Keine große Jubelfeier

Wegen Corona: TSV Soyen muss sich mit Feier zum 50-jährigen Bestehen noch gedulden

Peter-Müller-Park: Seit 2011 gebührt dem Vorsitzenden eine besondere Ehre. Der Sportplatz wurde nach ihm benannt, der sogenannte „Peter-Müller-Park“.
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Peter-Müller-Park: Seit 2011 gebührt dem Vorsitzenden eine besondere Ehre. Der Sportplatz wurde nach ihm benannt, der sogenannte „Peter-Müller-Park“.

Wegen der Corona-Pandemie fiel die große Jubiläumsfeier für den Turn- und Sportverein Soyen im Sommer aus. Die Hoffnung ruht jetzt auf 2021.

Von Maike Bederna

Soyen – Die Corona-Pandemie bedeutet auch schwere Zeiten für den Sport und die Amateurvereine, damit auch für den TSV Soyen. Der Fußballplatz draußen bleibt unbespielt, drinnen die Turnhalle leer. Hatte der Verein doch erst im September Hygienekonzepte für die Nutzung und für das Wiederaufleben des Vereinssports und auch die Zuschauer geschaffen, so ist der Freude nach ein paar Wochen schon wieder vorüber. Tischtennisligen- und Fußballpokalspiele ruhen, auch der Breitensport, wie beispielsweise Gymnastik und Zumba, ist auf Eis gelegt.

Auf Jubiläum im Sommer verzichtet

Zuvor musste der Verein bereits auf das große Vereinsjubiläum im Sommer verzichten, auf das sich die Verantwortlichen und Vereinsvorsitzender Peter Müller so gefreut hatten. Die Enttäuschung war groß gewesen, aber es gab keine Alternative, so äußerte sich der Vereinsvorstand. Die jetzt anstehende Generalversammlung, bei der die Erneuerung der Vorstandsriege und Ehrung des Vereinsvorsitzenden geplant war, ist jetzt nach aktueller Planung auf den Januar 2021 verschoben – aber aufgeschoben bedeutet nicht aufgehoben. Und noch gibt der Verein nicht auf, das langersehnte Vereinsjubiläum zum 50-jährigen Bestehen im Juli 2021 feiern zu können.

Peter Müller seit 30 Jahren Vorsitzender

Seit drei Jahrzehnten leitet Peter Müller den TSV Soyen als Erster Vorsitzender. Sein Herz schlägt für den Fußball und den Verein, aber er ist ebenso aktiv in der Kommunalpolitik. Als Zweiter Bürgermeister bildete er für nahezu ein Vierteljahrhundert eine Konstante im Ort. Beruflich war Peter Müller als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde viel unterwegs, bevor er sich 1980 selbstständig machte.

Zu seinem Posten als Vereinsvorstand kam der studierte Physiker und Mathematiker im Jahr 1990 als Nachfolger vom Freundl Wast. Denn er spielte beim TSV Soyen nicht nur aktiv Fußball seit 1974, sondern war auch bereits lange Jahre als Trainer im Einsatz. Mit Abstand bildete die Fußballabteilung die größte Abteilung – damals wie heute. Tennis kam 1995 mit dem Bau der Anlage als großer Anziehungspunkt dazu.

„Crazy Girls“ ein beliebter Export

Weitere Abteilungen wie die Damengymnastik, Aerobic, Volleyball, Skifahren und das Stockschießen waren beliebt, die Gymnastik der Damen existiert noch heute. Im Showtanz erfreuten die Soyener „Crazy Girls“ unter dem Dach des TSV Soyen viele Jahre lang mit Auftritten zu Fasching als ein sehr beliebter „Export“ die ganze Region.

Peter Müller im Jahr 2020

Während einige Abteilungen im Laufe der Zeit verschwanden (Skifahren, Stockschießen, zuletzt Volleyball), gesellte sich die Motorradgruppe „Kawa-Club Wasserburg“ hinzu und zog ins Tennisheim. Auch Tennis selbst ist seit Kurzem wieder in Soyen „en vogue“ und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Der Verein umfasst insgesamt circa 600 Mitglieder, noch ist zum Glück keine Austrittswelle durch Corona spürbar.

Im Gespräch verrät Müller, dass er sich auch nach seiner Ablösung nicht aus dem Vereinsleben zurückziehen möchte. Er würde nach wie vor dem Verein zur Verfügung stehen, meint er, derzeitige Projekte sind unter anderem die die Themen „Digitalisierung“ und die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik. Und ganz sicher ist er wie gewohnt am Feldrand bei den Ersten und Zweiten Herren zu sehen, sobald Spiele und Zuschauer wieder erlaubt sind.

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