten anbieten. Auch die beliebten Kinderkonzerte fanden vor begeistertem Publikum im Vierseithof statt.

Bei den sonntäglichen Museumsgesprächen erfuhren Interessierte mehr über die Gebäude und erkundeten anschließend die engen Räume in den Höfen.

Zwei Nachmittage des Volksmusikarchivs begeisterten im Herbst die Zuschauer.

Das Bauernhausmuseum Amerang nutzte die Zeit und rüstete digital auf: Im Juni war die Museums-App fertig. Zuhause oder im Museum vermittelt der akustische Museumsführer Wissenswertes zu den Gebäuden, gibt sozialgeschichtliche Hintergrundinformationen und technische Erläuterungen. Stimmungsvolle Fotografien illustrieren die einzelnen Hörstationen. Der beliebte Audioguide ist kostenlos im App-Store (Android und Apple) herunterzuladen. Auch wenn das Museum geschlossen hat, kann man jederzeit einen virtuellen Rundgang durch die Bauernhöfe, Stadel und Werkstätten unternehmen.

Zum Saisonende hieß es dieses Jahr auch Lebewohl sagen: Die langjährige Pächterin des Ameranger Museumsstüberls, Annette Hertreiter, verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand. Mit viel Herzblut und Leidenschaft bewirtete sie seit 2004 Museumsgäste, richtete zahlreiche Geburtstags- und Hochzeitfeiern aus. Etwas früher als sonst beginnen die Planungen für das neue Museumsjahr.

Aktuelle Informationen zu den Projekten im Museum finden sich unter www.bhm-amerang.de.

Auch interessant:Zeitreisende trotzen Corona: So macht die Museumstour in Ruhpolding dennoch Spaß

Kommentare