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Abhängig von der Corona-Situation

Vollprogramm oder Miniversion? Stufenplan für den Christkindlmarkt in Wasserburg

Wird es wohl so schnell nicht wieder geben: eine Eislaufbahn beim Wasserburger Christkindlmarkt. Derzeit steht es noch in den Sternen, ob und in welcher Form, ein Christkindlmarkt stattfinden kann. Der Wirtschaftsförderungsverband hat einen Stufenplan ausgetüftelt. Unser Bild entstand 2019 beim Auftritt der Ice Starlets.
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Wird es wohl so schnell nicht wieder geben: eine Eislaufbahn beim Wasserburger Christkindlmarkt. Derzeit steht es noch in den Sternen, ob und in welcher Form, ein Christkindlmarkt stattfinden kann. Der Wirtschaftsförderungsverband hat einen Stufenplan ausgetüftelt. Unser Bild entstand 2019 beim Auftritt der Ice Starlets.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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„Wir brauchen den Christkindlmarkt“, sagt Christian Huber vom Wirtschaftsförderungsverband Wasserburg. Im WFV leitet er den Christkindlmarkt- und Frühlingsfestausschuss. Derzeit sei noch nicht absehbar, ob eine vierte Welle einen Christkindlmarkt überhaupt möglich mache. Darum gibt es – je nach Szenario – einen Stufenplan zwischen Vollprogramm und Miniversion.

Wasserburg – „In jüngerer Zeit hat es uns ziemlich gebeutelt, zweimal ist uns das Frühlingsfest wegen der Pandemie weggefallen, einmal der Christkindlmarkt“, sagte Moritz Hasselt in seinem Rückblick bei der Jahresversammlung des WFV im Café Deliano. Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsverbandes, der bei der späteren Wahl zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde, weil er aus beruflichen Gründen in die zweite Reihe rücken wollte (wir berichteten), erklärte in seiner „Corona-Nachlese“, dass es schon nicht leicht sei, aus dem Frühlingsfest – wenn es läuft – Geld rauszuziehen.

Verträge mit Wirt und SAS verlängert

Er stellte heraus, dass die beiden Großveranstaltungen seitens des WFV rein ehrenamtlich organisiert seien. Nur mit Partnern wie Festwirt Schorsch Lettl und den Veranstaltungsprofis von SAS sei es möglich, dass der Verein hier Einnahmen generiere. Mit beiden Parteien seien die Verträge verlängert worden, um die Saisonen, die pandemiebedingt ins Wasser gefallen sind.

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Die Konkurrenz des Frühlingsfestes wachse jedes Jahr an. „Es gibt immer mehr Burschenfeste, die immer nobler werden. Für uns ist das ein Wettlauf, denn sobald wieder Feste erlaubt sind, werden die alle auf einmal stattfinden. Auch die Feuerwehren warten darauf, dass sie mit ihren Veranstaltungen wieder loslegen dürfen“, so Hasselt.

Christian Huber, zweiter Vorsitzender, der sich in der Neuwahl zum Beisitzer wählen ließ, erklärte als Leiter des Christkindlmarkt- und Frühlingsfestausschusses, „das Frühlingsfest war früher ein Heiligtum, da legte keiner seinen Termin hin. Heute ist das den Burschen wurscht, die machen da ihre Feste. Aber genau diese Lederhosenburschen gehen uns dann ab, um die Zelte zu füllen“.

Konkurrenz beim Christkindlmarkt

„Nebenbuhler“ hat inzwischen auch der Christkindlmarkt inzwischen auch im Umland bekommen, denn viele Dörfer veranstalten inzwischen einen „Adventszauber“.

Daher müsse der Wasserburger Christkindlmarkt attraktiv bleiben. Daher war 2019 die Idee geboren worden, eine Eisbahn in der Herrengasse zu betreiben – mit außerordentlichem Erfolg.

Rund 10 000 Besucher drehten auf ihren Kufen ihre Runden. 1000 Schüler kamen mit ihren Lehrern her – statt in Bussen in die Eisstadien nach Waldkraiburg oder Rosenheim gekarrt zu werden.

Teilweise harsche Kritik

Kritik habe es wegen der Umweltverträglichkeit gegeben. Man habe nur klimaneutralen Strom verwendet. „Pro Besucher wurden 1,4 Kilowattstunden verbraucht. Das ist, wie wenn man zwei Minuten warm duscht“, so Huber.

Er dankte Bürgermeister Michael Kölbl und denjenigen Stadträten, die sich für die Eisbahn einsetzten. Teilweise bizarre Formen haben die Kritik und der Ton einzelner Kritiker angenommen. „Man muss schon was einstecken können.“ Doch das ehrenamtliche Team habe es ausgehalten.

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„Ich fürchte, so schnell wird es eine Eislaufbahn nicht mehr geben“, seufzte Huber. Mit Blick auf den Winter 2021 und eine mögliche vierte Welle wisse man bis dato noch nicht, ob und wie man den Christkindlmarkt einplanen kann. „Worst Case wäre, die Hütten sind aufgebaut und mittendrin müssen wir wieder zumachen“, sagte Christian Huber. Daher habe man sich einen Stufenplan überlegt. Zwischen Vollprogramm und Miniversion habe man diverse Alternativen in der Schublade - je nachdem, was die Infektionsschutzmaßnahem hergeben. Auch das Areal des Altstadtbiergartens im Schopperstattweg böte Raum für eine Ersatzveranstaltung im Advent. „Wir brauchen den Christkindlmarkt dingend.“

Den Altstadtbiergarten habe man vergangenes Jahr gemeinsam mit SAS aus dem Boden gestampft. Auch heuer ist der sogenannte „Pop-up-Biergarten“ mit voraussichtlich 16 Terminen mit Live-Programm ab dem 23. Juli am Start. Infos: sas-events.de.

In der Vorbereitung dazu habe es auch Anwohnergespräche gegeben. Hier sei die Kritik sehr zurückhaltend gewesen, etwa in Bezug auf Lautstärke, weil sich SAS vorbildlich an die Regeln halte.

Anziehungspunkt für Auswärtige

„Ja, ich höre immer, dass die Wirte sich beschweren, dass der Biergarten potenzielle Kunden abziehe. Aber wir ziehen doch Leute aus dem Umland erst hierher. Und wenn um 22 Uhr Schluss ist, bevölkern diese dann die Lokale in der Altstadt“, argumentierte er. Zudem sei der Platz dort eingezäunt und somit geeignet, zu prüfen, ob die Besucher getestet, geimpft oder genesen seien.

Er erinnerte auch daran, dass der WFV gemeinsam mit den Wasserburger Löwen, auf deren Areal, ein Testzentrum ins Leben gerufen hat. „Und das zu einer Zeit, zu der das total wichtig war und unsere Einkaufsstadt gebraucht hat.“

Kölbl: „andernorts dodelt‘s“

Bürgermeister Michael Kölbl sagte, der WFV habe die Herausforderungen der Pandemie toll gemeistert. „Niemand konnte sich vor Corona vorstellen, dass die Läden zusperren, man daheim bleiben soll, oder was ein Lockdown ist“, so das Stadtoberhaupt. Er lobte das Engagement des Verbandes, stets zum Wohle der Stadt zu handeln. „Andernorts dodelt‘s. Bei uns ist immer was los. Hier funktioniert es – dank der Vielfalt an Gewerbetreibenden, die sich was einfallen lassen.“

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