SCHULE IN CORONA-ZEITEN

Corona macht Griesstätter Grundschule (vorerst) einen Strich durch die Rechnung

Probesitzen im neu geschaffenen Klassenzimmer: Schulleiterin Nicole Wagenstaller (links) und ihre Stellvertreterin Christiane Prechter freuen sich, dass das neue Raumkonzept in der Sporthalle funktioniert hat – wenn auch erst einmal nur für eine Woche.
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Probesitzen im neu geschaffenen Klassenzimmer: Schulleiterin Nicole Wagenstaller (links) und ihre Stellvertreterin Christiane Prechter freuen sich, dass das neue Raumkonzept in der Sporthalle funktioniert hat – wenn auch erst einmal nur für eine Woche.
  • vonPetra Maier
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Alles war so gut vorbereitet: Die Grundschüler sollten in Griesstätt endlich wieder mit all ihren Klassenkameraden gemeinsam unterrichtet werden. Eine Woche ging das gut. Dann stiegen die Corona-Zahlen und Schulleiterin Nicole Wagenstaller musste alle wieder in den Distanzunterricht schicken.

Griesstätt – Viel Arbeit hat man sich an der Griesstätter Schule gemacht und neue Raumkapazitäten geschaffen. Endlich sollte Schluss sein mit dem Distanzunterricht.

Leider ging die Rechnung nicht ganz auf. Nach einer Woche frohen Lernens mit den gewohnten Klassenkameraden heißt es nun auch in Griesstätts Grundschule wieder: Türen zu und Distanzunterricht.

Fünf Tage lang ging alles gut: Die Kinder kamen wieder jeden Tag zur Schule – dank eines neuen Raumkonzeptes, bei dem sogar die Turnhalle eine wichtige Rolle spielte.

Hohe Hürden für Präsenzunterricht

„Wie bekommen wir alle Kinder wieder zurück in die Schule?“ Mit dieser Frage hatten sich viele Verantwortliche und Betroffene aus der Schulfamilie intensiv auseinandergesetzt. Für den „Präsenzunterricht mit Mindestabstand“ gibt es schließlich hohe Hürden. Schulleiterin Nicole Wagenstaller berichtet: „Der monatelange Distanz- und Wechselunterricht ist den Kindern, Eltern und Lehrkräften an die Substanz gegangen. Das erklärte Ziel war, alle Kinder der sechs Griesstätter Grundschulklassen mit 1,5 Metern Abstand zurück in den Präsenzunterricht zu holen.“

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Alle Möglichkeiten, die wurden genauestens überprüft – mit dem Ziel zu klären, wo welche Klasse unter den Bedingungen des Rahmenhygieneplans des Kultusministeriums unterrichtet werden kann. „Dies war nur für eine Klasse im ursprünglichen Zimmer möglich“, so Wagenstaller. Viele Ideen wurden auf ihre Umsetzbarkeit getestet, die meisten auch wieder verworfen, und endlich ergab sich die Möglichkeit, zwischen 2 Schulräumen eine Wand herauszunehmen.

Dadurch wurde ein bestehendes Klassenzimmer so vergrößert, dass dort eine Klasse mit Abstand unterrichtet werden kann.

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In einem gemeinsamen Kraftakt zogen dann 5 Klassen komplett um. Sogar in der Sporthalle der Schule wurde ein weiteres Klassenzimmer eingerichtet. Durch die Nutzung der Turnhalle, des Gymnastikraumes, des großen Werkraums und des neu geschaffenen großen Klassenzimmers wäre jetzt ein regulärer Unterricht an fünf Tagen in der Woche möglich, betont Wagenstaller.

Wenn nicht Corona wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte: Nur eine Woche konnte der Unterricht vor den kompletten Klassen stattfinden. „Darüber freuten sich nicht nur die Grundschüler, sondern auch die Lehrkräfte und die Eltern“, bestätigt Wagenstaller.

Teameinsatz für das neue Raumkonzept

Die Teamarbeit vieler Beteiligter trug ihre Früchte: Schulleitung und Lehrerkollegium, Bauhofmitarbeiter, Bürgermeister Robert Aßmus und sein Stellvertreter Anton Strahlhuber, Sportverein, Kindergarten, Förderverein der Grundschule und viele Umzugshelfer sowie der Elternbeirat der Grundschule hatten sich eingesetzt, um das neue Raumkonzept umzusetzen.

Nun ruht alles wieder. „Aber, es ist ja glücklicherweise nicht umsonst. Irgendwann wird die Schule wieder öffnen und dann können unsere Schüler wieder mit all ihren Klassenkameraden gemeinsam dem Unterricht folgen“, freut sich Wagenstaller.

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