Dank an Pfleger, Ärzte und freiwillige Helfer

Zum Artikel „Da werden Narben bleiben“ und zur Berichterstattung über die Belastungen für das Wasserburger Pflegepersonal:

Ich wohne in Wasserburg und lese täglich die Wasserburger Zeitung. Der Bericht „Da werden Narben bleiben“ hat mich sehr betroffen gemacht und ich finde es gut, dass Ärzte und Pflegepersonal so offen über das gesprochen haben, was sie in letzter Zeit durchgestanden und erlitten haben. In anderen Kliniken war es sicher nicht anders. Körper, Geist und Seele wurden angegriffen. Man steht so etwas nur durch, wenn man teamfähig, ein Menschenfreund und opferbereit ist. Man stelle sich vor, man muss jeden Tag immer wieder auf Menschen zugehen, die Hilfe erwarten, obwohl man selbst am Limit ist, die einem entgleiten, weil man selbst nicht mehr kann, weil man selbst nicht mehr weiter weiß, aber es nicht eingestehen darf. Wie schwer ist es erst, wenn man merkt, dass man den Kampf verloren hat.

Ich möchte an dieser Stelle allen Ärztinnen und Ärzten, allen Pflegerinnen und Pflegern, sowie all den freiwilligen Helfern von ganzem Herzen für ihren aufopfernden Einsatz danken. Dank gebührt auch den Angehörigen und Freunden, die im Hintergrund gestützt, getröstet und Mut gemacht haben, immer wieder neu anzupacken. Ich hoffe, dass all denen, die so Vorbildliches geleistet haben von vielen Menschen Dank und Hochachtung gezollt wird. Mögt Ihr Menschen finden, die Euch verstehen und Euch immer wieder aufbauen, wenn dunkle Erinnerungen auftauchen! Ich möchte alle bitten, die bisher gesund geblieben oder gesund geworden sind: Haltet Abstand und tragt Maske.

Hedwig Irlbeck-Lechner

Wasserburg

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