Bürgermeisterin Annemarie Haslberger hält ihre letzte Bürgerversammlung in Reichertsheim

Eine ihrer letzten Amtshandlungen: Bürgermeisterin Annemarie Haslberger tritt bei der Kommunalwahl im März nicht mehr an. Manzinger

Kurz und knapp, so könnte man die für die Bürgermeisterin Annemarie Haslberger letzte Bürgerversammlung zusammenfassen. Sie tritt nicht mehr an. Vor über 120 Bürgern stellte Haslberger im Schützenheim in Thambach Vergangenes und auch geplante Vorhaben vor.

Von Franz Manzinger

Reichertsheim– Zum Thema Breitbandausbau wurde gesagt, dass die Gemeinde in den letzten Jahren über alle drei Verfahren bisher insgesamt fast 2,1 Millionen Euro investierte, der Eigenanteil der Gemeinde betrug 418 000 Euro.

Viele Bauanträge bearbeitet

30 Bauanträge wurden 2019 im Bauamt behandelt. Das Rathaus wird derzeit saniert. Im Rahmen der Flurneuordnung durch das Amt für ländliche Entwicklung werden Straßen und Hofzufahrten mit zehn Kilometer Länge mit Gesamtkosten von 4,3 Millionen Euro gebaut. Finanziert durch Zuschüssen, Gemeinde und Anlieger. An Bebauungsplänen und Außenbereichssatzungen wurden behandelt: Irling, Pfaffenberg, Lexenberg, Steinberg und Bergham. Erledigt sind Graben, Bauhof, Kronbergstraße und Neustadtstraße. Den neuen Bauhof weihte Diakon Klein vergangenes Jahr ein.

So viele Kinder beuchen Reichertsheimer Kitas und Grundschule

46 Kinder besuchen den Kindergarten und elf die Kinderkrippe. Die Grundschule Ramsau besuchen 66 Kinder aus der Gemeinde und 85 Kinder kommen aus Kirchdorf und Gars.

Zum Abschluss ihrer zwölfjährigen Amtszeit blickte Haslberger auf die wesentlichen Projekte zurück: Die Gemeinde sanierte die Kläranlage im Jahr 2010, ein Jahr später wurde die Grundschule in Ramsau saniert.

Von 2010 bis 2012 entstanden Kindergarten und –krippe. Der Ratshausneubau und die Sanierung des alten Kindergartens begannen in 2018, zur gleichen Zeit entstanden auch der Bauhof und das Salzsilo.+++

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Der Hochwasserschutz in Ramsau wurde 2011 errichtet. Die Flurneuordnung Dachberg begann im Jahr 2018. Damit verbunden war die Ertüchtigung der Hofzufahrten zu insgesamt 21 Weiler und Einödhöfe.

Für die Verkehrssicherheit wichtig waren und sind die erstellten Abbiegespuren auf der B 12 bei Tiefenstätt und Reichertsheim. Nicht zu vergessen ist die Dorferneuerung in Reichertsheim in den letzten Jahren. In Ramsau Mitte entstand ein Wohnbaugebiet.

Ramsau bekommt Geh- und Radweg

Im Zuge der Brückensanierung in Ramsau wird ein Geh- und Radweg entstehen. Dies wird auf Nachfrage in diesem Jahr passieren. Weiterer Schwerpunkt wird die Entwicklung der Ortsmitte in Reichertsheim sein.

Als übergeordnete Themen sieht Haslberger die Erweiterung der Nachbarschaftshilfe, den bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur, Klimaschutz und den öffentlichen Personennahverkehr.

Die Frage aus dem Publikum, wo ein Gewerbegebiet entstehen könnte, beantwortete Haslberger „Wo wir einen Grund dafür bekommen“.

Infos über Jübiläum des Trachtenvereins

Georg Hanslmeier informierte über das geplante 100-jährige Jubiläum des Trachtenvereins, wo er auf eine rege Teilnahme baue und damit verbunden einem schönen und gelungenen Fest.

Für die Kommunalwahl treten mit „Einigkeit Ramsau“ und der „Interessengruppe Reichertsheim“ zwei Listen mit jeweils zwölf Bewerbern an. Alle 24 Bewerber stellten sich kurz vor, ebenso der einzige Bürgermeisterkandidat Franz Stein, der im Herbst eine Klausur machen will – mit den Gemeinderäten.

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