Chemiker und Autor

Geschichte und Geschichten, Wortspiele und Gewinnrätsel sind die Leidenschaft von Dr. Richard Kirchlechner. RE

Rott –. Mit seinem großen Freundes- und Bekanntenkreis feierte Dr.

Richard Kirchlechner seinen 80. Geburtstag zu Hause am Leitenweg in Rott. Vielen Rottern ist er durch seine im Eigenverlag erschienenen Bücher bestens bekannt. Bürgermeister Marinus Schaber (Bürger für Rott) und Elvira Hillenbrand von der Pfarrei gratulierten ihm.

Der gebürtige Rotter besuchte die Grundschule am „Schulberg“ und danach die Oberrealschule an der Königstraße in Rosenheim, das heutige Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium. Nach anfänglichem Widerwillen gegen die anorganische Chemie „zündete“ es dann bei ihm bei der organischen Chemie, und Kirchlechner beschloss, nach dem Abitur an der Technischen Hochschule in München Chemie zu studieren.

Sein Vater Michael kämpfte im Zweiten Weltkrieg, und so wuchs Richard Kirchlechner mit seinem jüngeren Bruder Alfred ohne Vater auf. Zum Glück kehrte der Vater unversehrt aus dem Krieg heim.

Kirchlechners „Chemikerlaufbahn“ mündete zunächst im Diplom. Nach zwei weiteren Jahren folgte der Doktortitel. Einen Monat später heiratete der junge „Doktor“. Im Laufe seines Berufslebens ergab sich dann ein vierjähriger Aufenthalt in Südhessen, wo seine beiden Söhne geboren wurden. Schließlich konnte er 1982 nach Bayern zurückkehren, und fing bei der Merck-Tochter in Hohenbrunn an.

2003 ging Dr. Richard Kirchlechner endgültig in den Ruhestand. Nun hatte er Zeit für Rad- und Bergtouren, zum Teil mit Sohn Thomas oder seinen Rotter Bekannten. Mit einem ehemaligen Arbeitskollegen folgte die Wanderung auf dem Jakobsweg nach Santiago di Compostela, worüber die beiden ein Buch verfassten.

Hier beginnt Richard Kirchlechners zweites großes Betätigungsfeld: Er gründete einen eigenen Verlag für seine große Leidenschaft, die Autorentätigkeit. Viele Rotter kennen die von ihm verfasste „Ortschronik von Rott“ und weitere Bücher, in denen es nicht ausschließlich um die Ortsgeschichte geht, sondern um seine Freude an Wortspielen und Dialekten. So verfasst er immer wieder Gewinnrätsel für Jugendliche im Rotter Gemeindeblatt und für den Bauernmarkt. Auch das Leserbriefschreiben „kann er nicht lassen“. So hat die Wasserburger Zeitung bisher 75 Leserbriefe von ihm bekommen, die weniger politische Themen betreffen, sondern sich mit Geschichte, Naturwissenschaften, Mathematik und Dialekt befassen.

Zu seinem runden Geburtstagsfest wollte er ein neues Buch präsentieren: „Rott am Inn – Geschichte und Geschichten“. Leider entsprach der Vorabdruck dieses sicher interessanten Werkes vor allem bei den Abbildungen nicht den Vorstellungen des Autors, und so müssen er und die Rotter noch etwas warten. ags

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