MANCHE VÖGEL BRÜTEN MEHRMALS IM JAHR

Bund Naturschutz Schnaitsee ruft zum Großreinemachen in den Nistkästen auf

Christine Lechner von der Bund Naturschutzgruppe Schnaitsee räumt das alte Nest eines Waldbaumläufers aus.
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Christine Lechner von der Bund Naturschutzgruppe Schnaitsee räumt das alte Nest eines Waldbaumläufers aus.
  • vonJosef Unterforsthuber
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Bei Vogelarten wie Meisen, die mehrmals im Jahr brüten, reinigt man den Nistkasten nicht zwischen den Bruten. Indem das alte Nest entfernt wird, fördert man die Neubelegung im kommenden Jahr und man entfernt eventuell vorhandene Parasiten (Vogelflöhe und Milben). So bleiben die Vögel gesund. Der Bund Naturschutz Schnaitsee macht es vor.

Schnaitsee – Wer aufmerksam lauscht hört sie schon, die Lockrufe der Meisen. Damit wird es Zeit, die Nistkästen zu säubern. Natürlich sind nicht nur die Kohl- und Blaumeisennester gemeint, die aus den Vogelhäusern entfernt werden sollten, wie die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Schnaitsee erklärt.

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Tatsächlich seien auch in manchen Nistkästen zwei Nester aufeinander gesetzt und wenn keine Totfunde im Nest sind, darf der Tierschützer annehmen, dass die beiden Bruten erfolgreich waren, also genug Futter für die Jungen vorhanden war.

Die Eichel- und Bucheckerschalen in diesem Nest weisen auf eine Waldmaus als Bewohnerin hin.

„Meisennester sind typischerweise mit viel Moos, Tierhaaren und kleinen Federn ausgepolstert. Der Kleiber dagegen zieht feine Rindenstückchen der Kiefer vor und außerdem ummauert er das Einflugloch, damit ja kein größerer Vogel als er selber in die Bruthöhle gelangt, erläutert Ortsvorsitzender Alois Dirnaichner. Und weiter erklärt Christine Lechner vom Bund Naturschutz, dass der Baumläufer sein Nest recht holzig und mit altem Gras oder Stroh polstert. „Aber nicht immer sind es die gefiederten Freunde, die sich in den Nistkästen breit gemacht haben. Waldmäuse haben es auch gern trocken im Winter. Und besonders interessant ist es, wenn man einen Gartenschläfer in seinem Winterquartier erwischt. Auf den ersten Blick mag man an eine Ratte denken, die sich eine Zorromaske zugelegt hat.

Diese sehr seltene Art gehört zu den Bilchen, also zu den Schlafmäusen, und ist auch streng geschützt. Also Finger weg, Kasten wieder schließen und ihm weiter angenehme Ruhe wünschen“, so Dirnaichner. Er fordert alle Tierliebhaber, die Nistkästen im Garten haben, diese jetzt zu inspizieren und zu säubern. Sollte mal ein Kasten leer geblieben sein, ist dies noch kein Problem, vielleicht findet ja in diesem Jahr ein Vogelpärchen genau diesen Nistplatz ideal.

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