Danke an Freiwilligendienstleistende der Stiftung Attl

Die BFDler nahmen Ihre Geschenke mit Abstand in Empfang. Sie hatten den Hol- und Bringdienst organisiert und durchgeführt. Unser Bild zeigt (von links): Konrad Stemmer, Elias Siegel, Lena König.
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Die BFDler nahmen Ihre Geschenke mit Abstand in Empfang. Sie hatten den Hol- und Bringdienst organisiert und durchgeführt. Unser Bild zeigt (von links): Konrad Stemmer, Elias Siegel, Lena König.

Eine Geschenkübergabe in Zeiten von Corona ist gar nicht so einfach. Doch schließlich klappte sie trotz Abstandsregel und Maske. Ein kleines Dankeschön gab es für vier Bundesfreiwilligendienstleistende (BFDler) in der Stiftung Attl.

Von Michael Wagner

Wasserburg/Attel – Sechs Wochen lang haben Elias Siegel, Lena König, Kathi Richter und Jonas Schauberger den Hol- und Bringdienst für die unter Quarantäne stehenden Wohngruppen organisiert und durchgeführt. Dafür bedankten sich Förderstättenleiter Konrad Stemmer und Franz Axthammer, Bereichsleiter der Inntal-Werkstätten, mit einem kleinen Präsent.

Als wegen Corona-Infektionen gleich mehrere Wohngruppen in der Stiftung Attl unter Quarantäne standen, musste schnell eine Lösung gefunden werden, um die Betroffenen zu unterstützen. Dabei ging es in erster Linie um alltägliche Besorgungen für die Bewohner und die Mitarbeiter. Später galt es, die Schutzkleidung auszuliefern sowie die Mitarbeiter mit Lunchpaketen zu versorgen.

Bei Josef Kelnhofer, Disponent im Auslieferungslager der Inntal-Werkstätten, liefen die Fäden zusammen. Per E-Mail konnten die Wohngruppen ihre dringenden Bedarfe anmelden. Die Auslieferung und ihre Organisation übernahmen die BFDler.

Eigentlich sahen die Pläne der Freiwilligen ganz anders aus. In der Förderstätte und dem Förderzentrum sowie den Inntal-Werkstätten waren sie eingesetzt. Dort sollten sie die Betreuten und die Mitarbeiter unterstützen. Die Corana-Pandemie durchkreuzte vor allem auch die Pläne von Lena König. „Ich wollte für sechs Monate in der Stiftung Attl bleiben. Danach wäre ich mit dem Interrail-Ticket in Europa unterwegs gewesen“, erklärt die 19-Jährige. „Also habe ich meine Zeit hier verlängert.“

Zusammen mit Elias Siegel startete sie Anfang Mai im Hol- und Bringdienst. Verstärkung in ihrem kleinen Team bekamen sie schon bald von Kathi Richter und Jonas Schauberger. Schließlich galt es, den Dienst an sieben Tagen in der Woche aufrechtzuerhalten.

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Zum 7. Juni wurde der Dienst eingestellt, da sich die Lage auch in der Stiftung Attl entspannt hat. Das Förderzentrum und die Inntal-Werkstätten haben ihren Betrieb teilweise wieder aufgenommen. Die Wohngruppen stehen nicht mehr unter häuslicher Quarantäne. Außerdem lief die freie Verpflegung für die Mitarbeiter aus, die der Freistaat Bayern finanziert hat.

Alle vier Freiwilligendienstleistende sind nun wieder an ihren ursprünglichen Einsatzort zurückgekehrt. Und auch wenn ihr Dienst in den vergangenen Monaten anders verlaufen ist, als sie sich das vorgestellt hatten, profitieren sie dennoch von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in der Stiftung. „Wir kennen uns jetzt in Attl wirklich gut aus“, meinte Jonas Schauberger bei der Geschenkübergabe.

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