Dank vieler Helfer: Die ausgebüxten Rinder aus Maitenbeth sind wieder daheim

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Abenteuerlustig sind die Jungrinder vom Biobauernhof Wimmer in Maitenbeth. Sie konnten – dank vieler Helfer – wieder eingefangen werden.
  • Heike Duczek
    vonHeike Duczek
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Dass der turbulente Ausflug der Rindviecher ein Happy End fand, hat die Familie Wimmer vielen hilfsbereiten Menschen zu verdanken, die bei der tagelangen Suche nach den freiheitsliebenden Tieren geholfen haben.

Maitenbeth – Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr war, wie berichtet, auf dem Biobauernhof der Familie Wimmer in Maitenbeth eine Herde mit 32 Jungrindern entlaufen. Sie waren nach Erkenntnissen der Familie von unbekannten Personen aus dem Stall freigelassen worden.

Wettrennen auf der Weide, Flucht in den Wald

Der Großteil der aufgeregten Tiere konnte am selben Abend nach turbulentem Wettrennen auf die Weide zurückgetrieben werden. Einige Tiere entfernten sich jedoch von der Herde und verschwanden in den nahegelegenen Waldgebieten. Es fehlten noch sieben Tiere, als die Suche nach den Vermissten wegen Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden musste.

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Ein Rind fand zur Erleichterung der Wimmers eines Nachts selbstständig den Weg nach Hause. „Es stand in der Früh wartend vor dem Stalltor.“ Doch es dauerte drei Tage, bis alle Tiere einzeln nach langer Suche, unter anderem mit Wärmebildkameras, aufgespürt „und mit teils wagemutigem Einsatz vieler freiwilliger Helfer“ gefangen werden konnten, so Familie Wimmer.

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Sie bedankt sich „von ganzem Herzen bei den zahlreichen Helfern, darunter zum Beispiel die Jägerschaft, Nachbarn, Berufskollegen und viele spontan erschienene Freunde, für ihren selbstlosen Einsatz bei der aufwendigen Such- und Fangaktion.“ Die Helfer sorgten trotz wetterbedingt widrigen Umständen mit aufopferndem und zeitintensivem Engagement wie selbstverständlich dafür, dass schließlich alle Rinder unversehrt wieder nach Hause kamen und die ganze Herde vereint werden konnte. Familie Wimmer dankt auch der Polizei, der Feuerwehr und der Straßenmeisterei Ampfing, „die mit kooperativer Handhabung dafür Sorge trugen, eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern auf der nahegelegenen B12 auszuschließen, den Dienststellen der Landratsämter für ihr entgegenkommendes Handeln und der Bevölkerung für alle wertvollen Hinweise.“

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