Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Deponiethema erst am Ende behandelt

Anekdoten und Unterhaltung bei der Bürgerversammlung in Babensham

Bürgermeister Josef Huber referierte ausführlich und abendfüllend über die Aktivitäten und Vorhaben der Gemeinde Babensham.
+
Bürgermeister Josef Huber referierte ausführlich und abendfüllend über die Aktivitäten und Vorhaben der Gemeinde Babensham.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
    schließen

Gemessen an ihrer Einwohnerzahl mag die Gemeinde Babensham relativ klein sein, genug Stoff für eine abendfüllende Aufbereitung all ihrer Aktivitäten bietet sie allemal.

Babensham – Eindreiviertel Stunden lang breitete Rathauschef Josef Huber (Wählergemeinschaft) in der Bürgerversammlung eine Vielzahl Zahlen und Grafiken aus, gab einen Rückblick und benannte künftige Herausforderungen.

Gerne ließen sich die rund 100 Besucher, die sich in der Gastwirtschaft Brunnhuber eingefunden hatten, auch durch Anekdoten aus dem Gemeindegeschehen unterhalten, wie etwa der, dass die vor wenigen Tagen an der Straße zwischen Babensham und Penzing aufgestellten Tempolimit-Schilder auf einmal wieder verschwunden waren, ohne dass die Verwaltung davon Kenntnis hatte. Dem Bürgermeister war’s auf jeden Fall recht: „70-er Taferln auf der neu ausgebauten Strecke – das ist übertrieben“, ließ er die Zuhörer wissen.

Fazit zum Bürgerentscheid

Auffällig war, dass Bürgermeister Huber das heiß diskutierte Thema Deponie in seinem 23-seitigen Vortrag erst ganz am Schluss ansprach – und mit nur wenigen Zeilen bedachte. Seine Fazit aus dem Ergebnis des Bürgerentscheids zur Deponie Ende Februar: Für die Mehrheit des Gemeinderats sei das kein Sieg gewesen, sondern lediglich der Auftrag an die gewählten Vertreter, sich weiter mit dem Problem zu beschäftigen. „Die mit der Deponie verbundenen Ängste vieler Gemeindebürger werden wir mit Sicherheit nicht unter den Tisch fallen lassen.“

27 Kriegsflüchtlinge in der Gemeinde

Ansonsten: Fakten, Fakten, Fakten zum Berichtsjahr 2021. So wurden im vergangenen Jahr in der Gemeinde 29 Kinder geboren – drei weniger als im Vorjahr. Dafür gab es mehr Eheschließungen, und zwar 15, ein Plus von vier. Gestiegen ist auch die Zahl der Todesfälle: von 28 auf 32. Der Bürgermeister informierte ferner über die Zahl der in Asylunterkünften lebenden Personen – es sind 66, davon 22 Kinder. Untergebracht in der Gemeinde sind 27 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Weiter ging es um die Schwierigkeiten, Bauland für den Wohnungsbau und die Gewerbetreibenden zu beschaffen. Huber versprach, in seinem Bemühen dafür, nicht müde zu werden. Beim Straßenbau steht nach Hubers Worten die Strecke Babensham-Unterreit auf der Prioritätenliste ganz oben.

Er verwies zudem auf die „riesige finanzielle Belastung“ durch den Kindergartenausbau – 5,7 Millionen fallen in diesem Bereich insgesamt an, davon muss sie Gemeinde 1,7 Millionen selbst aufbringen. „Es wird eine schöne Anlage werden, wenn auch keine protzige“, sagte Huber.

Nach dem Vortrag des Bürgermeisters informierte David Schmidtner, Vorsitzender der Bürgerenergie Chiemgau, über die Pläne seines genossenschaftlich organisierten Unternehmens für den Ausbau der Photovoltaik in Babensham. Ende März hatte Schmidtner bereits im Gemeinderat das Vorhaben vorgestellt.

Lichtverschmutzung und Wegdebatte

Erst danach, zur vorgerückten Stunde, folgte die Aussprache über die Ausführungen des Bürgermeisters. Eine Besucherin beklagte die Lichtverschmutzung durch unnötig brennende Straßenlaternen.

Ein Ärgernis ist für sie auch die Weigerung der Verwaltung, den Weg, der durch das Deponie-Gelände führt, an die Bürgerinitiative Wasserburger Land zu verkaufen. So könne die Anlage verhindert und die Einrichtung eines Naturlehrpfad zu ermöglicht werden, hieß es. Laut Huber verkauft die Gemeinde den Weg aber gemäß Gemeinderatsbeschluss nicht. „Im Übrigen ist er auch unsere Verhandlungsmasse.“ Jetzt sei erst einmal das weitere Verfahren abzuwarten.

Mehr zum Thema