Abstimmung über Zuschuss im Gemeinderat

ÖPNV gut aufgestellt: Buslinie von Eiselfing nach Wasserburg hat sich rentiert

Die Linie von Eiselfing zum Busbahnhof in Reitmehring (Foto) hat sich bewährt, Eiselfing kann die Anschubfinanzierung einstellen.
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Die Linie von Eiselfing zum Busbahnhof in Reitmehring (Foto) hat sich bewährt, Eiselfing kann die Anschubfinanzierung einstellen.

Die Buslinie von Eiselfing nach Wasserburg ist gut frequentiert. Das Netz ins Umland soll sogar weiter ausgebaut werden. Diese positiven Nachrichten zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) standen im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Eiselfinger Gemeinderates.

Eiselfing – Keine weiteren Zuzahlungen zur Buslinie 9414 (Eiselfinger-Bachmehring-Wasserburg) der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RoVG) sind seit dem 1. Januar mehr nötig. Kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres teilte dies die RoVG der Gemeinde Eiselfing mit. Die Linie sei so gut von den Fahrgästen angenommen worden, dass keine weitere finanzielle Beteiligung mehr eingefordert werde. „Das sind 5665 Euro, die für das Jahr 2020 letztmalig bezahlt werden müssen“, informierte Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) den Eiselfinger Gemeinderat.

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Mitglied Michael Maier (CSU) schlug deshalb vor, zu überlegen, ob der bisherige Betrag für die Wasserburger Linie zukünftig zur finanziellen Förderung der Buslinie aus Schonstett zur Verfügung stehen könnte. „Da müssen wir noch abwarten. In den Überlegungen zum Gesamtverfahren des neuen Nahverkehrsplanes der RoVG spielt diese Linie auch eine Rolle“, sagte dazu der Bürgermeister – mit dem zusätzlichen Hinweis auf eine vorgesehene Ausweitung der Ameranger Linie ebenfalls bis zum Bahnhof Wasserburg im Stadtteil Reitmehring.

„Der Landkreis ist da dran. Probleme gibt es momentan mit fehlenden Fahrzeugen und beim Fahrpersonal“, berichtete Reinthaler in der Sitzung. Der Gemeinderat stimmte einem Zuschuss für den Busverkehr einstimmig zu. 

MVV-Abrechnung steht noch aus

Seit dem Jahr 2017 steht die Abrechnung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) für die Kostenbeteiligung beim „Filzenexpress“ zwischen Grafing und Wasserburg-Bahnhof aus. Für die MVV-Integration der Zugverbindung müsste die Gemeinde Eiselfing entsprechend einem Schreiben der RoVG aus dem Jahr 2015 jährlich rund 2300 Euro als Anteil mitfinanzieren. Eine erheblichere Summe zur Subvention dieser Bahnverbindung trägt der Landkreis dazu bei.

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