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Die Liebe zum Dackel verbindet Menschen

Dackelfreunde der Sektion Mühldorf/Altötting gehen mit ihrem Vierbeiner auf die Yogamatte

Mit Yoga haben die Dackeldamen „Crissie“ und „Wuggi“ nichts am Hut. Sie hielten ihr Frauchen Resi Schrelle aus Albaching anderweitig auf Trab. Mit 86 Jahren ist sie die älteste Dackelzüchterin in der Sektion Mühldorf/Altötting im Bayerischen Dachshundeklub (BDK). Ihre beiden Junghündinnen sorgten im Verein zu Beginn des Jahres gleich mal für große Aufregung.
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Mit Yoga haben die Dackeldamen „Crissie“ und „Wuggi“ nichts am Hut. Sie hielten ihr Frauchen Resi Schrelle aus Albaching anderweitig auf Trab. Mit 86 Jahren ist sie die älteste Dackelzüchterin in der Sektion Mühldorf/Altötting im Bayerischen Dachshundeklub (BDK). Ihre beiden Junghündinnen sorgten im Verein zu Beginn des Jahres gleich mal für große Aufregung.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Die Sektion Mühldorf/Altötting im Bayerischen Dachshundeklub verzeichnet einen enormen Mitgliederzuwachs: Aus 40 Beitragszahlern wurden in vier Jahren 190. Elfriede Kolbeck leitet die Sektion. Sie ist überzeugt: Der Zusammenhalt ist groß. Das bewies erst kürzlich eine dramatische Dackel-Suchaktion.

Albaching/St. Wolfgang/Mühldorf – „Wir sind eine große Gemeinschaft, die in guten wie in schlechten Zeiten enorm zusammenhält“, freut sich Elfriede Kolbeck, Vorsitzende der Sektion Mühldorf/Altötting im Bayerischen Dachshundeklub (BDK). Das wurde gleich zu Beginn dieses Jahres wieder einmal unter Beweis gestellt, als es in Albaching zu einer groß angelegten Suchaktion nach zwei vierbeinigen Vereinsmitgliedern kam.

Im Jahr 2018 hat Elfriede Kolbeck die Leitung der Sektion übernommen, damals hatte der Verein 40 Mitglieder. Heute zählt er 190 Dackelfreunde. Die Vorsitzende kann sich den Zuwachs nur schwer erklären. „Vielleicht halten unsere ehemaligen Vorgänger Hubert Ober und Uwe Ring ihre schützende Hand über uns“, kann sie sich vorstellen.

Vorstand führt mit „langer Leine“

Sicher ist aber auf alle Fälle, dass die tatkräftige Vorsitzende mit viel Leidenschaft, noch mehr Engagement und einer Vereinsführung „an der langen Leine“ ihre Mitglieder zu einem rührigen Verein zusammengebracht hat.

Dort setzt man sowohl auf bewährte Zuchtkriterien als auch auf erprobte Ausbildungsstandards – und von Hund bis Herrchen, beziehungsweise Frauchen, ist jeder bereit, auch neue Wege zu gehen. Der neueste Renner im Club ist die Entspannungs- und Wellnessmassage für den Hund. Mit Franz Schmalzgruber hat der Verein einen zertifizierten und tierärztlich geprüften Hunde Physiotherapeuten gefunden, der diesen Workshop für den Verein anbietet.

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Am 6. März findet er erstmals in Reichertsheim statt. Ein zweiter Termin ist aufgrund der großen Nachfrage für den 13. März zusätzlich arrangiert worden. Elfriede Kolbeck freut sich, dass das Programm so gut angenommen wird. Mit diesem speziellen Kurs soll mittels Massage die Muskulatur der Hunde gelockert werden. „Das dient der Verletzungsprävention sowie der Linderung möglicherweise vorhandener Schmerzen nach längerer und intensiver Belastung. Die Massage dient allerdings auch auf psychischer Ebene der Beruhigung und Entspannung sehr aufgeweckter, ängstlicher oder angespannter Hunde und vertieft durch den engen und sanften Kontakt zudem die Bindung zwischen Hund und Halter“, so lautet der Einladungstext. Die wichtigsten Massagegriffe sollen unter fachkundiger Anleitung und ausreichender Übungszeit erlernt werden. Mitzubringen ist eine Yogamatte.

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„Unsere Mitglieder sind allesamt sehr aufgeschlossen und selbst auch immer auf der Suche nach interessanten Themen oder Begegnungen“, beschreibt Kolbeck. Über eine Whatsapp-Gruppe seien alle schnell miteinander verbunden und deshalb auch meist sehr spontan bereit zu einem gemeinsamen Spaziergang – oder wie neulich zu einer gemeinsamen Hilfsaktion. „Bei uns sind alle Dackelfreunde, mit und ohne Dackel – mit und ohne Ahnentafel – und solche die es werden wollen, sowie Züchter, Jäger, Deckrüdenbesitzer, Prüfung- und Ausstellungsteilnehmer herzlich willkommen“, betont Elfriede Klobeck. Kleine Hunde bis 35 Zentimeter Höhe dürfen ebenfalls am Programm teilnehmen, auch wenn sie kein Dackel sind.

Jubiläumszuchtschau zum Reinschnuppern

Am 19. Februar findet die große Jubiläumszuchtschau im Gasthaus Hagl in St. Wolfgang/Armstorf statt – eine gute Gelegenheit, bei der Sektion Altötting/Mühldorf einfach mal reinzuschnuppern.

Große Aufregung in Albaching: „Crissie“ und „Wuggi“ waren verschwunden

Der Zusammenhalt der Mitglieder in der Sektion Altötting/Mühldorf im Bayerischen Dachshundeklub ist groß, das beschreibt Vorsitzende Elfriede Kolbeck gern. Doch zu Beginn es neuen Jahres konnten die Mitglieder unter Beweis stellen, dass sie tatsächlich in guten und in schlechten Zeiten zusammenhalten. Was war geschehen? Resi Schrelle (86) Züchterin aus Albaching war am Neujahrstag mit ihren Hündinnen „Crissie“ und „Wuggi“ im Wald spazieren. Beide liefen der langen Schleppleine brav mit. Auf einer angrenzenden Wiese war es dann auf einmal mit dem „Bravsein“ vorbei. Die Dackeldamen sausten mit ihrer Leine davon. Ihre Besitzerin suchte vergeblich den ganzen Nachmittag selbst nach den Ausreißern. Erst nach dem Dunkelwerden, als beide nicht zu Hause erschienen, vertraute sie sich einer Freundin an, die ebenfalls Mitglied in der Sektion Mühldorf/Altötting ist. Die Freundin schickte per Whattsapp an die Vereisnmitglieder die Bitte, am nächsten Tag tatkräftig bei der Suche im Wald zu helfen. Einige machten sich noch gleich am selben Abend auf die Suche und begaben sich mit Nachtsichtgeräten und Stirnlampen bewaffnet in das Waldstück. Auch ein Gebirgsschweißhund war dabei – doch die Dackeldamen blieben verschwunden.

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Für den nächsten Vormittag wurde eine groß angelegte Suche vereinbart. „Alle, die kommen konnten, trafen sich bei der Besitzerin der zwei Ausreißer. Sie war ganz gerührt, als sie sah, wie viele Leute zur Suche kamen. Ein Auto nach dem anderen bog in ihre Straße ein“, freut sich Elfriede Kolbeck noch heute. Insgesamt kamen 25 Mitglieder, teilweise sogar aus Rosenheim oder der Nähe von Passau. Von 10 bis 16 Uhr suchten sie den Wald in unwegsamem Gelände systematisch ab, begleitet von den erfahrenen Jäger Maximilian Ziller und Thomas Bleier. Proviant hatten die meisten nicht dabei, mal abgesehen von den Hundeleckerlis. Doch die Dackel blieben eine weitere Nacht verschollen. Man plante im Verein bereits, eine Hundestaffel anzuheuern und die ersten Vereinsmitglieder erklärten sich großzügig bereit, für diesen Einsatz zu spenden, da fand ein Bauer die zwei unversehrten Ausreißerinnen. Sie hatten sich mit der Leine an einem Schafzaun verfangen und kehrten mit treuem Blick zu ihrer glücklichen Züchterin zurück.

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