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Ein Dank an die, die die Arbeit für die Gemeinschaft leisten

Franz Mühlhuber, Heinz Brendel, Hildegard Stecher, Resi Münchsmayer, Brigitte Tschentscher, Otto Holz und Eva Pranghofer (von links) bekamen von Bürgermeister Michael Kölbl (hinten Mitte) ein herzliches und öffentliches Dankeschön für ihr zum Teil jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement.  Hampel
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Franz Mühlhuber, Heinz Brendel, Hildegard Stecher, Resi Münchsmayer, Brigitte Tschentscher, Otto Holz und Eva Pranghofer (von links) bekamen von Bürgermeister Michael Kölbl (hinten Mitte) ein herzliches und öffentliches Dankeschön für ihr zum Teil jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement. Hampel

Diejenigen, die das ganze Jahr über in ihren Vereinen die Arbeit machen, stehen einmal im Jahr im Mittelpunkt, beim Treffen der Vereine im Feuerwehrhaus.

Wasserburg – Halbzeit nach 16 Jahren – zumindest wenn es um die Vereine geht, die sich beim Treffen der Vereine bereits vorgestellt haben: 52 von gut Hundert waren es laut Bürgermeister Michael Kölbl. Jetzt kamen der Modellbauclub und der Obst- und Gartenbauverein dazu.

Franz Schrimpf, der Vorsitzende des Modellbauclubs, betonte, dass der Modellflug eng mit der Geschichte der Luftfahrt verbunden sei: Die Modelle dienten als Test für die bemannte Luftfahrt. Dazu passt, dass fünf Mitglieder des Wasserburger Modellbauclubs als Piloten arbeiten – vier zivil, einer bei der Bundeswehr. Modellbau sei ein sehr vielseitiges Hobby, so Schrimpf, das die Kenntnisse in verschiedensten Handwerken und Techniken fördere. Seit Anfang der 1980er Jahre hat der Verein sein Flugfeld bei Reisach, Mitte der 1980er-Jahre bauten die Modellbauer eine Scheune zum Vereinsheim und zur Materialhütte um und Dank Fotovoltaikanlage auf dem Dach können dort auch die Akkus für die Flugzeuge oder Hubschrauber geladen werden. Der Modellbauclub ist von Anfang an beim Wasserburger Ferienprogramm dabei, „ein toller, witziger Tag – die Kinder haben immer viel Spaß“, so Schrimpf.

Eigentlich sollte er nur die Internetseite des Vereins machen „und bist schaust, bist Vorstand“, sorgte Stephan Hammermüller für Gelächter im gut gefüllten Feuerwehrsaal. 29 Jahre war er, als er Vorsitzender der aktuell 342 Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Wasserburg wurde. Vor 121 Jahren gründete Josef Palmano den Verein – auch, um die Versorgungslage der Wasserburger zu verbessern. Was sich in den beiden Weltkriegen auszahlte. Da allerdings ruhte das Vereinsleben. Exkursionen und Lehrfahrten stünden regelmäßig auf dem Programm der Mitglieder zwischen dem 29. und 101. Lebensjahr – immer mit viel Spaß verbunden, wie Hammermüller versicherte. Spaß haben die Gartler auch mit der städtischen Streuobstwiese an der Lohe, die sie seit 2005 betreuen. Die Ernte wird an die Kindergärten verschenkt. „Vereine muss man erleben“, so Hammermüller, „also: Einfach mal vorbeikommen.“

Einfach mal vorbeikommen geht beim Seniorennachmittag im Pfarrzentrum St. Konrad nicht mehr: Der wurde letztes Jahr mangels Nachfrage eingestellt. „Sitzen die Senioren auch schon alle vorm Computer?“ wunderte sich Bürgermeister Michael Kölbl. Er zeichnete die Damenrunde aus, die diese Treffen über Jahre oder Jahrzehnte vorbereitet hat. Und lud die Damen zum Kaffeetrinken ein.

Hildegard Stecher ist seit 32 Jahren bei der MS-Gruppe aktiv, füllt dort unter anderem die Rolle des Küchenchefs aus und betreut auswärtige Gäste. Franz Mühlhuber war 35 Jahre lang Vorsitzender der Maurerzunft, ist seit 2015 deren Ehrenvorsitzender. Die Zunft sei zwar klein, aber sehr aktiv, so Kölbl. Und der Ehrenvorsitzende auch: Derzeit sitze er über der Vereinschronik.

Der Verkehr sei in Wasserburg schon lange ein Problem, so Kölbl. Immer wieder gebe es Überlegungen, diesen zu verringern. Vor zehn Jahren war Otto Holz Mitinitiator und Vorsitzender der Wasserburger Autoteiler. Die Abrechnungen erledigte er auch. Zum runden Geburtstag des Vereins zog er sich etwas zurück. Das Dankeschön kam deswegen für ihn offensichtlich sehr überraschend.

Er organisiert die Fahrten mit, ist der ruhende Pol im Vorstand und hat seit 23 Jahren die Kasse des Obst- und Gartenbauvereins fest im Griff, der Heinz Brendel. Der dürfe das sicher noch lange machen, vermutete Kölbl, denn „wer so einen guten Kassier hat, der lässt den so schnell nicht mehr los.“ syl

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