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Verärgerung im Bauausschuss

Busanbindung der neuen Klinik in Wasserburg ist „ein Unding sondergleichen“

Die Wasserburger Kliniken erhalten einen gemeinsamen Eingang. Nur der Bus kann dort nicht halten?
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Die Wasserburger Kliniken erhalten einen gemeinsamen Eingang. Nur der Bus kann dort nicht halten?
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Ein neuer Klinikbau ohne direkte Busanbindung? Eigentlich undenkbar, aber so ist es zumindest geplant beim gemeinsamen Neubau von kbo-Inn-Salzach-Klinikum und Romed-Klinik Wasserburg.

Wasserburg – Das stößt den Kommunalpolitikern, vielen Bürgern und der Verwaltung schon lange sauer auf. Jetzt machte die Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker noch einmal Druck, um doch noch eine Lösung zu erreichen. Einstimmig folgte der Bauausschuss dem Antrag der Fraktionsvorsitzenden von SPD und Linker Liste, nach den Sommerferien eine Begehung zu terminieren.

Seniorenreferentin sichtlich verärgert

An ihr sollen alle wichtigen Vertreter der beiden Kliniken und ihrer Träger vom Bezirk, Stadt und Landkreis, Verwaltung und Ausschussmitglieder sowie Behindertenbeirat aus Wasserburg teilnehmen. Letzterer hatte noch einmal nachgehakt und darauf hingewiesen, dass die derzeit geplante Busanbindung eine zu weit vom Eingang entfernte und zu steile Strecke biete – „eine Zumutung“, so Kayser-Büker. Alle Akteure müssten an einen Tisch gebracht werden, so die Seniorenreferentin sichtlich verärgert.

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„Unfassbar“ findet es auch Zweiter Bürgermeister Werner Gartner (SPD), dass im Rahmen eines 250-Millionen-Euro-Neubaus keine vernünftige Lösung für einen Bus direkt auf das Klinikgelände realisiert werden könne. Dieser berechtigte Wunsch werde seit Beginn der Planungen ignoriert – „ein Unding sondergleichen“, so Gartner.

Bürgermeister Kölbl zählt zu den Kritikern

„Mir fehlt der Glaube“, verdeutlichte Wolfgang Schmid (CSU) seine Skepsis, dass es noch gelingen könnte, das Problem zu lösen. Und wies auf ein Weiteres hin: die Wohnraumnot. Gebetsmühlenartig weise er darauf hin, dass es eine Lösung für das Romed-Klinikgelände und das Hochhaus geben müsse, schließlich folge bereits 2022 der Umzug in den Neubau, so Schmid. Nicht ernst genommen fühlt sich auch Christian Stadler, Fraktionsvorsitzender der Grünen, der als Kreistagsmitglied mehrfach in diesem Gremium auf all diese Problematiken hingewiesen habe. Die Entscheidungsträger seien viel zu spät dran, findet Gartner.

Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) stieß ins gleiche Horn, sieht jedoch noch Hoffnung, auch weil an der Romed-Klinik die neue ärztliche Direktion „eine gewisse Aufgeschlossenheit“ gegenüber der Problematik gezeigt habe. Also sitzt noch ein Kritiker mit Einfluss mehr im Boot.

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