„Containerunterricht“ während Sanierung der Isener Schule nicht notwendig

Mit Beginn der Sommerferien 2021 werden Handwerker in der Grundschule Isen mit der Grundsanierung beginnen.
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Mit Beginn der Sommerferien 2021 werden Handwerker in der Grundschule Isen mit der Grundsanierung beginnen.

Im Frühjahr 2021 sollen die Bauarbeiten an der Isener Schule beginnen. Das kündigte Architekt Udo Rieger in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats an. Die gesamte Bauzeit werde voraussichtlich fünf Jahre betragen, so Rieger. Zu Beginn des Schuljahrs 2026 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Von Anne Huber

Isen – Beginnen werden die Baumaßnahmen mit der Sanierung der Turnhalle, kündigte Architekt Udo Rieger in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats Isen an.

Rieger stellte dem Gremium das Sanierungskonzept vor. Wenn in der Turnhalle die schadhafte Dach- und Gefälleabdichtung erneuert und die Oberlichter ersetzt sein werden, gehe es zu Beginn der Sommerferien 2021 mit der eigentlichen Generalsanierung und dem Anbau am Nordtrakt weiter. Der neue Teil des Nordtraktes wird demnach mit massivem Unter- und Obergeschoss wie auch Holzständerbauweise errichtet. Im Neubau ist ein Interimsflur vorgesehen. Er wird mit feuerhemmenden Leichtbauwänden ausgeführt und nach der Sanierung des alten Teils zurückgebaut. Weil der Nordtrakt-Neubau während der Sanierung (Sanitär und Wärmedämmverbundsystem) des Bestandstraktes für den Unterricht genützt werden kann, spart man sich die Auslagerung in eine „Container“-Schule. Insgesamt können laut Planer 1,36 Millionen Euro durch diese Lösung eingespart werden. Das derzeitige Flachdach des Nordtraktes wird durch ein flach geneigtes Satteldach ersetzt. Die Gesamtkosten der Bau- und Sanierungsmaßen leigen bei rund 25,6 Millionen Euro.

Als „anspruchsvollsten Bauabschnitt“ bezeichnete Rieger die Sanierung des Zentraltraktes. Hier wird laut Bericht ein Treppenhaus zurückgebaut, die Aula erhält einen separaten Zugang und ist damit auch für Veranstaltungen außerhalb des Schulbetriebs nutzbar. Durch eine optimierte Raumaufteilung ließen sich auch Mensa und Cafeteria besser unterbringen, sagte Rieger. Eine vierte Ebene werde es nur noch im Zentraltrakt geben, hier sollen offene Ganztages- und Mittagsbetreuuung untergebracht werden. Zentral- und Westtrakt sollen aufgeständerte Pultdächer erhalten.

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Für jeden Bauabschnitt muss nach Angaben des Planers der Brandschutz nachgewiesen werden. Abgespeckt hatte bereits der „alte“ Gemeinderat bei Fassadengestaltung und Fenstern. Bei den Fenstern konnte man durch die Wahl eines Standartformats, durch die eine Serienfertigung möglich ist, zu einer Kostenersparnis in Höhe von 245 000 Euro kommen.

„Die Verlängerung der ursprünglich avisierten vierjährigen Bauzeit resultiert daraus, dass nur während der Sommerferien Teilabnahmen, Mängelbeseitigungen und Umzüge möglich sind“, gab Rieger zu bedenken. Von den 40 Gewerken müssen laut Rieger nach geltendem EU-Recht 80 Prozent europaweit ausgeschrieben werden. Die Turnhalle sei fördertechnisch eigenständig und von der eigentlichen Genehmigung unabhängig einzustufen, müsse aber bis 2022 fertiggestellt sein, so der Architekt.

Um die Turnhalle ging es auch in der Anfrage von Gerhard Aimer-Kollroß (SPD). Er wollte wissen, ob eine Erweiterung möglich sei. „Eine Erweiterung im Innenhof ist undenkbar. Die Feuerwehr kann derzeit nur mit Rangiermanövern in den Innenhof gelangen“, sagte Rieger. „Aktuell werde das Material der Außenfassade geprüft, weil hier ein Wärmeverbundsystem angebracht werden soll“, so Rieger. Deswegen seien Nachträge durch „relativ viele Gutachten“ möglich. „Was für ein Material verwendet wurde, steht in den Plänen leider nicht drin“, erklärte der Architekt, der den aktualisierten Planungsstand regelmäßig im Gemeinderat vorstellen will.

Bürgermeisterin Irmgard Hibler bewertete die großen Klassenzimmer, die durch die Generalsanierung erhalten bleiben, als positiv. „Gerade in der gegenwärtigen Corona-Stiuation können wir froh darüber sein.“

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