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Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung

Das Nachlokal „Turbo Pub“ kannte in Haag keine Sperrstunde

An dieser Stelle stand einst das einzige Haager Nachlokal „Turbo Pub“, das damals keine Sperrstunde kannte.
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An dieser Stelle stand einst das einzige Haager Nachlokal „Turbo Pub“, das damals keine Sperrstunde kannte.
  • VonLudwig Meindl
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Ein Blick in die Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren zeigt, dass es in Haag einst ein Nachtlokal gab, die Kleintierzüchter sehr aktiv waren und die Frauen-Union um jedes Mitglied froh war.

Haag – Auf die Suche nach den „politischen Frauen“ begab sich vor 25 Jahren die Frauen Union mit Waltraud Sax, Ursula Dötterl und Heide Gilch-Streck. Es sprangen nicht viele an, zeigt ein Blick in die Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren.

Kleintierzüchter präsentieren Tiere

Und auch das war Thema: Marianne Heueck stellte die zweite Haager Weihnachtstasse mit Schneemann vor. 15 Vereine gestalteten den elften Christkindlmarkt der Vereine mit Nikolaus, Engerl und Geschenken zum Publikumsmagneten. 320 Tiere zeigten die Haager Kleintierzüchter, die damals noch nicht durch die Vorschriften der Behörden eingeschränkt wurden. Vorsitzender Häuslmann und Bürgermeister Dumbs lobten die Nachwuchszüchter. 125 Schützen kämpften noch um den Gemeindepokal, den die Altdorfer holten.

Die Devise:„Gebt Gas, Kinder!“

Bunt wurde es vor Weihnachten im Bürgersaal. Zwerge, Mond- und Wolkenkinder besuchten vor dem Schlossturm den kleinen Häwelmann, Sonja Jakuschak, der in seinem Rollbett die Devise „Gebt Gas, Kinder!“ erteilte und mit Hexen, Eulen und Katzen Richtung Mond aufbrach.

Eine neue Idee setzte „Haag aktiv“-Chef Robert Morawietz mit einer „Alpenländisch-orientalischen Krippenausstellung“ im Pfarrheim um. Mit Blick auf den Zehentstadel am Marktplatz entschloss sich der Gemeinderat für Untersuchungen zur Städtebauförderung, die bis heute in den damals schon so genannten „Visionen für das Ortszentrum“ dahindämmerten, aber nie Realität annahmen.

Das Adventssingen füllte den Bürgersaal.

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Aus Haag beteiligten sich die Alpenvereinssänger, die Fritz Niedermeier mit Gitarre und Uli Haslberger an der Zither begleiteten. Die „Mooshamer Sänger“ setzten die Herbergssuche dreistimmig in Szene.

Die Anwohner der Windener Dorfstraße überraschten den Gemeinderat mit Plätzchen als Dankeschön für die schnelle Umsetzung des Gehsteigs.

„Kinder helfen Kindern“ lautete das Motto des letzten Christkindlmarktes, den „Haag aktiv“ mit Kinderkarussell und Bläserensemble auf dem Bräuhausplatz abhielt. Das Sparschwein der Kinderbasteleien erbrachte 600 Mark, Günter Goetzke verdoppelte den Betrag, der bedürftigen Kindern im Haager Land zukam. Der damalige St. Kunigund-Chef Georg Hintermeier organisierte wie alle Jahre eine stimmungsvolle Seniorenweihnacht. Viele halfen mit von der Mittwochsgruppe, dem Seniorenbeirat, den Stationsmitarbeitern, Kinder als Engel, Hirten und Sänger, Instrumentalisten und Bürgermeister Hermann Dumbs, der den „Zauber des Advents“ im Grußwort auf die Anwesenden herab beschwor.

Eine vorausschauende Maßnahme setzte bereits Tom Göschl vom Haager Bauhof um. Er legte den sechs Jahre alten Haager Maibaum um. Die Figuren waren schon abgenommen. Es fehlte nur noch die Demontage der Grafenkrone. Für das kommende Jahr wurden ein neuer Maibaum angekündigt, ein Volksfest und in einer humorvollen Fantasiebotschaft der U-Bahnanschluss auf dem Hirschhuber-Gelände.

Auf dem großen leerstehendenden Gelände an der Münchener Straße hatte sich nämlich lange nach dem Abriss der „Kern-Julie“ und dann des einstigen und einzigen Haager Nachtlokals des „Turbo-Pubs“ nichts getan.

Zu einem Nachfolgebauwerk für die Haager Traditionswirtschaft, die keine Sperrstunde kannte, war es nie gekommen. Heute parken dort die Mitarbeiter des Milchwerks Jäger.

Die „Kern Julie“

Der Haager Name „Kern Julie“ leitet sich von der einstigen Brauerei Kern im Haager Zentrum ab. Heute befindet sich in diesem Komplex die Raiffeisenbank, der gegenüber eine Bank mit Baum und Brunnen noch an den ehemaligen Kern-Bier-Garten erinnert. Die Kern-Julie war eine Pächterin des Wirtshauses Kern an der Münchener Straße, gegenüber Textilhaus Reithmayr, heute Parkplatz Molkerei Jäger. Eine Straße ist noch nach Zeno Kern benannt

Friseurmeister Leonhard Wieser hatte seinen Salon ehemals in der „Kern Julie“ in Haag.

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