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Sonder-Impfaktion erfolgreich

St. Wolfganger Ärzte warnen: Zweite Corona-Spritze nicht verpassen

Beim Vorbereiten der Impfdosen: Arzthelferinnen Alexandra Osterloher (links) und Andrea Lorenz beim Aufziehen der Spritzen.
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Beim Vorbereiten der Impfdosen: Arzthelferinnen Alexandra Osterloher (links) und Andrea Lorenz beim Aufziehen der Spritzen.
  • VonHermann Weingartner
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Allgemeinärzte haben in St. Wolfgang große Corona-Impfaktionen organisiert. Auch den zweiten Termin nahmen die Bürger fleißig wahr. Trotzdem sind die Mediziner in Sorge: Impfmüdigkeit macht sich breit. Immer mehr sagen die Termine ab.

St. Wolfgang – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben die Allgemeinärzte Udo Hahn aus St. Wolfgang und Chrysovalantis Kantzeloglou aus Dorfen mit ihren Praxisteams zwei große Impfaktionen mit AstraZeneca und Biontech in der St. Wolfganger Goldachhalle organisiert und durchgeführt.. „Das war eine gute Sache“, fasste Hahn jetzt nach den Zweitimpfungen zusammen. Denn insgesamt 2551 Menschen haben jetzt bei der abschließenden Immunisierungsaktion der Kooperation „Ärzte im Isental“ ihre zweite Dosis bekommen – wichtig für die Immunisierung, wie die Mediziner betonten.

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Als erstes gab’s im Mai eine „Astra-Ü40-Impfung“ mit knapp 700 Impfwilligen. Zur zweiten Massenaktion im Juni mit dem Biontech-Vakzin kamen rund 2300 Menschen, darunter sehr viele junge Leute. Die Zweitimpfungen beider Aktionen wurden jetzt an einem Wochenende durchgeführt. Dabei sind insgesamt 2551 Menschen immunisiert worden, die meisten aus dem St. Wolfganger Gäu und Umkreis, sagte Hahn im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung.

Von weit her angereist

Über 3000 hätten es sein können, nicht alle Erstgeimpften waren aber erschienen. Und das leider auch ohne abzusagen, bedauerten die Organisatoren. Dagegen hätten „nicht wenige trotz Zweitimpfungsmöglichkeit am Wohnort die weitere Anreise auf sich genommen, auch weil sie meinten, es gehöre sich so, weil sie so zufrieden waren beim ersten Impftermin“, freuten sich die beiden Allgemeinärzte. Viele Impfwillige kamen auch aus dem Raum München, Rosenheim und sogar aus Frankfurt und Baden-Württemberg.

Keine Dosis verworfen

Erfreulich sei, so Hahn, dass es „keine relevanten Zwischenfälle gab. Alle bestellten und gelieferten Biontech-Impfdosen konnten verimpft werden, sodass nichts verworfen werden muss“. Über 90 Prozent der Astra-Erstgeimpften haben sich nun für Biontech als Zweitimpfung entschieden. Es war „für alle eine schöne Aktion, weil wir glückliche Menschen hatten. Alle Beteiligten hatten deshalb Freude an der Arbeit. Es war eine gute Sache“.

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Einig sind sich Hahn und Kantzeloglou, die zweite Covid-19-Schutzimpfung nicht wahrzunehmen sei „fahrlässig“. Nach aktuellem Wissenstand sei klar, dass „ein guter Schutz gegen einen schweren oder gar tödlichen Infektionsverlauf erst nach der zweiten Impfung eintritt“. Guten Schutz würden alle hier zugelassen Vakzine, egal ob AstraZeneca, Biontech oder Moderna bieten.

Aus seinem Alltag berichtete Hahn, dass es dort mit der Impfbereitschaft „ganz schlecht“ laufe. Erst vergangene Woche hätten sich für die beiden Impftage in seiner Praxis zunächst über 100 Leute für eine Erstimpfung angemeldet, gekommen waren nur insgesamt 25 Leute. Das sei „katastrophal, nicht schön“.

Angemeldet und nicht gekommen

Wie’s nun weiter gehe mit einer möglichen Auffrischungsimpfung könne man derzeit nicht sagen, meinte Hahn im Ausblick. Das sei „noch in der Schwebe“. Abwarten müsse man auch, „was die Politik will“. Stand jetzt seien: „Alle sind glücklich, das ganze Impf-Team steht bereit für eventuelle anstehende Auffrischungsimpfungen“. Die Aktion würde dann „auch wieder gebündelt und in bewährter Form an einem oder mehreren Wochenenden durchgeführt“.

Ohne externe Unterstützung wären die Massenimpfungen nicht zu machen gewesen, betonte Hahn. Er und Kantzeloglou bedanken sich daher auch bei der St. Wolfganger Feuerwehr für die Verkehrsführung und das Parkplatz-Management (FFW) sowie der Gemeinde für die kostenlose Überlassung der Goldachhalle für die Aktionstage.

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