Reihentestung durchgeführt

Corona-Ausbruch im Kloster Gars: 16 positive Fälle - zwei Brüder in der Klinik

Im Kloster Gars waren 16 von 22 Mitbrüdern positiv auf Covid-19 getestet worden. Die meisten konnten inzwischen ihre Quarantäne beenden. Zwei Padres werden noch in den Krankenhäusern Mühldorf und Altötting behandelt.
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Im Kloster Gars waren 16 von 22 Mitbrüdern positiv auf Covid-19 getestet worden. Die meisten konnten inzwischen ihre Quarantäne beenden. Zwei Padres werden noch in den Krankenhäusern Mühldorf und Altötting behandelt.
  • vonBruno Münch
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  • Andrea Klemm
    Andrea Klemm
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16 von 22 Redemptoristen-Pater aus dem Kloster Gars waren Anfang November positiv auf Covid-19 getestet worden. Zwei Mitbrüder mussten ins Krankenhaus. Einer wird in Altötting und der zweite in Mühldorf behandelt.

„Ein Mitbruder musste anfangs beatmet werden. Meiner Kenntnis nach geht es ihm besser. Beide sind stabil“, sagt Verwaltungsleiter Pater Anton Dimpflmaier auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen erleichtert.

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Gesundheitsamt brachte abends Schutzausrüstung

Das Kloster in Gars hatte sich - wie erst jetzt bekannt wurde - selbst in Quarantäne geschickt – die nun allmählich beendet ist. „Die Situation im Kloster Gars ist seit nunmehr einer Woche wieder ganz entspannt und stabil“, berichtet Dimpflmaier und erzählt von einer freiwilligen Reihentestung, die am 3. November durch geführt wurde. „Wir wollten einfach auf Nummer sicher gehen, wir haben ja viele ältere Männer im Haus, die meisten sind 70plus. Die Fallzahlen in Landkreis Mühldorf sind ja hoch. Da wollten wir nichts übersehen“, so Dimpflmaier weiter. Er sei froh, dass von so vielen positiv Getesteten nur zwei ins Krankenhaus, mussten. „Der Großteil hatte zum Glück nur leichte Symptome“, wie der Verwaltungsleiter sagt.

Lob für das Gesundheitsamt Mühldorf

Für das Landratsamt Mühldorf sei er voll des Lobes. Als am 5. November die Ergebnisse der 16 positiven Tests vorlagen, „kamen Vertreter des Gesundheitsamtes halb neun abends zu uns und brachten Schutzkleidung und FFP2-Masken, für den Fall, dass wir nicht ausreichend davon haben“, sagt der Pater. Doch das Kloster hatte sich bereits gut eingedeckt und das Landratsamt bescheinigte den Redemptoristen, die sie die Quarantäne sehr gut organisiert hatten.

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Das Gesundheitsamt unterstützte das Kloster dennoch, die umfassende Quarantäne einzurichten, um eine Weiterverbreitung des Virus zu unterbinden, berichtet Anton Dimpflmaier. Umgehend seien Außentermine, zum Beispiel Gottesdienste abgesagt worden. Der durch die Staatsregierung verordnete „Lockdown light“ sei sehr hilfreich gewesen. „Damit waren seit Anfang November ohnehin die Lehrgänge des Instituts für Lehrerfortbildung abgesagt und Außenkontakte weitestgehend reduziert“, so der Verwaltungsleiter. Die Mitarbeiter des Klosters seien sofort informiert sowie die schon bestehenden Schutz- und Hygienemaßnahmen erweitert worden.

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„So konnte erfolgreich verhindert werden, dass sich weitere Personen mit dem Corona-Virus anstecken. Die meisten Mitbrüder konnten am Samstag, 14. November, ihre Quarantäne beenden. Derzeit befinde sich nur noch ein Mitbruder im Kloster in Einzel-Quarantäne.“ Zwei Pater sind noch in den Kliniken. „Ihr Zustand ist erfreulicherweise stabil“, sagt Dimpflmaier.

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