WINTERDIENST

Corona sorgt für neue Herausforderungen beim Streuen im Wasserburger Land

Über einen bisher ganz normalen Winter freut sich die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamts Rosenheim, in deren Zuständigkeit auch die Hauptverkehrsstraßen in und um Wasserburg fallen. Doch es gibt eine Besonderheit im Corona-Winter.

Wasserburg– Axel Reinicke, verantwortlich für den Straßenbetriebsdienst aller Staats- und Bundesstraßen sowie zum Teil auch der Kreisstraßen in den vier Landkreisen Ebersberg, Mühldorf, Miesbach und Rosenheim, stellt fest: „Es kommt vor, dass wir aufgrund der Wettervorhersage am frühen Morgen präventiv streuen müssen. Wegen des aktuell geringen Verkehrsaufkommens wissen wir aber nicht genau über die Auswirkungen der Sole auf die Straßenverhältnisse Bescheid.“ Der Lockdown wegen Corona hat laut Reinicke zur Folge, dass aufgrund des Trends zum Homeoffice erheblich weniger Autofahrer unterwegs sind. Die Sole auf der Fahrbahn werde dadurch nicht so verteilt wie sonst üblich und über den Reifenabdruck nicht so intensiv in das Eis eingearbeitet.

Wetterprognosen kommen in der Nacht

Für die Mitarbeiter der Straßenmeisterei gehört frühes Aufstehen im Winter zur Normalität: Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes sagen ihnen schon in der Nacht, wo es glatt werden könnte. Ein dichtes Netz an Straßenwetterstationen und Glättemeldeanlagen steht zur Verfügung, die Informationen über die Fahrbahntemperatur und die Luftfeuchtigkeit liefern. Und entsprechend werden die Einsätze gefahren. Etwa zwei bis drei Stunden dauert es dann, bis ein Winterdienstfahrzeug die zugeteilte Route abgefahren hat.

Ausreichend Salz im Lager

Auch die Eiselfinger Firma Zosseder ist am Streudienst beteiligt, sie erhält von der Straßenmeisterei nach Ausschreibungen Winterdienst-Aufträge – etwa für die B 15 Richtung Rosenheim. „Das klappt gut“, sagt Reinicke. Auch für den Nachschub an Salz durch die Straßenmeisterei ist gesorgt: „Es gibt genug in dem von uns in Eiselfing angemieteten Lager.“

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Die Vorräte, die schon im Sommer angelegt werden, seien so bemessen, dass man sich nicht aus anderen Bundesländern versorgen müsse. „Das spart Geld.“ Selbst im Fall eines lang anhaltenden Winters würden die Vorräte ausreichen, so Reinicke. Und sollte es doch mal knapp werden, können die Straßenmeistereien auf eine der regionalen Zentralhallen zugreifen. „Dort ist eine Nachlieferung stets gewährleistet.“

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