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Selbst der Gehweg ist ein Kompromiss

Damit Fußgänger am Willi-Ernst-Ring in Wasserburg nicht länger den Kürzeren ziehen

So sieht eine Homburger Kante aus - aufgenommen von der Tränkgasse aus.
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So sieht eine Homburger Kante aus - aufgenommen von der Tränkgasse aus.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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Für etwa 250.000 Euro will der Bauausschuss Wasserburg beim Willi-Ernst-Ring eine Gehweg-Lösung mit einer sogenannten „Homburger Kante“ realisieren. Der Bürgersteig wäre damit nur drei Zentimeter hoch.

Wasserburg – Einen Gehweg mit einer sogenannten „Homburger Kante“ will die Stadt Wasserburg zwischen dem Minikreisel Herrmann-Schlittgen-Straße, der Abzweigung Karl-Wähmann-Straße und der Einmündung am Willi-Ernst-Ring (Höhe Betreuungszentrum) errichten.

Kosten werden auf 250.000 Euro geschätzt

Der Bauausschuss gab nun einstimmig grünes Licht für die Maßnahme, die auf etwa 250.000 Euro brutto geschätzt wird. Erst wenn die Entwurfsplanung mit Kostenrechnung beauftragt wird, weiß die Verwaltung, wie teuer die Umsetzung tatsächlich wird. Die entsprechenden Mittel werden im Haushalt 2022 bereit gestellt.

Der Antrag geht zurück auf eine Initiative des Behindertenbeirates und der Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker. Gemeinsam haben sie im November 2019 eine Begehung dieses Bereiches in der nördlichen Burgau gemacht und Gefahren für Fußgänger oder etwa Rollator-Fahrer festgestellt.

Kein gleichberechtigtes Nebeneinander zwischen Fußgängern und Autos

Das dortige Baugebiet wurde ursprünglich bewusst nach dem Konzept „Shared Space“ geplant. Das ist eine Planungsphilosophie, die alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt und den Straßenraum vielfältig nutzt. Ihr Ziel ist die Verkehrsberuhigung dadurch, dass jeder Rücksicht nehmen muss. Auf Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen wird größtenteils verzichtet. Früher mag das funktioniert haben, inzwischen ist der Verkehr so dicht, dass es zu gefährlich wird.

„Ein gleichberechtigtes Nebeneinander zwischen Fußgängern und Autos war erwünscht. In Wirklichkeit zieht man zu Fuß den Kürzeren“, so Kayser-Büker. Die Hoffnung, den Gehweg gemeinsam mit der großen Baustelle der Wohnungsbaugenossenschaft zu realisieren, ließ sich leider nicht erfüllen, sagte sie im Bauausschuss.

Planer zerbricht sich den Kopf

In der Sitzung stellte Planer und Ingenieur Konrad Haindl das Vorhaben, das ihm „einiges Kopfzerbrechen bereitet“ habe, vor.

Ein normaler Gehweg sei nicht machbar, da er ein Hochbord von mindestens acht Zentimetern brauche – man aber sehr viele Einfahrten zu Grundstücken berücksichtigen müsse. Darum plane man einen flachen Weg, der als optische und physische Abgrenzung zur Fahrbahn eine sogenannte Homburger Kante, die drei Zentimeter hoch sei, bekomme.

Lesen Sie auch: Schottergärten: Gegen „Gärten des Grauens“ ist in Wasserburg jetzt ein Kraut gewachsen (Plus-Artikel ovb-onlinde.de)

Der Gehweg werde zwei Meter breit und natürlich barrierefrei. Auf der verbliebenen 5,50 Meter breiten Fahrbahn sei weiterhin der Begegnungsverkehr von Autos möglich. Auch ein Pkw und ein Lkw kämen aneinander vorbei.

Er sprach von einer Länge von etwa 200 Metern Gehweg, die so entstünden.

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