Das Licht bleibt an in den Straßen von Amerang

Durch den Einsatz von LED-Technik konnte in Amerang deutlich Strom gespart werden.
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Durch den Einsatz von LED-Technik konnte in Amerang deutlich Strom gespart werden.

Die Straßenbeleuchtung in Amerang wird auch künftig nachts brennen. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Eine Anwohnerin hatte die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in der Nacht von 24 bis 6 Uhr angeregt.

Von Christa Auer

Amerang – Der Ameranger Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gegen eine Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in Amerang aus. Ausgangspunkt war die Anfrage einer Anwohnerin aus dem Eichenweg, die die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in der Nacht von 24 bis 6 Uhr angeregt hatte.

Das Thema wurde im Gemeinderat bereits 2013 beraten. Die Diskussion sei damals überwiegend aus Energiespargründen geführt worden, berichtete Bürgermeister Konrad Linner (Gemeindeliste Amerang). Eine Abfrage im Mitteilungsblatt habe damals keinen Handlungsbedarf ergeben. Insgesamt hätten sich nur 116 der insgesamt 1450 Haushalte beteiligt. Davon hätten sich 85 für eine Nachtabschaltung ausgesprochen.

Stromverbrauch mehr als halbiert

Zwischenzeitlich sei die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED-Technik fast vollständig abgeschlossen. Der Stromverbrauch habe sich damit von etwa 52 000 kWh im Jahr auf aktuell weniger als 19 000 kWh verringert, obwohl zusätzliche Beleuchtungsanlagen beispielsweise Am Kroit errichtet worden seine. Das finanzielle Einsparpotenzial sei dementsprechend gering.

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Dagegen sei der Aufwand für die technische Umrüstung nicht unerheblich, gaben Ludwig Niedermaier(FWK) und Mathias Schmid (GLA) zu bedenken. Simon Strell (CSU) argumentierte ebenso wie Werner Fröwis(CSU) mit Sicherheitsaspekten. Die Verkehrssicherheit – beispielsweise seien die ersten Bürger schon gegen vier Uhr morgens im Ort unterwegs – war dabei ein ebenso wichtiger Punkt wie die Verbrechensprävention. „Der Zeitgeist ändert sich und Lichtverschmutzung ist ein Thema, doch unter den derzeitigen technischen Voraussetzungen, sollten wir noch die Finger davon lassen“, brachte Andreas Schauberger (GLA) die Meinung des Rats auf den Punkt.

Abschaltung nicht ohne Weiteres möglich

Laut Verwaltung der Gemeinde Amerang sind von den derzeit 264 Beleuchtungsanlagen 57 Leuchten leistungsreduziert. Eine Abschaltung sei hier nicht ohne Weiteres möglich. Die Beleuchtungsanlagen könnten nur insgesamt abgeschaltet werden, wobei die Nachrüstung von Leuchten möglich wäre, wenn an bestimmten Straßen die Beleuchtung erhalten werden soll. Bei Abschaltung seien unter anderem haftungsrechtliche Fragen zu klären. Beispielsweise dürfte die Abschaltung an verkehrsbedeutsamen Straßen oder an Fußgängerüberwegen nicht zulässig sein.

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