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NEUSTART DES PRÄSENZUNTERRICHTS

Die VHS Wasserburg ringt um Teilnehmer

VHS-Geschäftsleiterin Agnes Matrai lässt sich nicht unterkriegen – trotz großer planerischer Probleme und Unsicherheiten in Pandemiezeiten.
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VHS-Geschäftsleiterin Agnes Matrai lässt sich nicht unterkriegen – trotz großer planerischer Probleme und Unsicherheiten in Pandemiezeiten.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Schon das dritte Semester hintereinander hat die Volkshochschule Wasserburg mit coronabedingten Widrigkeiten zu kämpfen. Doch Geschäftsleiterin Agnes Matrai lässt sich nicht unterkriegen – trotz schleppender Anmeldungen.

Wasserburg – Die Arbeit für das Herbstprogramm ist bereits angelaufen und mag Corona den Semesterstart Ende Februar auch verhagelt haben: Nach Ostern soll der Präsenzbetrieb wieder aufgenommen werden. Zurzeit finden nur die beruflich bedingten Sprachkurse in Präsenz statt. Solange der Inzidenzwert unter 100 bleibe, würden diese auch fortgesetzt, sagt Matrai.

Planung steht auf tönernen Füßen

In ihren Worten schwingt trotzdem viel Skepsis mit. Und entsprechend vorsichtig agiert die Bildungseinrichtung, wenn es um den Neuanfang des sonstigen Präsenzunterrichts geht. Er wäre der VHS Wasserburg schon in dieser Woche erlaubt gewesen, jetzt soll er, wie in vielen anderen bayerischen Volkshochschulen auch, erst zum 12. April stattfinden, wenn mehr Planungssicherheit besteht.

Wobei sich die Hoffnung bei Matrai ziemlich gedämpft anhört. „Wir versuchen es einfach, doch die Planung steht auf tönernen Füßen.“ Ob der Re-Start tatsächlich realisiert wird, hängt vom aktuellen Inzidenzwert ab.

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Sollte dieser unter 100 bleiben, würde Matrai ein Stein vom Herzen fallen. Dann könnten die Kurse regulär innerhalb des Semesters stattfinden, sie müssten nur etwas nach hinten verschoben werden. Auf zusätzliche Termine, die sonst möglich gewesen wären, müssten die Teilnehmer freilich verzichten.

Für das VHS-Team ist die Neuplanung mit einem hohen organisatorischen Mehraufwand verbunden, die Änderungen müssen ja mit den Kursleitern abgestimmt werden. Und durch die Abstandsregelung ist die Aufteilung der ohnehin knappen Räumlichkeiten noch schwieriger geworden. Aber noch kein Teilnehmer sei wegen fehlender Räume abgewiesen worden, so Matrai.

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Corona-Tests werden nicht verlangt, sie sind für die Volkshochschulen derzeit auch nicht vorgeschrieben. „Unsere Teilnehmenden können sich darauf verlassen, dass wir selbstverständlich im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen agieren“, betont Matrai.

Online-Angebot tut sich schwer

Die größten Sorgen bereiten ihr die ausbleibenden Anmeldungen: Die Verunsicherung sei groß, die Zahl der Buchungen dementsprechend „sehr, sehr schlecht“. Und sie räumt ein, dass sich so mancher Interessent und so manche Interessentin nicht für das Online-Angebot gewinnen lassen. Genaue Angaben zu den Anmeldezahlen will sie nicht machen, weist aber darauf hin, dass Kurse ausfallen müssen, für die es nicht genug Anmeldungen gibt. Kurse können aber schon ab drei Teilnehmenden gestartet werden.

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Die VHS-Chefin wird nicht müde zu betonen, dass niemand bei einer Anmeldung um sein Geld fürchten müsse, sollte der Unterricht nicht stattfinden. „Wir nehmen die Gebühren nur bei gehaltenen Terminen.“ Bei nicht erbrachter Leistung – auch bei einem verkürzten Kurs – gebe es Rückerstattungen. „Diese Zusicherung kann ich auf jeden Fall geben.“

Die schlechte finanzielle Lage könnte die VHS allerdings dazu zwingen, im Herbst Preiserhöhungen bei den Kursen vorzunehmen. Ob der Freistaat wieder wie 2020 einen Rettungsschirm aufspannt, sei noch offen.

Angesichts der Schwierigkeiten kommt für Matrai trotzdem nicht in Frage, den Kursbetrieb einzustellen. „Das ist keine Alternative. Wir kommen unserer satzungsgemäßen Aufgaben nach: Erwachsenenbildung anzubieten.“ Das geschehe mit viel Herzblut.

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